Diese Woche war turbulent. Es gab einige Hochs und Tiefs und mittlerweile bin ich einfach nur noch urlaubsreif. So war ich dann am Donnerstag schon fix und alle und hätte mich nach zehn Stunden in der Arbeit am liebsten auf die Couch gelegt und nix mehr gemacht. Aber Kytes spielten in der Soho Stage und die wollte ich auf jeden Fall sehen. Un-be-dingt! Also Jacke an und nichts wie raus!

Pünktlich um acht waren wir vor Ort, aber Kytes ließen sich ganz schön Zeit und starteten ihr Konzert erst kurz nach neun. Wir scherzten derweil, dass sie mit gerade mal einer EP und einer noch sehr jungen Bandgeschichte wahrscheinlich nur eine Hand voll Songs hätten und deswegen so spät anfangen, damit sie trotzdem wie jede andere Band um zehn das letzte Lied spielen. Tja, falsch gedacht. Tatsächlich hatten die Jungs so viele Songs am Start, dass ich es schon fast schade finde, dass auf der EP gerade mal fünf davon gelandet sind. Ich bin nämlich mittlerweile ganz schön verliebt in die Musik von Kytes. Die klingt so happy, hat so viel Energie und Schwung, dass du sie hörst und gar nicht anders kannst, als gut drauf zu sein! Deine Füße tanzen praktisch ganz von allein. Mich erinnert die Musik total an die von Hello Gravity, die die erste Band war, die mich mit Indie in Berührung brachte. Leider haben die sich inzwischen aufgelöst.

Na ja, Gott sei Dank gibt es jetzt Kytes! Da tut es auch der Sache keinen Abbruch, dass sich der Sänger/Gitarrist gleich am Anfang vom zweiten Song ganz schön verspielt hat. Da zuckte mir sogar kurz das Auge. Aber wie gesagt: Das war sowas von egal. Die Soho Stage war voll bis auf den letzten Platz und alle tanzten. Auf der Bühne genauso. Die schien sogar viel zu klein für Kytes zu sein. Michi, der Sänger, platzte ja fast vor Energie, tanzte, wirbelte herum und boxte Mikros und Bandkollegen über den Haufen. Als er dann im Refrain von On The Run sang „cause you’re so slow mo and I’m outta control“ musste ich schmunzeln. Treffender hätte man es nicht sagen können.

Nach Inner Cinema als Zugabe verkündeten sie, dass es das jetzt war, weil sie alle Songs gespielt hätten und definitiv keine weiteren existieren. Und von dem Punkt an wurde es eeetwas weird. Die Band verschwand, nur der Sänger blieb und brachte das Publikum auf geschickte Art dazu „Groundsound“ zu rufen und damit die Band zurück zu holen. Keine Ahnung was Groundsound bedeutet. Auch meine beiden Bekannten, die beim Radio arbeiten, wussten es nicht, was mich hinsichtlich meiner Unwissenheit enorm beruhigte. Auf jeden Fall kam die Band zurück und spielte noch zwei Songs. Beim letzten bildete sich dann aber einer vor mir ein, alle dazu animieren zu müssen, jetzt in die Hocke zu gehen, und zog mich ziemlich grob am Arm. Na gut. An einer äußerst unpassenden Stelle sprangen dann alle in die Höhe und fingen letzten Endes sogar noch an zu pogen. Also irgendwo muss da zum Schluss hin ne Sicherung durchgebrannt sein. But how cares. Bei der Musik kann ich das sogar sehr gut verstehen.

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