Oh my god, oh my god, OH MY GOD!!! Wer diese Band noch nicht live erlebt hat, sollte das unbedingt noch nachholen.

Eigentlich hatte ich gestern nicht wirklich Lust, nach München zu fahren. Zu kalt, zu müde…im Nachhinein bin ich aber mehr als froh, dass ich es doch getan hab. Vom Modularfestival hatte ich Kakkmaddafakka noch als brilliante Liveband in Erinnerung. Ihr Konzert gestern hat aber alles, was ich bisher auf Konzerten erlebt habe, eindeutig übertroffen.

Los ging es mit es mit einem bekannten Klassikstück, zu dem ein Bandmitglied – bewaffnet mit einer riesigen Kakkmaddafakka-Fahne – auf die Bühne maschierte. Nach und nach sprangen die anderen mit großen Sätzen auf die Bühne und dann ging es auch schon los mit der Show.

Für mich ist diese Band seit gestern eine der großartigesten der Welt. Ich weiß gar nicht, wo ich überhaupt anfangen soll. Sie sind einfach nicht so wie andere, die ich bisher gesehen habe. Sie nehmen sich selbst nicht so ernst, haben ihren Spaß, machen Quatsch und springen wie hyperaktive Kinder zwischen (und während!) der Songs quer über die Bühne. Kaum zu glauben, dass diese Band solch geniale Musik machen kann. Im Allgemeinen scheinen sie einfach das Gegenteil von dem zu tun, was alle anderen Musiker machen.

Wobei wir wieder bei den Backgroundsängern wären.Gekleidet mit weißem Hemd und Fliege waren sie mit ihren verrückten Choreografien beim Publikum wohl die beliebtesten Bandmitglieder. Zu “Never Friends” tanzten sie sogar Ballett! Auch ist mir gestern aufgefallen, dass die Band gar keinen wirklichen Leadsänger hat. Je nach dem welchen Song sie spielten übernahm einmal der Gitarrist diese Rolle, dann wieder der Keyboarder, der Bassist oder der Cellist. Und welche Band hat denn schon einen Cello als festes Bestandteil ihrer Musik (die dann auch noch so cool klingt)? Manchmal stoppen alle mitten im Lied und bleiben wie versteinert in den tollsten Positionen stehen. Und was mich fast am meisten überrascht hat: immer wieder zückt einer der Kakkmadderfakkers sein Handy und fotografiert ins Publikum. Verkehrte Welt? Verarsche oder Erinnerungen festhalten?

Auch das Publikum war voll mit dabei. Es wurde getanzt, gesprungen und natürlich auch laut mitgesungen. So viel geschwitzt hab ich auf einem Konzert schon lange nicht mehr. Und blaue Flecken habe ich leider auch ein paar verpasst bekommen. Das war es aber auf jeden Fall wert. Die Stimmung war einfach unbeschreiblich.

Als Zugabe spielten sie dann doch tatsächlich “The Lion Sleeps Tonight” – sogar mit passender Kleidung – was nahtlos in “The Way You Make Feel” von Michael Jackson überging. Selbstverständlich mit passenden Moves.

Am Ende warfen sie noch ihre Handtücher und Setlisten in die Menge. Was sich jetzt vielleicht abgehoben und übertrieben anhört, kam total sympathisch rüber. Und was das schönste war: nach dem letzten Song klatschten sie sich gegenseitig ab und umarmten sich.

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