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Vergangenen Freitag war ich auf einem Konzert, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Zum zweiten Mal hab ich Twenty One Pilots live gesehen. Das erste Mal war vor einem dreiviertel Jahr in Wien – dieses Mal mussten wir jedoch nicht so weit reisen, da sie während der zweiten Tour sogar im Ampere in München spielten! Normalerweise gehe ich nicht so kurz hintereinander auf zwei Konzerte derselben Band. Bei Twenty One Pilots würde ich aber immer wieder eine Ausnahme machen.

Sie sind und bleiben einfach die beste Live-Band, die ich je gesehen habe! Die Energie, mit der die zwei ihre Konzerte spielen, ist einfach unglaublich. Sie verstehen es das Publikum mitzureißen. Und auch wenn Tyler ansonsten eher ruhig und zurückhaltend wirkt, hält er es kaum aus während der Songs stillzustehen. Er springt von einem Ende der Bühne zum anderen, klettert aufs Klavier und fast nach jedem Song wechselt er das Outfit. Zu House Of Gold trug er auch dieses Mal wieder den geblümten Kimono und erzählte dem Publikum, dass er seiner Mutter (für die er den Song geschrieben hat) versprochen hat, bei diesem Lied etwas Festliches zu tragen. Bei Car Radio trugen die beiden selbstverständlich wieder die Sturmmasken und auch sonst waren mit Josh’ Latzhose aus Leder oder Tylers Kapuzenpullover mit dem Skelettaufdruck (die Kapuze konnte man bis oben hin schließen und ich frage mich immer noch, wie er da noch was gesehen hat) eher ungewöhnlich.

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Obwohl zwischen den zwei Konzerten nur wenige Monate liegen, ist dieses zweite kein Vergleich zum ersten Konzert im Februar. Alles war noch besser und grandioser als beim ersten Mal, und da war es schon ziemlich cool! Gleich zu Beginn und auch immer wieder zwischen den Songs spielten sie verschiedene Aufnahmen ab: eine Männerstimme erzählte etwas – es klang fast so, als ob er etwas vorlas. Leider habe ich nicht alles verstanden, aber ich glaube, es könnten Passagen aus dem Theaterstück sein, von dem auch der Bandname stammt. Es wurden auch zwei neue Songs gespielt, die mich jetzt noch mehr auf das nächste Album warten lassen. Das war nämlich die letzte Tour mit Vessel, was Tyler nach einem Cover von Lana Del Reys Summertime Sadness verkündete.

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Das war dann eigentlich auch schon das Ende vom Konzert. Doch die unbekannte Männerstimme verkündete, dass es nun an uns läge, ob es noch eine Zugabe gibt. Fans von Twenty One Pilots muss man aber nicht lange bitten. Wir hätten uns so oder so die Hände wundgeklatscht und die Lungen aus dem Leib geschrien. Schon während dem Konzert haben Tyler und Josh immer wieder das Publikum mit einbezogen. Tyler wurde von den Leuten auf Händen getragen, Josh spielte über den Köpfen der Fans Schlagzeug und wir wurden dazu aufgefordert unsere Freunde auf den Schultern zu tragen. Doch nach zwei Zugaben kam das große Finale. Die Leute in den ersten Reihen bekamen zwei Trommeln und zwei Plattformen in die Hände gedrückt. Tyler und Josh kletterten auf die Platten, gossen Wasser auf die Trommeln und spielten den besten Abschluss, den ein solches Konzert haben kann.

Auch Stunden danach waren wir noch total aufgekratzt und redeten von nichts anderem. Man kann es nicht oft genug sagen: Das Konzert war einfach der Wahnsinn! Allein die Tatsache, dass wir vier danach von oben bis unten durchgeschwitzt waren, ist wohl Beweis genug…

Edit: Auch wenn es echt peinlich ist, muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich nicht immer so informiert bin wie ich es gerne wäre. Ein lieber und aufmerksamer Leser, der ebenfalls auf dem Konzert war,  hat mir – kurz nachdem ich diesen Eintrag hochgeladen habe – geschrieben und mich aufgeklärt. Die zwei von mir als neu bezeichneten Songs sind es gar nicht! Sie heißen Fall Away und Addict With A Pen und stammen vom bereits 2009 erschienenen Album Twenty One Pilots. Überall wurde Vessel als Debütalbum bezeichnet, so dass ich gar nicht auf die Idee kam, dass es auch noch andere Veröffentlichungen von Twenty One Pilots gibt. Tatsächlich haben sie aber oben genanntes Album sowie Regional At Best (2011) ohne Plattenlabel bereits vor Vessel veröffentlicht. Ein großes Dankeschön an den anonymen Leser! So muss ich jetzt wenigstens nicht auf ein neues Album warten, sondern kann mir die alten – aber für mich neuen – Songs gleich anhören.

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