Kennt ihr das? Ein Erlebnis versetzt euch so in Staunen, dass ihr denkt: Das kann so schnell nichts mehr toppen! Und dann nimmt das Schicksal, Gott, der Zufall, what ever die Herausforderung an und belehrt euch eines Besseren. So ging es mir dieses Jahr mit dem Modular – baam! Dann kam das Stereowald Festival und jetzt bin ich ganz hin und weg vom Singoldsand in Schwabmünchen. Was als Beachparty begann, hat sich fünf Jahre später zum äußerst ansehnlichen Festival gemausert. Und allein die Tatsache, dass das alles von freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern, von denen keiner auch nur einen Cent für seine Arbeit bekommt, organisiert wird, macht das Ganze noch fantastischer!

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  • Fantastisch ist da auch gleich das passende Stichwort: Das Festivalgelände war so liebevoll und bis ins kleinste Detail gestaltet…sowas hab ich noch nie gesehen. Überall standen Bäume, in denen im Dunkeln leuchtende Deko hing, mitten durchs Gelände floss die Singold, da standen gelbe Telefonzellen und statt hässlichen Bauzäunen eine Burgkulisse. Ja sogar jeder fucking Mülleimer war mit Holzbrettern verkleidet!
  • Das SingoldSAND Festival hatte eine STRANDbühne. Unnötig zu erwähnen, dass das halbe Gelände mit Sand bedeckt war. Das Schlauste war es also offene Schuhe zu tragen. Da kann man immerhin den Sand einfach wieder rausschütteln. Unglaublich dreckig wird man trotzdem.

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  • Am Freitag startete das Singoldsand mit Impala Ray. Schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Festival hat man die vier Münchner durch die halbe Stadt gehört. Ich hab kurz nen Schock gekriegt und dachte, ich hätte was mit den Zeiten durcheinander gebracht. War aber Gott sei Dank nur der Soundcheck.
  • Na ja, was soll ich zu der Band sagen: die Impalas waren wie immer großartig. Eine ganze Stunde lang durfte man ihrer Musik lauschen. Mittlerweile sind sie zu fünft unterwegs. Zu Gitarre, Hackbrett, Tuba und Schlagzeug kam jetzt noch eine Trompete dazu. Gefällt mir! Auch wenn die Tuba und die Stimmen der Mädels einfach nichts überbieten kann. Ray hat sich gegen Ende des Konzerts sogar unter das Publikum gemischt und zum Schluss haben alle wie wild getanzt.

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  • Auf dem Festival hat eigentlich dauernd irgendwo, irgendeine Band gespielt. Also bin ich im Anschluss gleich rüber zur Seebühne, vor der halt einfach mal die Singold vorbei floss und sozusagen der Burggraben war. Hach, wie schön. Also auf jeden Fall hat da Mundhaarmonika gespielt. Selbiges Instrument hatten die Jungs aus München zwar nicht dabei, dafür aber ein Saxophon! Hab ich schon mal erwähnt, dass ich voll auf das Instrument steh? Dazu gab’s groovigen HipHop, Konfetti und viel Nebel.

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  • Dann wieder zurück zur Strandbühne, auf dem Weg dorthin kurz mit (Impala) Ray geratscht und mir dann mal angeschaut, was Carnival Youth aus Lettland so für Musik macht. Aller feinster Indie-Pop, den ich nur empfehlen kann. Hier kennt die Band eigentlich kaum jemand, in ihrem Heimatland hingegen sind sie längst kein Geheimtipp mehr. Was mir sofort auffällt: alle in der Band singen, sogar der Schlagzeuger – und zwar nicht nur Background. Sie können sogar ein kleines bisschen Deutsch. Und was einfach wahnsinnig süß war: bei einem Song musste der Gitarrist ständig schmunzeln. Ich hätte zu gern gewusst, woran er denken musste.

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  • Im Anschluss bin ich wieder zur Strandbühne, wo Olympique aus Salzburg sehr ruhigen und vertäumten Indie spielten. Mich haben sie ein bisschen an We Destroy Disco erinnert.
  • Da wurde es dann auch schon dunkel und bedauerlicherweise war die Bühne nicht wirklich gut beleuchtet. Generell hat man außer dunklen Gestalten nicht viel gesehen und so wurden dann auch meine Fotos nix.

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  • Ich bin dann auch recht bald weiter gezogen, weil mir irgendwie nach mehr Action war. Wie passend dass The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra auf der dritten Bühne in gemütlicher Biergartenatmosphäre spielte. Nur leider war da nicht wirklich viel mit Action. Im Gegenteil…es war sogar ziemlich ruhig. Die sonst recht große Band stand in verkleinerter Formation auf der Bühne. Und das ziemlich verloren. Irgendwie schien nichts zu funktionieren. Alles war zu leise bzw. war da überhaupt Strom aufm Mikro? Mir taten sie ja echt schon leid. Zum Schluss hin wurde es ein bisschen besser. Wenn man ganz vorne stand, hat man auch was von der Musik gehört. Da haben sogar ein paar Leute getanzt. Trotzdem…die winzig kleine Bühne war überhaupt nicht für die Energie ausgelegt, mit der The Sensational Skydrunk Hearbeat Orchestra sonst das Publikum überschüttet. Das war wirklich sehr sehr schade.

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  • Überhaupt hat sich in dem Moment meine Befürchtung, die ich schon ganz zu Beginn des Festivals hatte, bestätigt. Die drei Bühnen standen einfach viel zu nah beieinander. Wenn auf der größten, der Strandbühne, eine Band spielte, hat man das auch noch bei den anderen noch deutlich gehört, was den Musikgenuss leider arg minderte. Dann vielleicht nächstes Jahr doch wieder nur zwei Bühnen?
  • Das große Finale des ersten Abend näherte sich. Vorher wollte ich aber noch zu Taymir, die auf der Seebühne spielten. Die Niederländer sehen nicht nur so aus wie Oasis, sie klingen auch ein bisschen danach. Aber erst nach einem gefühlt nicht enden wollenden Soundcheck und einer halben Stunde Verspätung. Das konnten sie dann – zumindest bei mir – nicht wieder gut machen. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Also bin ich nach zwei Songs, 20 schlechten Fotos und 100 Zuschauern weniger gegangen. Mit dem Gedanken im Kopf, dass ja jetzt schon Bilderbuch anfängt zu spielen, konnte ich mich nicht mehr auf Taymir konzentrieren.

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  • Also schnell zur Hauptbühne und – KABAAAAAM! – da ging es dann endlich rund. Riesige Bälle flogen durchs Publikum und Seifenblasen tanzten über die Bühne. Dass die Leute am Ausflippen waren, muss man nicht extra erwähnen oder? Neben den Hits vom aktuellen Album haben Bilderbuch auch ältere Songs wie Joghurt auf der Bluse gespielt. Und Maurice erzählte zwischendrin die ein oder andere Geschichte oder fragte das Publikum ob Gigolos oder Kriminelle anwesend sind. Ich frag mich ja immer, ob sich Bands, die schon so viele Konzerte hinter sich haben, noch an jedes einzelne erinnern können. Bilderbuch anscheinend schon. Maurice erwähnte nämlich, dass er bei einem früheren Auftritt in Schwabmünchen wie ein Brett von der Bühne in den Sand gefallen ist. Laut eigener Aussage haben sie sogar schon öfter in Schwabmünchen gespielt als in München. Ich kann jetzt behaupten, dass ich sie an beiden Orten gesehen hab.

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PS: ich hab zwar meine neue Kamera erst seit ein paar Monaten, aber ich brauch jetzt doch dringend eine Spiegelreflex! Dringend! Meine Digitalkamera macht zwar ganz gute Fotos, trotzdem ist da noch mehr drin. Außerdem komm ich mir im Bühnengraben neben all den anderen Fotografen mit meiner Popelkamera langsam doof vor xD

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PPS: ich brauch auch dringendst einen vernünftigen Gehörschutz. Freunde haben mir schon lang dazu geraten, jetzt seh ich es endlich auch selbst ein. Schon nach dem ersten Festivaltag haben mir meine Ohren so dermaßen geklingelt wie noch nie.

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