Das zweite Wochenende in der Festival Zentrale ist rum und überraschenderweise bin ich nach vier Abenden im Einsatz weniger kaputt als befürchtet.

Los ging es schon Mittwochabend mit der Ausstellungseröffnung von Dominik Schumacher. Bei Kunst bin ich ja immer etwas skeptisch. Wer weiß was einen da erwartet, denn als Kunst wird ja viel bezeichnet. Aber die Bilder fand ich wirklich toll. Die Verbindung des Rustikalen mit den finsteren Gesichtern…das hat was.

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Am Donnerstag folgte dann mit Xavier Darcy der Auftakt zum Konzertmarathon. Und Maaaaann – war das gut! Ich wusste ja schon vorher, dass seine Musik entgegen aller Singer-Songwriter-Vorurteile zu weitaus mehr taugt als zum Einschlafen, aber das hätte ich wirklich nicht erwartet: einen jungen, witzigen und frechen Kerl, der die ganze Zentrale zum Tanzen brachte. Seine Songs sind aber auch echte Ohrwürmer, egal ob Cape Of No Hope, Writing To Natalie oder Les Enfants De La Crise. Irgendwann riss es jeden mit und der obligatorische Zwei-Meter-Abstand zur Bühne wurde immer weniger. Danach musste ich mir unbedingt noch eine EP von ihm mitnehmen. Die läuft jetzt in Dauerschleife.

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Am Freitag war mit Il Tempo Gigante ebenfalls ein Singer-Songwriter am Start und diesmal wurde es tatsächlich ruhiger. Am Anfang war es mir sogar fast zu ruhig. Als er dann aber anfing mehr zu loopen und auch andere Instrumente wie z. B. Glöckchen, Horn oder die Lap Slide Guitar (Danke Valentin – jetzt weiß ich endich, wie das Ding heißt) mitreinzubringen wurde es schon interessanter. In manchen Songs gab’s dann wirklich diese Momente, in denen ich mir dachte: Wow, verdammt – das ist echt genial! Der Arme war nur leider ganz schön angeschlagen und trank sogar auf der Bühne fast nur Tee. Bestimmt war er froh, dass das das letzte Konzert seiner Tour war und er danach endlich nach Hause konnte.

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Es wurde Samstag und meine Vorfreude irgendwann so groß, dass ich an dem Abend schon gegen fünf Uhr in der Zentrale aufschlug. Ganze vier Stunden zu früh. Dumm nur, dass mir erst zwei Sekunden vorm Konzert auffiel, dass ich meine Speicherkarte Zuhause im Laptop vergessen hatte. So ein Mist! Zum Glück wohn ich nur zwei Straßen weiter. Trotzdem ärgerlich, denn so hab ich den Anfang verpasst. Doch der Rest war so genial, das hat sofort wieder alles gut gemacht. Wow, einfach nur wow. Martin saß mit dem Rücken zu uns, links und rechts von sich verschiedene Tasteninstrumente positioniert. Mal spielte er nur auf einem, mal auf zwei gleichzeitig. Eigentlich interessant, dass ich normalerweise überhaupt kein Fan von Electromusik bin. Da haben schon viele erfolglos versucht mich zu überzeugen. Aber wenn jemand sowas live spielt und man merkt, dass das vorher nicht mit fünf Klicks am PC zusammen gebastelt wurde, dann bin ich hin und weg. Teilweise hatten die verschiedenen Effekte und Sounds eine solche Wucht, das war der Wahnsinn. Immer wieder musste ich feststellen, wie mir besonders schöne Stellen wie durch geisterhand ein Lächeln auf die Lippen zauberten. Ich konnte einfach nicht anders. Schon verrückt, dass Musik so glücklich machen kann.

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