Was tut man als Fan nicht alles, um seine Lieblingsband live zu sehen?! In meinem Fall war das eine Reise nach Wien. Dort spielten nämlich am Sonntag Twenty One Pilots im B72, einer – wie Tyler es nannte – “cozy venue”. Und damit hatte er absolut recht. Noch nie war ich auf so einem kleinen Konzert. Nur eine handvoll Leute passten in den Club, der wirklich zum Bersten voll war. Das Konzert war nämlich ausverkauft. Die Bühne (Klavier und Schlagzeug passten gerade so drauf – was machen Bands mit mehr Instrumenten?!) war umringt von Fans, doch auf der Galerie hatten wir eindeutig die beste Aussicht. Für die Twenty One Pilots Tyler und Josh war es leider nicht ganz so easy. Einen extra Bühnenaufgang gab es nicht. Sie mussten sich also quer durchs Publikum schlagen. Das verkomplizierte sogar die Sache mit der Zugabe ein wenig. Tyler: “It’s going to be funny, because there’s nowhere we can go to.” Das Problem wurde dann aber einfach so gelöst: Tyler und Josh versteckten sich in den hintersten Ecken der Bühne und das Publikum tat eben so, als seien sie nicht mehr da. Hat funktioniert!

Aber jetzt mal ganz von vorne: Twenty One Pilots lieferten ein Konzert ab, als seien sie welche der ganz großen Stars. Das Publikum jubelte als würde dort Madonna oder Justin Timberlake vor ihnen stehen. Auch wenn das Spektakel nur eine knappe Stunde dauerte (bei einem Album plus einem neuen Song war leider nicht mehr drin), fehlte es an nichts. Je nach Song wurden die Outfits gewechselt: Sturmmaske Nr. 1 zu Ode To Sleep, Morgenmantel mit Rosen zu House Of Gold, Sturmmaske Nr. 2 zu Car Radio und Skelettpulli samt Totenkopf-Kapuze zu Migraine. Tyler springt, zuckt, zappelt und tanzt wie verrückt über die Bühne. Josh wippt mit geschlossen Augen verträumt zu seinen Schlagzeugrhythmen. Vor mehreren Songs spielen die beiden kurz den Song Trees an und gehen dann widerum zu einem ganz anderen über, bis sie ihn dann doch komplett als Zugabe spielen. Und natürlich kann das Publikum jedes einzelne Lied von vorne bis hinten mitsingen. Das ging sogar so weit, dass das Publikum bald mit der Band zusammen sang. Manchmal lies Tyler nämlich die Fans ganze Passagen selbst singen, während er weiter auf seinem Klavier klimperte, die Augen schloss und bis über beide Ohren grinste. Verständlich…immerhin haben wir unsere Sache wirklich gut gemacht.

Als dann die letzten Töne der Zugabe ausklangen, zerrte Tyler das Klavier an den Rand der Bühne. Die beiden sprangen drauf, drückten den Menschen vor ihnen zwei Trommeln in die Hand und schlugen synchron darauf ein. Ein paar letzte Paukenschläge bevor sie dann auch schon wieder durchs Publikum hindurch verschwanden.

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