Jetzt im Sommer passieren so viele tolle Sachen, die kann ich euch unmöglich vorenthalten, auch wenn es sich weder um ein normales Konzert noch um ein Album oder einen meiner Lieblingssongs handelt.

Wir hier in Augsburg haben ja einen Feiertag mehr als der Rest von Deutschland – das Friedensfest am 8. August. Dass das dieses Jahr auf einen Samstag fällt ist natürlich schade, denn normalerweise haben wir da frei. Nichtsdestotrotz hat vor wenigen Tagen das Rahmenprogramm dazu begonnen, das von den wunderbaren Kolleginnen vom Kulturamt organisiert wird. Mein Highlight war dieses Jahr mal wieder der Literaturspaziergang. Fünf AutorInnen lesen an fünf Stationen aus ihren Büchern. Wo die Reise hingeht, weiß man vorher nicht. Dass es aber wunderschöne Orte sind und vor allem solche, an die man normalerweise nicht kommt, ist garantiert.

Diesmal verkrochen wir uns in einem Keller und tranken Fanta, saßen im Klostergarten unter Apfelbäumen und nahmen auf einer Treppe an der Stadtmauer Platz. Wir waren im GAG (Gampls Arbeitsgemeinschaft musikalische Kultur und Bildung), was mir mein früherer Klavierlehrer schon vor…ähm…über einem Jahr empfohlen hat. Bisher war ich noch nie dort. Die letzte Station war die Kresslesmühle. Von den Lesungen selbst hab ich leider keine Fotos (hier gibt’s aber welche), waren aber alle sehr interessant, wenn auch nicht ganz so unterhaltsam wie letztes Jahr, sondern eher etwas ernster.

Im Anschluss folgte noch eine kleine Diskussionsrunde mit den AutorInnen, die aber – sorry – nicht mehr ganz so supi war. Vielleicht lag es aber auch daran, dass es stickig und warm war, bereits neun Uhr abends und das meiste auf Englisch. Da ist meine Konzentration schnell flöten gegangen. Ich hatte Hunger und musste dringend aufs Klo. Zwischendrin hab ich mir sogar schon überlegt, ob ich nicht einfach gehen soll.

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Dann hätte ich jedoch das Konzert von Benni Benson verpasst. Schon während dem Spaziergang hat er uns hier und da  unterwegs überrascht (haha, welch Wortspiel…wer seine Lieder kennt, weiß warum ;)). Stand wie ein Straßenmusiker am Wegesrand, vor sich einen Strohhut und hat seine Songs gespielt. Also blieb ich und war froh drum. Irgendwie war es nämlich echt nett. Wir waren nur noch wenige Leute, weil es wohl den meisten so ging wie mir. Benni spielte nur ein paar Songs – für mehr war es einfach zu heiß und stickig. Bis auf ein Lied kannte ich schon alle, trotzdem hör ich ihm immer wieder gern zu.

Und soll ich euch mal was total Bescheuertes verraten? Jedes Mal wenn ich Benni Benson live höre, denke ich mir: „Mensch Ramona, die Musik ist so geil, jetzt solltest du dir aber echt mal die Platte von dem Herrn kaufen.“ Zuhause höre ich mir dann diese Probeschnipsel auf Amazon an und denk mir: „Nee, klingt irgendwie…so platt…so leer…als ob was fehlt.“ Und lass es wieder. So lief das bisher noch jedes Mal ab. Doof oder? Vielleicht gibt es aber auch einfach Musiker, die man live kennen und lieben lernt. Alles andere ist dann einfach keine Option mehr.

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