Album: The Wombats – Glitterbug

Manchmal frage ich mich, ob ich nicht ein bisschen zu verplant bin, um Musikbloggerin zu sein. Diejenigen, die mich persönlich und etwas besser kennen, würden jetzt wohl sagen, dass ich die organisierteste Person auf der Welt bin. Aber…nope, auch ich hab so meine weniger glorreichen Momente. Zuletzt vor ein paar Wochen, als wir auf das Wombats-Konzert in München gingen. Da das neue Album erst zwei Wochen später veröffentlicht wurde (ich versteh es immer noch nicht), entschieden wir uns dazu, uns eben das 2011er Album The Wombats Proudly Present: This Modern Glitch zu Gemüte zu führen. Bis dahin war ich der festen Überzeugung, ich hätte – außer den zwei Songs vom neuen Album, die immer auf egoFM laufen – noch nie einen Song von The Wombats gehört. Tja…als ich das Album das erste Mal durchhörte, fiel mir auf, dass dem eben nicht so war. Im Gegenteil: vor ca. fünf Jahren hatte ich sogar eine Phase, in der ich jeden Tag Tokyo (Vampires & Wolves) und Techno Fan rauf und runter hörte. Peinlich, peinlich…

Soviel zu meinen kleinen Aussetzern, jetzt aber mehr zum neuen Album. Glitterbug heißt das. Also übersetzt Glitzerkäfer (ich hoffe, meine Englischkenntnisse haben mich jetzt nicht auch noch im Stich gelassen). Im Vorfeld hab ich die unterschiedlichsten Kritiken gelesen. Die einen meinten, es ist anders und nicht mehr so gut, die anderen sagten, es ist anders und immer noch gut. Dass es anders ist, ist mir auch aufgefallen. Und um sich jetzt mal einer abgedroschenen und allseitsbekannten Formulierung zu bedienen: es klingt erwachsener, reifer. Aber auch weniger nostalgisch und weniger melancholisch. Vielmehr ist ein Album entstanden, das in 13 verschiedenen Songs von Themen wie Liebe, Beziehung und alles dazwischen und drumherum handelt.

In Greek Tragedy geht es z. B. um die Schwierigkeiten die eine Fernbeziehung mit sich bringt. Emoticons erzählt von eben diesen und dass sie – beziehungstechnisch gesehen – eigentlich nur alles schlimmer machen. Isabel widmet sich einer Frau, die eine ziemliche Dramaqueen sein muss und es sich somit etwas schwierig gestaltet als Musiker mit ihr zusammen zu sein. Es ist wohl das ruhigste und langsamste Lied auf dem Album und dabei genau zwischen This Is Not A Party und Your Body Is A Weapon gelandet. Zwei schnellere und auch energiegeladenere Songs. Darum überspring ich Isabel meistens, weil es für mich an der Stelle irgendwie wenig Sinn macht. In der Nähe von Flowerball oder Curveballs hätte es wohl besser gepasst.

Mein absolutes Lieblingslied vom Album ist aber Give Me A Try. Für mich drückt es so viel Freude, Leidenschaft und Glück aus, wie man es eigentlich nur fühlt, wenn man bis über beide Ohren verknallt ist und so ziemlich jeden Scheiß anstellen würde, nur um dieser einen Person nah sein zu können. Und einfach alles was man zusammen unternimmt, das schönste Erlebnis ever ist.

Was ich auch noch total gerne höre, ist Be Your Shadow. Da geht es in etwa ums Gleiche. Allerdings mit dem Unterschied, dass diese eine Person einem nicht gut tut, sondern dich kaputt macht, du aber trotzdem nicht von ihr loskommst.

3 Gedanken zu „Album: The Wombats – Glitterbug“

  1. Kurze Info: Laut Albumcheck, den ich gelesen habe, geht es in dem Album wohl insgesamt um ein und die selbe Beziehung (also vom Texten mit „Emoticons“ über die Kitschphase, wo man ohne den anderen nicht sein mag – „Be your shadow“, usw.) ;)
    PS: Be your Shadow. Mein Highlight :)
    PPS: Wombats!

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