Konzert: Luup – Gersthofen

Nach dem Festival der Kulturen am Samstag war ich am Sonntag noch einmal in musikalischer Mission unterwegs. Das (oder die?) Kulturina in Gersthofen ist meiner Meinung nach ein etwas anderes aber doch ganz nettes Volksfest. Eigentlich bin ich da nur hin, weil meine Gesangslehrerin mit ihrer Band LUUP dort auftrat. Verpassen wollte ich das auf keinen Fall. Also stand ich, nachdem ich mich einmal quer über das Gelände gekämpft hatte, pünktlich um halb acht vor der Bühne und fragte mich was denn diese alten Männer mit langen, weißen Haaren, grauenhaften Klamotten und Gitarren in den Händen darauf noch zu suchen haben. Erst als die zu singen anfingen, fiel mir auf, dass einer davon ja eine Frau ist. Ups! Ich weiß nicht mehr wie die Band hieß, aber im Grunde genommen waren die gar nicht mal schlecht. Sie spielten vor allem etwas ältere Coversongs wie “Country Roads”. Ein paar eigene waren aber auch dabei.

Bald erfuhr ich dann, dass sich alles um eine Stunde verzögert hatte. Daher machte ich es mir auf den Stufen vor der Bühne bequem und sah den anderen beim Abbauen und wieder Aufbauen zu. Eine ganze Stunde zu warten kann schon echt nervig sein. Aber es hat sich gelohnt. Als erstes betrat Dominik Scherer die Bühne, der Mann an der Luup-Station, Trompete, Gitarre und was-weiß-ich-sonst-noch-alles. Er demonstrierte dann auch gleich mal recht spektakulär, was man mit der Luup-Station tolles anstellen kann. Die Band heißt nämlich nicht umsonst LUUP. In jedem Song wird die Luup-Station verwendet und musikalische Phrasen und Akkorde zu einer Dauerschleife arrangiert. So hat man sofort das Gefühl, die Band würde aus mehr als nur vier Mitgliedern bestehen.

Nach ein paar Minuten kam auch der Rest der Band auf die Bühne und warf zig Flyer in Richtung Publikum. Der erste Song war so etwas wie ein Song über die Band selbst – eine Titelmelodie wenn man so will – und demonstrierte gleich mal was die vier so drauf haben. Einmal bin ich dann sogar etwas erschrocken, als Miriam (meine Gesangslehrerin) dank Effekt-Mikro plötzlich eine total tiefe und männliche Stimme hatte. Wuah!

Das mit der Luup-Station war wirklich faszinierend. Die Songs der Band habe ich als eher ruhig, manchmal sogar traurig in Erinnerung. Zwischendrin spielten sie auch mal einen Song von Coldplay. Und da war er dann wieder – dieser Moment in dem ich Gänsehaut bekam. Als Zugabe bekamen wir dann noch “Don’t Stop The Music” von Rihanna zu hören. Und weil wir alle so gemütlich auf unseren Plätzen saßen, forderte Miriam uns auf, näher zur Bühne zu kommen. Natürlich bin ich sofort aufgesprungen und nach vorne, ein paar andere auch. Und erst da viel mir auf, wie wenig Leute noch da waren. Eigentlich schade. Mir hat das Konzert nämlich total gut gefallen. Und wenn ihr auch wissen wollt wie sich LUUP anhört, dann schaut doch diesen Samstag im Backstage in München vorbei. Es lohnt sich auf jeden Fall. Versprochen!

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