Ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass auf dem Stereowald so viele tolle Dinge passiert sind, dass das einfach allgemein ein wunderschönes Festival war. Aber im Ernst: sowas kann man nicht oft genug sagen. Mir selbst sind jedoch auch abseits der großen und kleinen Bühnen Sachen passiert, die ich nicht für mich behalten möchte. Was hinter den Kulissen passierte…

  • Der große Knaller gleich mal vorne weg. Ich hab’s ja schon angedeutet, meine Tasche hat mir beim Stereowald ein paar interessante Momente beschert. So stand ich am Samstag gedankenverloren in der Gegend rum und hab darauf gewartet, dass…hm, eigentlich nur darauf, dass die Zeit vergeht und die erste Band zu spielen anfängt. Als mich plötzlich jemand ansprach: „Hey, derf I dein Beidl fodografiern?“ (auf Hochdeutsch: „Hey, darf ich deine Tasche fotografieren?“). Ich hab mich umgedreht und da stand doch tatsächlich der Typ von Dicht & Ergreifend vor mir: Michael alias George Urquell. Dass ich da als Fan nicht Nein sage ist klar. Also ein, zwei Fotos gemacht und ich wollte wieder weiter gehen. Man ist ja professionell und will die Musiker nicht stalken (obwohl ich im Prinzip die ganze Zeit nichts anderes mache *hust*).
Foto: Michael Huber

Doch in dem Moment drehte das Schicksal den Spieß um und zur Abwechslung wurde mal ich gestalkt. Mike wollte noch ein Foto mit mir und…also ehrlich gesagt hab ich den Namen von dem Kerl vergessen. War aber ganz lustig.

Foto: Michael Huber

Dann dachte ich aber wirklich, dass es das jetzt war. Aber Mike wollte noch ein paar Selfies mit mir machen…Manchmal passieren schon echt verrückte Dinge…

  • Als ich ein paar Tage später durch die Fotos der Stereowaldfotografen gescrollt habe, ist mir aufgefallen, dass ich teilweise auch fotografiert wurde. Caught in the act sozusagen…
Foto: Sarah Seidel
Foto: Sarah Seidel
  • Und auch Miriam von Auxkvisit hat mich beim Stalken von Impala Ray erwischt.
Foto: Miriam Lochner
Foto: Miriam Lochner
  • Fun Fact: vielleicht lag’s an der guten Landluft, an den netten Leuten um mich rum oder die haben was ins Wasser gemischt. Auf jeden Fall hab ich wieder angefangen bayerisch zu reden. So wie früher als ich noch nicht in Augsburg gewohnt habe und mich noch nicht einem anderen Dialekt anpassen musste, weil die Leute mich sonst nicht verstehen. Und was soll ich sagen. Es hat Spaß gemacht mal wieder Bayerisch zu reden!
  • Ihr wart schon immer neugierig, wer mein partner in crime ist, wenn es um Konzerte und Festivals geht? Tadaaa: Fabi! Und wie soll es auch anders sein: wir haben uns vor drei Jahren beim Modular Festival kennen gelernt. (Fragt mich nicht, was auf dem Foto mit meinen Augen los ist…)
Foto: Fabian Nowak
Foto: Fabian Nowak
  • Während der zwei Festivaltage war ich viel damit beschäftigt Fotos zu machen. Früher hab ich darauf verzichtet bei Konzerten zu fotografieren, mittlerweile finde ich aber, dass ein paar Fotos zu einem guten Blogeintrag dazugehören. Also hab ich viel geknipst, war ständig auf der Suche nach einem guten Foto. Bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich mehr aufs Fotografieren konzentriere, als darauf die Konzerte und vor allem die Musik zu genießen. Dabei ging es mir doch ursprünglich immer nur darum. Also hab ich mir selbst ein Limit gesetzt. Am Anfang ein paar Fotos, dann wird die Kamera weggepackt. Leider kam die Einsicht erst recht spät. Doch ich werde versuchen, mich auch in Zukunft daran zu halten.
  • Alle, die sich schon immer gefragt haben, warum ich meistens nur vom Drumherum erzähle anstatt die Musik zu beschreiben, denen möchte ich dieses Zitat von Frank Zappa, das ich ebenfalls auf der Straße zum Festival gefunden habe, ans Herz legen: „Über Musik zu reden, ist wie über Architektur zu tanzen.“ Ich hab mich schon immer gefragt, wie die Journalisten und Presseleute im Allgemeinen so genau beschreiben können, wie sich die Musik einer bestimmten Band anhört. Ich kann mir nie was darunter vorstellen. Für den Blog hab ich selbst mal versucht zu beschreiben wie sich dies oder das anhört – und bin gescheitert. Für mich ist das so, als ob man versucht einem Blinden zu erklären was Farben sind. Geht nicht. Punkt.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

8 thoughts

  1. Da muss ich mal widersprechen. Klar kann man das erleben von Musik nicht beschreiben. Aber die Musik einer Band an sich, da haben wir doch so dermaßen viele Begriffe – theoretisch geht das. Praktisch auch. Ich habe schon viele (echt gute) Band-, Albums- oder Konzertrezensionen gelesen…
    Nicht dass ich sowas könnte, aber es gibt Menschen, die das super machen. ;) habe so auch schon 3-4 neue Bands kennengelernt, weil die irgendwo so beschrieben waren, wie es zu mir gepasst hat :)

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      1. Was sehr gut funktioniert (finde ich) ist ‚klingt wie/nach …‘. Vorausgesetzt du kennst die Band oder den Song. Ansonsten kann ich mir unter der genannten ‚treibenden Basslinie‘ schon etwas vorstellen: da würde ich einen Song erwarten, der vom Bass getragen wird und das in einer sehr rockig/aggressiven Weise. So ungefähr ;) auf jeden Fall ist eine treibende Basslinie erst mal gut!

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