Myousic #8 – Doro

Es geht weiter mit Myousic! Heute möchte ich euch Doro, meine Gesangslehrerin, vorstellen und natürlich taucht auch sie irgendwo im Hintergrund meiner eigenen Musik auf. Seien es die Songs, die ich selbst schreibe, oder die, die ich cover.

Bei Doro bin ich ebenfalls seit gut einem Jahr, denn unglücklicherweise haben mich damals mein Klavierlehrer und meine Gesangslehrerin fast gleichzeitg „verlassen“. Ich muss gestehen: am Anfang war ich skeptisch. Äußerst skeptisch. Ob das denn überhaupt was wird mit Doro und mir. Ihr müsst nämlich wissen, dass sie aus dem klassischen Bereich kommt und alles was wir im Unterricht machen, dort seinen Ansatz hat. Dagegen hab ich mich anfangs etwas gesträubt, denn ich will doch Popsongs singen. Aber weil ich weiß, dass solche Veränderungen viel bringen können, hab ich dem Ganzen eine Chance gegeben und siehe da: mittlerweile fühle ich mich wie ein fluffiger Sopran! Wohingegen ich vor einem Jahr schon froh war, wenn ich überhaupt eine einzige Oktave sauber singen konnte. Und soll ich euch was sagen: gerade machen wir im Unterricht ein klassisches Stück. Ich sing irgendwas auf italienisch und hab keine Ahnung, um was es geht. Und es ist einfach geil!

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Dorothee Velten, 32 Jahre alt

Welcher ist dein aktueller Lieblingssong?
Mein aktueller Lieblingssong ist Funeral von Lukas Graham. Ich find das ganz herzig. Ne Schülerin hat mir den Song 7 Years gebracht – den ich ziemlich cool fand, weil der so bounct – und dann hab ich mir das Album runtergeladen und fand die Idee ziemlich geil: Ein Lied über das eigene Ableben, das aber total positiv ist!

Hast du einen universellen Tipp fürs Singen?
Wenn es sich scheiße anfühlt, klingt es meistens auch scheiße! Und was sich frei und mühelos anfühlt, also was nicht weh tut sondern von alleine kommt, hat meistens mehr die Chance zu wachsen. Ohne dass man es überforcieren muss, sondern quasi den Ton auf dem Atem surfen lässt. Denn wenn der Atem stoppt, dann stoppen die Töne und dann müssen wir basteln, dann müssen wir schieben, drücken, festhalten, dass die Töne überhaupt kommen. Und wenn der Atem fließt und die Töne einfach mitnimmt, kannst du im Prinzip alles damit machen. Und – ganz wichtig: Was ich mir vorstellen kann als Ton und für mich mit meiner Stimme, das kann ich erzeugen. Also immer erst die Vorstellung und dann folgt alles andere.

Was wäre für dich schlimmer: Nur noch sehr schlecht hören oder kaum mehr sprechen zu können?
Sehr sehr schlecht hören. Weil wenn ich nicht mehr sprechen kann, dann kann ich es immer noch aufschreiben. Aber wenn ich nicht mehr gut hören könnte, dann wäre mein Lebenssoundtrack weg – das was mich den ganzen Tag begleitet. Und dann würde ich nichts mehr mitkriegen, was so um mich rum passiert. Ich glaube, raubt man mir mein Gehör, wäre ich der unglücklichste Mensch aller Zeiten. Mein Leben wäre dann echt inhaltlos. Weil mein Job als Pädagogin besteht ja z. B. auch darin, in erster Linie zuzuhören – und dann einen Tipp geben. Wenn ich gar nicht hören würde, was ihr so macht, dann kann ich auch keinen Tipp geben. Das wäre ganz schrecklich. Ich glaube, ich würde mir die Kugel geben, wenn ich nicht mehr hören könnte.

4 Gedanken zu „Myousic #8 – Doro“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s