Konzert: Lasse Matthiessen – 09.10.2015 – Soho Stage

Hm, Freitagabendkonzerte sind anstrengend. Meine letzte Woche war gut voll und nicht gerade ruhig. Dementsprechend müde war ich dann am Freitagabend. Am liebsten hätte ich mich auf die Couch gelegt und erst mal ne Runde geschlafen, aber für Lasse Matthiessen hab ich mich doch noch auf den Weg zur Soho Stage gemacht.

Das Konzert sollte um halb neun anfangen und ich stand Punkt 20:30 Uhr an der Garderobe. Vom Keller her hörte ich aber schon Musik und klatschendes Publikum. Auf meine Frage hin wie lange er schon spielt, antwortete mir der ziemlich verplante Typ bei den Jacken: „So etwa eine Viertelstunde.“ Na supi. Gut, dann gleich mal runter. Wenn man was vom Support verpasst, ist das ja nicht so wild. In dem Fall aber schon. Auf der Bühne stand Andi alias One Boy Army, der genauso wie ich aus Schrobenhausen kommt. Den hätte ich schon gern von Anfang an gehört. Vom Sound her war das typische Singer-Songwriter-Musik, die sehr nach einer Metropole wie New York klingt. Und dann spielt er doch wirklich einen Song, der Williamsburg heißt – also genauso wie der Stadtteil in Brooklyn. Wie passend auch, dass One Boy Army in ein paar Wochen tatsächlich in New York auftreten wird. Zum Schluss spielte er noch seinen persönlichen Lieblingssong und um kurz vor neun räumte er die Bühne.

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Nach einer wirklich kurzen Umbaupause – das waren nicht mal zehn Minuten! – ging es schon mit Lasse Matthiessen und seiner Band weiter. Die Soho Stage war ganz gut gefüllt. Auf jeden Fall boten wir wohl einen erfreulicheren Anblick als das Publikum bei seinem Tourauftakt in Ravensburg am Tag zuvor. Darüber riss er schon zu Beginn einen kleinen Witz. Von denen folgten die nächsten zwei Stunden noch einige mehr. So gut wie jede kleine Geschichte zwischendrin brachte das Publikum zum Lachen. Ganz untypisch für einen Singer-Songwriter, die ja sonst eher für ihre melancholischen, traurigen und nachdenklichen Songs bekannt sind. Generell muss ich sagen: Ein Hoch auf Lasse Matthiessen, der mich mit seiner Musik wirklich überrascht hat! (Mit seinen vier Gitarren aber auch. Welch Dekadenz!) Er kann nämlich nicht nur still sein, sondern auch mal vor lauter Leidenschaft und Temperament ins Mikro schreien oder auf der Stelle springen. Irgendwo hat mal jemand geschrieben, dass Lasse Matthiessen eine hohe Stimme hätte. Pah, ganz und gar nicht. Seine tiefe Stimme passte so gut zu seiner nordisch und kühl klingenden Musik. Dazu noch seine neue Autoharp. Wundervoll! Am besten hat mir ja sein einziger Song mit dänischem Text gefallen. Der war so eingängig, auch etwas schneller und vor allem der Schlagzeuger konnte hier mal richtig Gas geben.

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