Konzert: The Wombats – 27.03.2015 – Tonhalle

Unglaublich! Ich hab heute mal nachgezählt und dieses Jahr war ich nun tatsächlich schon auf zehn Konzerten! Zehn Konzerte innerhalb von drei Monaten…kein schlechter Schnitt oder?! Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, dass wirklich kein Konzert wie das andere ist. Bei jedem erlebt man etwas Anderes, aber immer wieder etwas Besonderes. Genauso war es auch am Freitag bei The Wombats…

Mein Partner in Crime und ich machten uns am Abend mit dem Zug auf den Weg nach München. Witzigerweise saßen auf den Plätzen neben uns zwei Mädels, die ebenfalls zum Konzert von The Wombats wollten. Und weil wir Kinder vom Land uns in der Großstadt immer etwas schwer tun mit der Orientierung, beschlossen wir kurzerhand, dass wir zusammen zum Konzert gehen und uns gemeinsam verlaufen. Gesagt, getan. Bis zum Ostbahnhof zu kommen war noch einfach, aber dann liefen wir auf der Suche nach dem richtigen Ausgang erst mal im Kreis und irrten dann weitere zehn Minuten auf dem Gelände der Kultfabrik herum, bis wir endlich die Tonhalle gefunden hatten.

Endlich drinnen erwartete uns die nächste Überraschung. Die Schlange an der Garderobe ging ungelogen einmal quer durch die Halle – und zwar über die lange Seite! Sowas hab ich noch nie erlebt. Wir standen dann auch gute 45 Minuten an, bis wir unsere Jacken los waren. Von der Vorband Darlia hab ich also so gut wie nichts mitbekommen. War aber auch nicht schlimm. Sonderlich aufregend fand ich die eh nicht.

Kurz bevor es mit The Wombats weiterging, drängten wir uns noch auf der Suche nach guten Plätzen durch die Menge. Wir schafften es tatsächlich am Ende irgendwo im vorderen Viertel anzukommen. Zwar hassten uns jetzt ziemlich viele Leute, aber das war es wert. Los ging es mit Your Body Is A Weapon – einem Song vom neuen Album, das nur leider noch gar nicht erschienen ist. Das ergibt für mich auch überhaupt keinen Sinn. Warum geht man auf große Tour, um das neue Album zu promoten, wenn das doch erst in gut zwei Wochen raus kommt?! Außer den Songs Greek Tragedy und Give Me A Try ist davon noch nicht viel bekannt. Immerhin haben sie die zwei Lieder gespielt und auch sonst war die Setlist ein guter Mix aus alten, geliebten und neuen, noch unbekannten Songs.

Am meisten hab ich mich über Techno Fan, Tokyo (Vampires & Wolves) und 1996 gefreut. Genauso wie der Rest der Halle. Puh, ich kann euch sagen: da ging’s echt ab. Ich war da ehrlich gesagt etwas überrascht. Die Leute haben gepogt…und wie! Wer den Blog hier schon eine Zeit lang verfolgt, weiß dass ich kein Fan davon bin. Ich hätte auch nicht gedacht, dass die Leute bei der Musik von The Wombats auf die Idee kommen zu pogen, aber na gut. Ehe ich mich versah, waren wir dann auch irgendwie mitten drin und ich hab nur noch versucht nicht umzufallen. Blöderweise hatte ich genau zu dem Zeitpunkt auch noch mein Handy in der Hand – ganz schlechte Kombination. Ganz ehrlich: ich fand’s schrecklich! Ich kann mich mit dem Pogen einfach nicht anfreunden. Ich versteh auch den Sinn dahinter nicht. Versteht mich nicht falsch: für eine Band kann es wohl nichts besseres geben, wenn die Leute von deiner Musik so angetan sind, dass sie es wahnsinnig ausgelassen feiern. Aber ich hab jetzt zwei blaue Flecken und ein aufgeschrammtes Schienbein. Was mir aber auch aufgefallen ist: wenn man sich nicht so dagegen wehrt, tut’s weniger weh. Hmmm…

Nach einer guten Stunde war’s dann auch schon vorbei. Ohne eine Zugabe wollten die Münchner aber nicht die Halle verlassen. Also gab’s noch zwei Songs obendrauf – und dann war Schluss. Bei mittlerweile drei Alben hätte ich eigentlich schon ein bisschen mehr erwartet, aber auch so war’s ein wahnsinnig cooles Konzert. Ich fand’s toll, dass alle drei Bandmitglieder zwischen den Songs mit dem Publikum geplaudert haben. Eine wirklich gute Verbindung zwischen Band und Zuschauern wollte trotzdem nicht zustande kommen. Aber allein der Band einfach nur zuzuschauen machte schon Spaß. Ich bin ja ein großer Fan von der Frisur des Sängers. Und auch seine Blümchen-Gitarre fand ich total genial. Ich fand’s nur komisch, dass er nach jedem Song die Gitarre wechselte. Kann man die Setlist denn nicht praktischer aufbauen?

4 Gedanken zu „Konzert: The Wombats – 27.03.2015 – Tonhalle“

  1. Hey, auf dem Konzert war ich auch. Schöner Bericht und sehr coole Fotos. ;)
    Kurzes Wort aber noch zum Pogo. Das war schon relativ extrem in der Tonhalle. Zum einen, weil extrem schlechte Luft geherrscht hat, zum anderen, weil da 2-3 Idioten den Unterschied zwischen „ausgelassen rumhüpfen“ und „mit den Ellenbogen austeilen“ nicht kennen (hat ne Freundin erwischt). Sonst war der gar nicht so krass. Und wer sich erst reindrängelt und sich dann über die pogende Menge beschwert, macht was falsch :P (klar, gehört auch bisschen Erfahrung zu)

    PS: Der „Sinn dahinter“ ist (meistens, mMn) das ausgelassene rumhüpfen ohne aufpassen zu müssen, ob man jetzt dem Nebenmann die Sicht verdeckt, auf den Füßen steht oder sowas ;) Einfach den Moment feiern. Ich mag das ;)

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    1. Danke :)
      Dann hab das also nicht nur ich so empfunden. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich mich dann – als klar war, dass die Leute hier wild zum Pogen anfangen – aus der Gefahrenzone zurückgezogen habe und weiter an den Rand gegangen bin ;)
      Und danke für die Erklärung! Wenn man es so betrachtet, macht es sogar Sinn ;)

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      1. Ich kann da zum Beispiel nur die Donots empfehlen, da wars bis jetzt jedes Mal echt super angenehm. Pogo ist halt nicht gleich Pogo (Im *core-Bereich wurde mir erzählt gibts Leute die tatsächlich bewusst mit dem Knie voran durch die Gegen hüpfen etc.) Ich hab auch nix gegen Leute die am Rand stehen und nicht mitmachen wollen.
        Den Bildern nach wart ihr übrigens genau auf der anderen Seite (wie waren vermute ich etwa selbe Höhe, aber rechte Seite :P )

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