Konzert: Farewell Dear Ghost – 18.04.2016 – Huxley’s Neue Welt

Musikliebhaber machen komische Dinge. Musikblogger noch viel komischere. Wie schon angekündigt bin ich nämlich letztes Wochenende extra bis nach Berlin gefahren, um Farewell Dear Ghost live sehen zu können, die jedoch beim Konzert von Nada Surf am Montag „nur“ die Vorband waren. Wobei das aber auch den großen Vorteil hat, dass quasi mein Hauptact gleich als erstes auf der Bühne stand. Kein langes Warten. Und das war an dem Abend wirklich gut. Vom vielen Laufen und Sightseeing (der Teufelsberg hat seinen Namen nicht umsonst!) war ich nämlich ganz schön platt. Gut, dass das Huxleys nur gefühlt fünf Meter von der Wohnung entfernt war.

Farewell Dear Ghost starteten ihr Set mit All Of Me, meinem Lieblingssong. Schon zu Beginn gaben sie Vollgas, sparten auch nicht bei den Gitarren und bewegten sich routiniert und trotzdem frei und locker auf der Bühne. Danach folgte We Were Wild Once. Glaube ich. Denn innerhalb der ersten drei Songs wurde mir klar, was ich eigentlich schon länger unbewusst wahrgenommen hab: klingt alles sehr ähnlich. Vor allem nachdem wir zwei Abende zuvor stundenlang die Songs der Band in Dauerschleife gehört haben, werde ich den Verdacht nicht los, dass da viele Lieder auf dem gleichen Grundgerüst an Akkorden aufbauen. Trotzdem war es fantastisch! Mit ihrem energiegeladenen Auftritt haben sie schon mal super Stimmung in der Location verbreitet. Und zum Song Violet boten sie sogar noch eine kleine Special-Performance. Während der Gitarrist ans Schlagzeug wechselte, übernahm der Drummer eine einzelne Trommel, auf die er mit vollem Engagement eindrosch. Das bewegte sogar das Publikum zum mitklatschen.

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Bei Nada Surf ging es dann schon etwas gemächlicher zu. Den Männern, die durchaus meine Väter sein könnten, merkt man ihr Alter halt an. Da wird nicht mehr fröhlich rumgeprungen und mal hier hin oder dort hin spaziert. Da bleibt man auf seinem Platz stehen. Dafür haben die Leute um mich rum die Band so dermaßen gefeiert, dass vor lauter Tanzen der Boden angefangen hat zu bouncen. Hatte was von ner Hüpfburg…Als ersten Song spielten sie Cold To See Clear – den einzigen Song, den ich von Nada Surf kenne. Alles danach hat mich dann nicht mehr so wirklich vom Hocker gerissen. Vielleicht war ich auch einfach schon zu müde. Es passierte aber auch einfach nicht wirklich viel auf der Bühne, dass meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte. Gut, Sänger Matthew Caws, der mich im Übrigen total an Samu Haber von Sunrise Avenue erinnerte, erzählte hin und wieder ganz witzige Anekdoten aus seinem Leben. Immer wieder hinsehen musste ich auch beim Bassisten, der mit seinen Dreadlocks einfach eine Wahnsinnsmähne aufhatte. Irgendwie hatte er auch ständig ne Kippe im Mundwinkel hängen und hat sogar so gesungen. Ein Wunder, dass sie ihm nicht rausgefallen ist! Als die vier nach dem letzten Song von der Bühne gingen, war ich ehrlich gesagt ein kleines bisschen froh. Denn mittlerweile war ich richtig fertig und jetzt würde ja nur noch die Zugabe kommen. Falsch gedacht. Sie spielten ganze vier (!!!) Zugaben. Und auch danach war noch nicht Schluss. Sie verschwanden zwar von der Bühne, das Licht ging an, Musik spielte und alle machten sich auf den Weg Richtung Ausgang. Doch plötzlich waren die vier wieder da und die Leute sichtlich verwundert. Es folgten noch zwei komplett akustische Nummern, nur mit Gitarre und sogar ohne Mikro. Da hat es am Anfang schon ein paar Takte gebraucht, bis sich Nada Surf aufgrund all der Jubelrufe Gehör verschaffen konnten. Aber dann wurde es ganz still und alle lauschten. Manche sangen mit, aber nie so laut, dass die Band übertönt wurde. Ein wirklich wunderschöner Konzertabschluss. Und danach durfte ich endlich heim und schlafen!

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