Heute geht es ausnahmsweise mal nicht um ein Konzert, sondern um eine Lesung. Doch zumindest ist der Autor des Buches Musiker. Thees Uhlmann war in der Kantine zu Gast und hat aus Sophia, der Tod und ich vorgelesen. Somit war also auch der Ort des Geschehens einer, den ich normalerweise für Konzerte aufsuche. Aber…eine Lesung in der Kantine? STÜHLE in der Kantine?! Ganz ehrlich, das konnte ich mir nicht vorstellen. Dafür ist der Laden doch viel zu…naja…abgefuckt. Aber es passte. Und zu Rocker Thees Uhlmann ganz besonders. Nur ein bisschen kalt war es. Mimimi…

Ich hab’s leider nicht geschafft, vorher einen Blick in das Buch zu werfen. Den Klappentext hatte ich irgendwann mal gelesen, aber schon wieder halb vergessen um was es ging. Um einen Roadtrip. Mit dem Tod und Sophia. Und es soll sehr gut sein.

Dass ich so ahnungslos war, war aber absolut kein Problem. Thees fing auf der ersten Seite an zu lesen, streute hier und da private Geschichten ein, fasste ein paar Kapitel zusammen, las wieder mehrere Seiten, erzählte wieder, erzählte noch mehr und las wieder weiter. Und wie er vorgelesen hat! Mit teilweise verstellter Stimme und durchaus schauspielerischen Quälitäten und vor allem mit ganz viel Witz. Ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus und musste lachen und grinsen bis mir – ungelogen – der Mund weh tat. Fast noch besser waren eigentlich die Geschichten, der er zwischendrin erzählt hat. Von seiner Mama, die manchmal unangekündigt zu Besuch kommt. Von seinen Ausflügen nach Hamburg, wo er mit seinem Kumpel an Montagabenden Fußballspiele besucht. Von seiner Lektorin und wie es zu diesem Buch kam. Immerhin hat es ja ganze zwölf Jahre gedauert, bis Sophia, der Tod und ich mal fertig war. Da hätte ich mich wegschweißen können vor Lachen!

Ich liebe es ja Geschichten zu hören. Und den guten Thees macht es so unglaublich sympathisch, dass er sich beim Erzählen selbst überhaupt nicht ernst nimmt. Bei seinem kleinen Exkurs zur -2 (er stellt sich vor, dass die Zahl das mega abfeiert endlich auch mal genannt zu werden) dachte ich mir: „Yeah, jemand der genauso bescheuerte Gedanken hat wie ich!“

So! Und ich seh jetzt zu, dass ich ganz bald dieses Buch lese. So lange ich noch Thees‘ Stimme im Ohr habe, die dieses Werk noch unterhaltsamer und lustiger macht. Meine Ausgabe ist jetzt sogar signiert. Noch so ein Pluspunkt für Thees: jedem hat er eine andere, persönliche Widmung reingeschrieben. Wie ein Freund schon so passend sagte: “Rockstargott, bester Texter, Thees Superheld!”

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2 thoughts

  1. Auf diesen Beitrag hab ich mich ja schon lange vorgefreut! Thees‘ Lesung hier war mir ein bisschen zu teuer, aber ich konnte mir schon vorstellen, dass das richtig gut wird. Kann dir das ganze Buch nur wärmstens ans Herz lesen. Selbst ohne „Aufführung“ ist das Buch großartig!

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