Impala Ray – das sind vier junge Leute aus München, die die nettesten Grinsegesichter der Welt haben, deren Lieblingswort „gschmeidig“ ist und überhaupt ganz besonders liebe Leute sind. Darum und weil sie traumhafte Folkmusik machen, stehen sie als eine meiner Lieblingsbands ziemlich weit oben im Ranking. Da hat’s mich ganz besonders gefreut, dass ich beim Stereowald Festival die Chance bekommen habe, die vier zu interviewen.

Ach ja: Die Münchner haben ein wunderschönes Bayerisch drauf und am liebsten hätte ich jedes Wort genauso geschrieben, wie sie es gesagt haben. Aber damit auch andere, ohne Dialektkenntnisse das lesen können, hab ich das meiste doch auf Hochdeutsch „übersetzt“. Ein paar bayerische Wörter mussten aber sein ;)

Impala Ray - Interview - Princess Pietsch - Stereowald - Aichach

In den letzten Wochen habt ihr viel auf Festivals gespielt, wart jedes Wochenende wo anders. Wie geht’s euch?
Ray: Uns geht’s gut. Wir schauen immer, dass wir aufm Weg einen Weiher finden, dass wir schnell reinhupfen können. Wir haben Badehose und Bikini immer eingepackt im Bus.
Dominik: Ja, an Hecht!
Nicola: Leider ohne dem Dominik gestern.
Dominik: Hey, ich hab auch am Nachmittag an Hecht gemacht, nur an einem anderen Weiher.
Ray: Ja, Hecht muss schon sein.
Carmen: Ja, sonst stirbt man. Vor allem im Bus ohne Klimaanlage ist das schon anstrengend. Aber man freut sich immer auf jedes Wochenende.

Bleibt da überhaupt noch Zeit für einen normalen Job?
Ray: Na, wir haben keine Jobs mehr. Wir machen nur noch Musik. Ohne Scheiß. Ja, und zwei Studenten haben wir noch.
Dominik: Und ich bin Freiberufler beim Radio. Da kann ich mir die Zeit frei einteilen.

Tuba und Hackbrett sind ja nicht gerade typische Instrumente für eine Band. Wie hat sich das ergeben?
Nicola: Als der Rainer die Band sozusagen erstellt hat, hat er eine Tuba gesucht und ist so auf mich gekommen. Und die Carmen ist dazu gekommen, weil sie eigentlich zuerst gesungen hat.
Carmen: Genau. Rainer hat mich singen gehört und meinte: „Hättest du nicht Bock Background-Vocals auf der Platte einzusingen?“ Und dann sind wir irgendwie drauf gekommen, dass ich Hackbrett spiele und er meinte: „Ja, nimm’s mit, nehmen wir mit rein“ Und dann haben wir das ausprobiert und es hat funktioniert und so hat sich das quasi per Zufall entwickelt.

Ihr seid ja selbst noch eine ganz junge Band. Habt ihr Tipps für junge, angehende Musiker?
Ray: Wirklich das spielen, was einem Spaß macht und nicht irgendwelche Trends verfolgen. Also wirklich das machen, worauf man Bock hat. Auch wenn es am Anfang schwierig ist sich durchzusetzen. Einfach rumprobieren, rumspinnen. Das ist, glaube ich, das Beste.
Dominik: Authentisch bleiben. Nicht zu verkopft.
Ray: Ja, einfach machen.

Schaut ihr euch später auch noch selbst eine Band an?
Ray: Leider nicht, wir müssen gleich wieder weiter aufs nächste Festival – auf die Brass Wiesn. Schaut echt geil aus da, von dem her wär’s echt gschmeidig gewesen, aber wir müssen leider weiter.
Dominik: Notwist spielt heute noch, oder? Das wäre noch ne Sicht wert gewesen, aber leider geht’s ned naus.
Ray: Aber wir schauen uns heute noch La Brass Banda an.

Was war euer bisheriges Highlight dieses Festivalsommers?
Ray: Der Hubert war ein Highlight. Hubert von Goisern durften wir vor ein paar Tagen am Bodensee supporten – in Salem. Das waren viereinhalbtausend Leute und das war schon echt cool. Wir haben mitm Hubert ein bisschen geschwatzt. Und ja…das war lässig.
Carmen: Und die Leute eigentlich auch. Wir haben jetzt erlebt, dass die einfach krass abgegangen sind, als wir gespielt haben. Das freut einen wahnsinnig, wenn die Leute vor dir stehen und einfach tanzen und Spaß haben. Das ist cool, dass das ankommt.
Nicola: Drei Tage nach dem Hubert-Gig haben wir in Freising auf dem Prima Leben und Stereo gespielt und dachten halt, dass das voll gemütlich wird. Aber da sind die Leute einfach sowas von abgegangen. Wir haben so um halb vier gespielt und man hat sich gefühlt wie wenn man da um elf Uhr nachts steht. Die haben das einfach mega gefeiert…mit Konfettiregen.

Habt ihr einen persönlichen Sommerhit?
Carmen: Hm…den einen Song…nicht oder?

(große Unentschlossenheit bei allen…)

Oder was hört ihr denn so im Bus, wenn ihr unterwegs seid?
Dominik: Je nachdem wer Fahrer ist, darf entscheiden.
Ray: Der entscheidet quasi über den Sommerhit. Der wechselt alle fünf Minuten. Es gibt eigentlich nicht den Sommerhit.

Impala Ray - Interview - Princess Pietsch - Stereowald - Aichach

Vielen Dank für das Interview!

Wer Impala Ray diesen Sommer noch live sehen will, hat hier die Möglichkeit dazu:

22.08.2015 München // Theatron
28.08.2015 Schwabmünchen // Singoldsand
29.08.2015 Wasserburg // Kuahgarten Open Air
10.09.2015 München // Ampere Munich Rocks
19.09.2015 Mehring // Schacherbauer

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