Manchmal gibt es diese Momente, in denen ich mir denke: „Augsburg, du kleine Großstadt, du kannst es definitiv mit München, Berlin oder London aufnehmen. Mindestens!“ So auch vergangenen Samstag wieder. Nach Griswolds Konzert im Musicland bin ich weiter zum Provino Club, wo ein neuer Schwung Videos zu den Kegelbahnkonzerten aufgezeichnet wurde. Vor gut einem halben Jahr wurden zum ersten Mal Musikvideos auf der alten, aber wunderschönen Kegelbahn gedreht. Damals waren We Destroy Disco, BassassdaIndia, Sedna And Makemake, The Wolle sings und Tanja Kitzberger am Start (die Videos kann man sich auf dem Youtube-Kanal der Kegelbahnkonzerte ansehen).

Letzten Samstag wurden dann Songs von fünf weiteren Augsburger Bands aufgenommen. Das Ganze fühlte sich wie ein kleines Festival an und war doch mal etwas ganz anderes als ein typisches Konzert. Jede Band spielte nämlich nur zwei Songs, wovon der eine für’s Video wiederholt wurde. Für den Fall, dass was schief geht. Also insgesamt drei Songs. Der andere war zum Warmspielen oder für zwischendrin zum Auflockern. Danach Umbaupause – davor eine Anmoderation, ja man könnte es schon fast Laudatio nennen, von einer jeweils nicht unbekannten Person der Augsburger Musikszene. Wobei die von Christoph (Verein Raumpflegekultur, der das Provino betreibt) mit seinem Glitzerjäckchen über Benni Benson wohl eindeutig die Beste war und für jede Menge Lacher sorgte. Überall waren Kameraleute, neben mir, in der Ecke gegenüber und einer filmte mir mehr oder weniger über die Schulter. Das hat mich mindestens genauso nervös gemacht wie die Musiker auf der Bühne…äh, Kegelbahn.

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Den Anfang machten San Antonio Kid, die mit ihren Schnauzbärten, den cowboymäßigen Klamotten und nicht zuletzt ihrer countryinspirierten Musik auch in einem Quentin-Tarantino-Film eine ganz gute Figur machen würden (man sollte ihm vielleicht einen kleinen Tipp geben…nur für den Fall, dass er gerade nach Musik für „Django Unchained 2“ sucht). Danach folgten King The Fu, deren Musik mir sooo gut gefällt. Manchmal hab ich sofort ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn ich Musik höre. Und auch wenn es echt peinlich ist, aber die von King The Fu klingt so locker und fröhlich, irgendwie rein und klar wie ein Gebirgsquell. Okay, ihr dürft jetzt auch lachen. So, ihr habt euch wieder gefangen? Gut, weiter im Text. Für die letzten drei Sessions stand eigentlich jedes Mal fast die selbe Formation auf der Bühne. Benni Benson, Der Herr Polaris und Carpet sind irgendwie eins, zumindest optisch. Wobei mir die Musik von Carpet leider nicht so wirklich gefällt. Ist mir ein bisschen zu sphärisch, etwas zu sehr Notwist, die ich ja nicht so bombe finde. Dem restlichen Publikum gefiel es aber durchaus. Die Leute konnten gar nicht genug bekommen und applaudierten und jubelten, egal ob die Kameras gerade liefen oder nicht. Ansonsten kann man nur noch sagen: Wenn Benni Benson mit auf der Bühne steht, gibt’s immer was zu lachen. Faxen machen, egal ob beabsichtigt oder nicht, kann der nämlich – neben der Musik – auch ziemlich gut. Ich hoffe ja, dass die Kameras das aufgenommen haben und irgendwer ein Outtakes-Video daraus bastelt.

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