Husbands - egoFM Fest - Princess Pietsch - München

Konzert: egoFM Fest – 01.04.2016 – Muffatwerk

Die gute Nachricht: das egoFM Fest war wirklich kein Aprilscherz! Die schlechte: wir kamen leider recht spät an und haben somit den ersten Act fast komplett verpasst. Wobei das jetzt keine sooo schlechte Nachricht ist, da mich The Black Submarines schon bei meiner vorhergehenden Recherche nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Als wir in die Muffathalle kamen, steuerte die Band schon auf das Ende ihres Sets zu. Es war rockig und laut und eigentlich hab ich gar nicht wirklich was mitgekriegt. Außer dass ich noch nie jemanden beim Tamburinspielen so hab abgehen sehen!

KID OK – das Soundsystem von OK KID – haben wir auch nicht mehr gesehen, aber egal. Wir sind noch kurz raus, um eine Freundin einzusammeln und dann sofort wieder rein und sicherten uns gute Plätze für Roosevelt. Die Band kam auf die Bühne und ich verabschiedete mich kurz, um ein paar Fotos zu machen. Kamera raus und ab in den Bühnengraben. Der Securitymann schaute etwas irritiert wegen meiner Fotoerlaubnis, die quasi nur aus dem handgeschriebenen Wort „Foto“ auf der Eintrittskarte bestand – jaja, mir kam das ja beim Einlass auch schon irgendwie komisch vor – aber ich durfte durch. Fotografierend hab ich mich dann von links nach rechts rübergearbeitet, wo ich prompt von einem anderen Security angesprochen und rausgeworfen wurde, weil: ohne rotes Band darf er mich da nicht reinlassen. Äh…okay. Da half leider alles erklären nix.

Mir war’s dann in dem Moment ziemlich wurst, denn ich wollte erst mal nur das Konzert genießen. Die Musik von Roosevelt ist so richtig schön smooth und trotzdem super zum Tanzen geeignet, was wir natürlich die ganze Zeit gemacht haben. Meine Begleitung und ich haben sogar festgestellt, dass wir ihn vor ein paar Jahren als Vorband von Kakkmaddafakka in genau der selben Halle gesehen haben. Nur kannten wir beide uns damals noch gar nicht. Hach, Musik verbindet! Mittlerweile hab ich Roosevelt schon zum xten Mal live gesehen, doch nach wie vor sind die einzigen mir bekannten Songs Night Moves und Sea. Letzteres klingt aber mittlerweile deutlich anders. Zwischendrin packt er einen kurzen Technopart rein, dem er anschließend mit der E-Gitarre noch ordentlich Drive gibt. Hammer!

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Anschließend gingen wir kurz raus, weil ich das Hickhack mit den Fotos klären wollte. Mehr oder weniger wurde ich schon mit den Worten „Du bist doch die Prinzessin, oder?“ begrüßt. Yay! Ich würde sagen: Lebensziel erreicht! Wir konnten das glücklicherweise fix klären und alle waren super nett. Die Securitys hatten nur einfach keine Ahnung.

Beruhigt stürzte ich mich wieder ins Getümmel. Im Ampere spielten schon Husbands und ich würde lügen, würde ich behaupten, dass sie nicht mein persönliches Highlight des Abends waren. Vorher hatte ich sie gar nicht auf dem Schirm, aber live sind sie wirklich unglaublich! Vor allem der Sänger, der rumzappelte, sprang, seine Locken hin- und herwarf und einfach voll abging! Immer wieder tänzelte er auf den letzten Zentimetern der Bühne und fiel dabei fast ins Publikum. Er lies es sich auch nicht nehmen den Frauen in der vordersten Reihe seinen Po entgegen zu strecken und lasziv zu tanzen. Bei all dem Wirbel hätte es mich nicht gewundert, wenn er sich letzten Endes mit dem Mikrokabel stranguliert hätte. Denn zum Schluss ging er noch durchs Publikum, das ihm jedoch gekonnt alles hinterhertrug und am Ende wieder auf die Bühne warf. Die beiden anderen Bandmitglieder wirkten dahingegen mit ihren Sakkos und Krawatten etwas steifer, ja fast korrekt. Das Konzert war – ohne Scheiß – überragend! Die Zuschauer schrien danach sehnsüchtig und aus voller Überzeugung nach einer Zugabe (nicht so wie bei den anderen Acts, wo das mehr aus Anstand passiert). Da standen Husbands noch neben der Bühne und freuten sich sichtlich, doch der Zeitplan lies es leider nicht zu. Schade. Schade auch, dass es nirgends Merch der Franzosen zu kaufen gab. Ich hätte mir zu gern eine CD mitgenommen.

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Nebenan spielten mittlerweile schon Claire, wir wollten aber erstmal ein bisschen verschnaufen und blieben weiter hinten stehen anstatt uns nach vorne durchzukämpfen. Auf der Bühne wirbelte Sängerin Josie-Claire ihren Pferdeschwanz durch die Luft, unterstrichen von einer ziemlich guten Lichtshow, die dem ganzen noch mehr Power verlieh.

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Mittlerweile war es kurz vor zwölf und als letztes Konzert stand Chefket auf dem Plan. Allein durch seinen Song Lass gehn hatte ich mir ja einiges erhofft, aber ich fand’s dann einfach nur eintönig. Kein anderes Lied kam an die Nummer ran. Noch dazu hatte ich ständig den Eindruck, dass die Backgroundsängerin irgendwie schief sang. Also es war jetzt nicht komplett falsch, aber so wirklich richtig klang es halt auch nicht. Ein bisschen Abwechslung brachte die Streetdance-Gruppe einer Münchner Tanzschule auf die Bühne, die er anscheinend recht spontan für den Auftritt engagiert hatte. Ein Zuschauer durfte sogar den Running Man on stage performen und Chefket kümmerte sich anschließend persönlich darum, dass er stagedivend und sicher die Bühne verließ („Ah, da hinten ist ne Lücke, die müssen wir noch schließen, nicht dass du da dann runter fällst“). Bei uns war jedoch langsam die Luft raus, wir waren echt platt. Wir überlegten schon, uns auf den Heimweg zu machen, da stimmte er Lass gehn an. Den Song nahmen wir natürlich noch mit, doch danach beschlossen wir: Komm, lass gehn!

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