Interview mit Pool

Beim Singoldsand Festival (Teil 1 und Teil 2) haben sich die Leute von der Marketing-Crew etwas wirklich praktisches einfallen lassen: alle Presseleute konnten im Vorfeld ihre Handynummer angeben und wer Whatsapp hatte, bekam während der zwei Festivaltage laufend Broadcast-Nachrichten über Autogrammstunden und Interviewtermine mit verschiedenen Bands aufs Handy.

Die Idee fand ich mega gut, auch wenn ich eigentlich nicht vorhatte wen zu interviewen. Ich wollte lieber das Festival genießen. Außerdem muss man sich auf Interviews ja auch ein bisschen vorbereiten, Fragen ausdenken usw. Man will ja keinen 0815-Quatsch fragen. Dann war ich auf dem Weg zum Konzert von Pool und die Nachricht, dass die Band im Anschluss Interviews geben würde, ploppte auf meinem Handy auf. Verdammt!

Bei allen bisherigen Bands war es mir ziemlich egal, aber Pool reizte mich dann doch. Ich war eine halbe Stunde lang hin und hergerissen, ob ich es tun sollte oder nicht, hab im Kopf schon mal ein paar Fragen zusammen gekramt. Letztendlich hab ich es einfach gewagt und bin nach dem Konzert zum Backstagebereich gegangen. Zum Glück haben sich David (Bass, Gesang), Nils (Gitarre, Gesang) und Daniel (Schlagzeug) etwas verspätet, so konnte ich mir noch ein paar Fragen mehr zurecht legen…

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Ihr kommt gerade von der Bühne. Wie war’s?
David: Chaotisch, witzig, aufregend. Wir sind gestern aus Hamburg losgefahren, waren über Nacht in Nürnberg und sind heute hier. Also alles auf einen Moment hin. Dementsprechend fühlt sich das dann auch an. Man ist hochkonzentriert.

Was mögt ihr am meisten daran, auf Festivals zu spielen?
Nils: Open-Air zu spielen. An der frischen Luft zu sein ist immer am geilsten.

Und was gefällt euch gar nicht?
Daniel: Es ist permanent laut.
David: Der Stress. Du kannst dir nicht die Zeit nehmen, um aufzubauen, um zu wissen, ob du dich überhaupt hören kannst. Dementsprechend kommt es auf Festivals relativ oft vor, dass du auf der Bühne stehst, anfängst zu spielen und merkst – oops – es läuft noch gar nicht alles.
Nils: Du bist sozusagen den äußeren Umständen einfach ausgeliefert. Was auf einer eigenen Tour eher nicht der Fall ist.
David: Oder wenn du super erfolgreich bist.

Ihr habt als Schülerband angefangen und macht jetzt nach einigen Jahren immer noch zusammen Musik. Hattet ihr auch mal Zweifel, ob ihr weiterhin als Band zusammen spielen wollt?
David: Mh, nee. Eigentlich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Wir haben noch sie darüber geredet, dass wir irgendwie Zweifel hätten. Man hat natürlich immer Phasen, wo man gut oder schlecht drauf ist. Aber da ist man dann halt zusammen gefrustet oder zusammen nicht gefrustet.
Nils: Oder ein Teil von uns ist gefrustet und die anderen müssen das dann wieder wettmachen. Oder man holt sich halt gegenseitig aus der Scheiße raus.
David: So ein kreativer Schaffensprozess – ich glaube, man kann sich das immer gar nicht so vorstellen – ist emotional echt beeinträchtigend. Das ist echt krass, was das mit einem macht. Weil man ja unter Druck steht, sich Mühe gibt. Und wenn es halt tagelang nicht läuft, dann bist du wirklich scheiße drauf.

Ihr macht nicht nur zusammen Musik, ihr wohnt auch zusammen in einer WG. Geht man sich da nicht irgendwann mal auf die Nerven?
David: Ja! Aber alles im Rahmen des Erträglichen.
Nils: Wie wenn du mit ganz normalen, anderen Leuten in einer WG lebst.
Irgendein Mann, der auch mit am Tisch sitzt: Eure WG ist schon geiler!
Nils: Wir sind zu sechst. Ich hab auch nie in einer anderen WG gewohnt, deswegen kann ich das nicht so beurteilen, aber ich finde meine WG eigentlich schon ziemlich nice.

Ich weiß, dass Masha Sedgwick, eine der bekanntsten deutschen Modebloggerinnen, ein großer Fan eurer Musik ist (hier der Beweis). Welche Berühmtheit hättet ihr gern als Fan?
David: Angela Merkel, Berlusconi, Money Boy…
Daniel: Ich fänd’s richtig krass, wenn mich ein Junkie aus Detroit kennen würde. Achso…es geht um berühmte Leute.
Nils: Furan…D’Angelo, Grizzly Bear…
Daniel: Ich fände es cool, wenn die Leute von Rammstein mich feiern würden.
David: Die Leute von Phoenix.
Nils: Homer Simpson.
Daniel: Boah, wenn wir in den Simpsons vorkommen würden!
Nils: Oder South Park. South Park wäre auch cool.
David: Auf jeden Fall Simpsons.

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Ihr seid auch ein Fan von Pool? Hier könnt ihr sie in nächster Zeit live sehen:
07.09.2015 – Doc Martens ‚Stand For Something‘-Tour @ Molotow – Hamburg
19.09.2015 – Nürnberg Pop Festival – Nürnberg

Website: http://www.poolofficial.com/
Facebook: https://www.facebook.com/PoolOfficial

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