Leider bin ich in den letzten Tagen nicht dazu gekommen euch von dem wunderbaren Konzert, auf dem ich am Dienstag war, zu berichten. Aber das soll sich nun sofort ändern.

Wie ich euch ja bereits erzählt habe, kam die Band Me And My Drummer, die schon vor ein paar Monaten auf dem Modular Festival aufgetreten ist, wieder nach Augsburg. Dieses Mal für ein kleines Konzert in der Kantine.

Zur Vorbereitung hatte ich mir kurz vorher das Debütalbum der zwei Berliner gekauft und mir jeden Song daraus einverleibt. Das, was ich so zu hören bekam, machte mich jedoch ein bisschen skeptisch. Ich höre zwar fast ausschließlich Indie, aber dieser Dreampop, dieses verträumte, fast schon schläfrige war mir fremd. Doch irgendwie faszinierte es mich auch, dass diese junge Band ihren ganz eigenen Sound gefunden hatte. Dass die beiden es sogar wagen, den allgemein verwendeten Aufbau von Songs (Strophe, Refrain, Strophe, usw.) außer Acht zu lassen und einfach ihr eigenes Ding durchzuziehen. Was daraus entstanden ist, ist einfach großartig. Auf ihrem Konzert hatten sie allerdings noch viel mehr zu bieten.

Das Album stur runter zu spielen, kam für diese zwei Individualisten natürlich nicht in Frage. Stattdessen kommunizierten sie die ganze Zeit hindurch mit dem überaus begeisterten Publikum. Wenn Charlotte nicht gerade vollkommen in die Musik versunken war und dabei wild mit ihren Händen zappelte, so schien es, sprach sie einfach aus, was ihr gerade durch den Kopf ging. Sie erzählte kleine Geschichten zu einzelnen Songs oder klagte darüber etwas zu kränkeln. Die beiden coverten sogar ein Lied und machten daraus ein kleines Gewinnspiel. Wer erriet von welcher Band der Originalsong ist, wie der Song und das dazugehörige Album heißt, der sollte ein Bandshirt bekommen. Dumm nur, wenn niemand die Lösung weiß. Zwei Fans konnten dann aber doch noch ein T-Shirt ergattern. Einmal für den Namen der Band (der Song war von Radiohead) und einmal für ganz viel ausdauerndes schleimen.

Nach dem Konzert forderten die Fans natürlich eine Zugabe. Und nach der Zugabe noch eine Zugabe, welche das Publikum dann sogar bekam. Von dem Song, der dann kam, war ich total überrascht, aber auch begeistert. Zum Abschluss spielten Me And My Drummer einen wilden, flippigen Song, zu dem Charlotte auf Mazedonisch sang. Einfach unglaublich, was diese beiden so alles drauf haben.

Ich war nach diesem Konzert auf jeden Fall hin und weg und kann diese Band nur jedem ans Herz legen. Die gewaltige Stimme von Charlotte und die eingängigen Beats, die Matze seinem Schlagzeug entlockt. So etwas findet man kein zweites Mal.

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