Puh, gestern war etwas stressig. Zuerst Gesangsstunde, dann noch Chorprobe und im Anschluss schnell zum Bahnhof und in den Zug nach München gesprungen. Im Ampere spielten nämlich Team Me aus Norwegen. Unter normalen Umständen hätte ich mir das Konzert wahrscheinlich gespart, aber ich hatte doch tatsächlich Gästelistenplätze gewonnen. Und allein um mal sagen zu können „Ich steh auf der Gästeliste“ musste ich unbedingt da hin.

Wir kamen ziemlich knapp an und ja…unglaublich, dass ich das mal sagen werden, aber im Ampere beginnen die Konzerte LEIDER immer äußerst pünktlich. Ich dachte, auf die Vorband kann ich bestimmt verzichten, aber da hatte ich mich getäuscht. Noch während wir an der Garderobe warteten, dass uns die Jacken abgenommen werden, spähte ich immer wieder zur Bühne. Da spielten bereits Impala Ray. Zwei Jungs, zwei Frauen. Gitarre, Schlagzeug – und jetzt kommt’s! – Tuba und Hackbrett. Jup, komische Kombination. Und wenn man das so liest, denkt man wahrscheinlich als erstes an Volksmusik und Bierzelt. Deswegen konnte ich auch gar nicht glauben, was ich da hörte, während ich der Garderobenfrau meine Jacke in die Hand drückte: ziemlich lässigen Folk! Okay, im Grunde genommen ist das ja auch nichts anderes wie Volksmusik, aber ihr wisst was ich meine, oder? Und so wie das alles klang, wie die vier sich auf der Bühne bewegten und überhaupt, dachte ich wirklich, dass Impala Ray aus England oder so kommen. Bis der Song vorbei war und der Sänger ein paar Worte zum nächsten Lied sagte. Der redete nämlich tatsächlich im tiefsten Bayerisch daher. Halleluja! Impala Ray kommen aus München und spielen ungelogen den coolsten Folkpop überhaupt. Dem Publikum ging es wohl so ähnlich wie mir. Am Anfang verblüfft, aber schon nach kurzer Zeit tanzten die meisten. Ich hab selten erlebt, dass bereits die Vorband eine so gute Stimmung zaubert. Hoffentlich spielen die vier bald ein eigenes Konzert, anstatt als Support aufzutreten. Nach knapp einer halben Stunde war es nämlich schon wieder vorbei und der Umbau ging los.

Um halb zehn folgten dann also Team Me, die in einem zauberhaftem Märchenwald spielten. Im Hintergrund hing eine große Leinwand mit einem Gemälde aus Bäumen und Tieren. An den Instrumenten klebten überlebensgroße Motten und andere Insekten. Und zwischendrin blitzten immer wieder kleine Glühbirnen auf, die wie schwebende Laternen wirkten. Wunderschön, doch meiner Meinung nach passte es eher weniger zu Team Me und deren Musik. Die ersten Songs waren laut, chaotisch und wild. Doch nach ein paar Balladen, einer Rock’n’Roll-Nummer und etwas Zeit, in der man sich auf die Musik einlassen konnte, war diese doch wieder einmal der Beweis dafür, dass Skandinavische Bands die beste Musik machen. Fröhlich und witzig war die, mit vielen tollen Details. Ein bisschen so wie Kakkmaddafakka, nur kleiner. Team Me sind fünf Männer und eine Frau, viele Instrumente und mehrstimmiger Gesang. Da ging es rund auf der Bühne.

Und jetzt ist genau das passiert, was ich mir schon nach der ersten Zeile dachte. Der Absatz über Impala Ray ist deutlich länger geworden als der über Team Me. Tja…

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: die Gästelistenplätze habe ich über den tollen Blog The Pick gewonnen. Dort solltet ihr unbedingt mal vorbei schauen!

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