Oh je. Wahrscheinlich sollte ich gar nicht darüber schreiben. Es ist schon fast zu peinlich, wie das gestern abgelaufen ist. But who cares?!

Ihr erinnert euch vielleicht noch…der ursprüngliche Plan war: zuerst Weihnachtsfeier der Crew vom Modular Festival, danach weiter zum Jubiläumskonzert von Band des Jahres. So einfach wie ich mir das vorgestellt habe, lief das nur leider nicht ab. Wer mir auf Instagram folgt, konnte das Ganze sogar live miterleben.

Bei der Weihnachtsfeier hab ich viele Leute vom Festival wieder getroffen. Manche sind mittlerweile zu sehr guten Freunden geworden, viele treffe ich ab und zu bei Konzerten, mit manchen stehe ich regelmäßig im Kontakt. Das ist echt schön, dass sich aus der „Arbeit“ auf dem Festival nicht nur Bekanntschaften sondern auch richtige Freundschaften gebildet haben. Letztes Jahr spielten bei der Weihnachtsfeier We Destroy Disco und wir vermuteten, dass auch dieses Jahr eine Band auftreten würde. Wir haben also Anna, die Programmkoordinatorin des Festivals, gelöchert, bis sie uns verraten hat, dass Mundhaarmonika spielen werden. Zumindest haben wir das verstanden, oder wollten es so verstehen. Hey, haben wir uns vielleicht gefreut! Die Band ist halt einfach mega gut! Die wollten wir nicht verpassen. Aber wir wollten auch zu Band des Jahres.

Der Plan wurde also kurzerhand geändert. Weihnachtsfeier, Band des Jahres kurz auschecken, dann wieder zur Party zurück. Okay, also wir mit dem Auto zum Glyzerin gefahren. Dort fing das Ganze schon mal mit ner halben Stunde Verspätung an. Es wurde zu Beginn auch erst mal viel moderiert, erzählt und ein Pokal vergeben. Dann spielte die erste Band. Real Deal, die Sieger von 1987. Mit Verlaub gesagt, nun schon etwas ältere Herren. Meins war es nicht. Laut, rockig, viel Geschepper und der Sänger hat überall hingesungen nur nicht ins Mikro. Nach dem ersten Song sind wir wieder zurück zur Weihnachtsfeier, weil da ja jetzt angeblich Mundhaarmonika spielen sollen!

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Dort angekommen lief noch die Versteigerung der Überraschungspakete. Der Erlös ging komplett an das Projekt Übergepäck eines Flüchtlings. Wir haben also gewartet und Stollen gegessen. Manche waren schon gut betrunken. Ich stand mit ein paar Jungs zusammen, hab mich mit ihnen unterhalten. Einer freute sich riesig über die Flasche Pfeffi, die ihm der Barkeeper geschenkt hat. Ich drehte mich für zwei Sekunden weg, lies den Blick über den Garten schweifen…und hörte Glas zersplittern. Und meine Hose war plötzlich so nass. Pfeffi überall…das meiste auf dem Boden, aber auch viel auf meiner Hose und meinen Schuhen. Ich seh sowas ja echt nicht so eng. Blöd war nur, dass ich die Hose fünf Stunden vorher frisch von der Wäscheleine genommen hatte und mir noch dachte: „Soll ich die heute wirklich anziehen? Vielleicht schüttet mir einer was drüber? Ach was! Das ist dir noch nie passiert!“ Ich vermute, das Schicksal hat mich gehört.

Auf jeden Fall: bald kam die Band und wir wunderten uns schon, dass die so gar nicht nach Mundhaarmonika aussehen. Uns wurde dann recht schnell klar, warum. Weil es Muntermonika waren. Didüm. Statt Deutsch-Hip-Hop also Mundart-Gitarren-Pop-Dingsda. Wir waren nicht überzeugt und fuhren wieder zurück zum Jubiläumskonzert von Band des Jahres. Da sollten heute auch Die Herren Polaris spielen und die wollten wir unbedingt sehen. Ein Herr Polaris ist ja schon wahnsinnig gut. Wie wird das dann erst bei vier sein?!

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Wir kamen an und es spielte gerade noch Andreas Kalb, der gar nicht auf dem Plan stand und dessen Musik ich auch leider absolut nicht abkann (der letzte Song hieß Ich will so gerne einmal dein BH sein – mehr muss ich nicht sagen oder?). Leider hatten wir Die Herren Polaris verpasst. Da bin ich immer noch sehr traurig drüber. Dafür hab ich Adulescens live gesehen, die danach ihren Auftritt hatten und mal wieder richtig gut waren (Wann kommt endlich deren Album raus?). Und wenn wir schon mal da waren, dann haben wir uns Wunderwelt eben auch noch angeschaut. Zumindest den ersten Song. Aber ich wusste es ja schon im Vornherein: Nein, die sind einfach nix. Wenn man schon den Anfang voll verkackt…Und ich sag nur: Nicht mal frisch gewaschene Haare hat sie. Wir Mädels können schon echt fies sein.

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An dem Abend haben wir also echt viel gesehen, nur leider nie das, was wir eigentlich sehen wollten. Der krönende Abschluss war, dass wir nochmal zurück zum Modular sind. Aber nur weil da noch mein Fahrrad stand…

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