Modular Festival Zentrale 2016 #4 – Review

Das war’s! Klappe zu, Affe tot. Die Festival Zentrale ist für dieses Jahr Geschichte. Ich bin ja schon ein kleines bisschen traurig darüber, weil es einfach ne coole Zeit war. Dafür geht’s jetzt aber staight aufs Festival zu! Doch vorher will ich euch noch erzählen, was am letzten Wochenende so passiert ist:

Am Donnerstag hab ich wohl so ziemlich alles an emotionalen Höhen und Tiefen mitgemacht, was nur irgendwie ging. Schon vor Wochen hab ich beschlossen, dass ich bei der Open Stage auftreten will. Also hab ich fleißig Songs geschrieben. Fehlte nur noch ein Instrument, da ich mein Klavier ja leider nicht mitnehmen kann. Das Angebot einer Freundin, dass sie ihr Keyboard mitbringen könnte, verlief irgendwie im Sande, wegen Stress und so (was ich voll nachvollziehen kann und ihr absolut nicht böse bin). Außerdem hatte ich dieses f*cking Pedal immer noch nicht gefunden. Deswegen hab ich am Vormittag beschlossen, das Ganze abzusagen. Ehrlich gesagt, ist mir da ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, weil ich einfach fett Panik geschoben hab. Alles war so stressig und fühlte sich nach einer Hauruck-Aktion an, die nur schief gehen konnte. Dann hat mir am Nachmittag Marius geschrieben, der den Abend moderierte, ob ich startklar wäre für meinen Auftritt. Ich hab dann zuerst mal ne Runde rumgejammert, bis er meinte, dass doch ein E-Piano da sei. Naaaaa toll. Also alles auf Anfang. Nach der Arbeit kurz zum Soundcheck gespurtet, fünfmal den Text vergessen, dann schnell heim, in ein neues Outfit geworfen und die Songs noch tausendmal gespielt. Irgendwas lief immer schief. Um kurz vor neun war ich dann vor lauter Aufregung schon völlig fertig. Zu allem Überfluss wurden die Teilnehmer nach und nach ausgelost. Ich wusste also nicht, wann ich dran sein würde. Und weil das Schicksal mir gerne noch eine mitgeben wollte, war ich tatsächlich die Letzte, die gezogen wurde. Was hab ich nur für ein Glück. Mittlerweile war mir aber alles recht egal. Vielleicht hat’s ja auch geholfen, dass mir alle so lieb Mut zugesprochen haben. Ich bin da rauf und hab das Ding gerockt. Oder so. Ich hab mich ein paar Mal verspielt, zwei Zeilen einer Strophe weggelassen, dafür einen Refrain gleich zweimal hintereinander gesungen. Komischerweise blendet man plötzlich alles aus, was so um einen rum passiert, wenn man da oben auf der Bühne steht. Trotzdem hab ich meine wackelige Stimme nicht unter Kontrolle gekriegt. Glaub ich zumindest. Das Video, das ich danach gesehen hab – oh Gott – wie schief ich geklungen hab! Vielleicht lag’s aber auch an der Videoqualität. Bestimmt lag es daran. Es war eine tolle Erfahrung und ich bin froh, dass ich es gemacht hab, aber so schnell kriegt mich niemand mehr auf eine Bühne und meine eigenen Songs motte ich vorerst auch ein.

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OMG – ich auf der Bühne!

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Am Freitag fand ein überraschend spontanes, aber wahnsinnig gutes Kopfhörerkonzert der Band Von Welt in der Zentrale statt. Dem Spektakel hab ich hier einen eigenen Blogbeitrag gewidmet, denn das war so gut, das hätte ich unmöglich in nur einem Satz beschreiben können. Später folgte Loisach Marci und auch der hat mich ganz schön überrascht. Ich bin ja schon fast rückwärts wieder aus der Zentrale rausgestolpert, als ich ankam und da einfach mal ein fett riesiges Alphorn mitten im Raum stand. Da hatte ich wieder kurz die Befürchtung, dass das ein grausiges Humptata-Konzert wird. Zumal Marci auch noch in Tracht auftrat. Aber was dann passierte…sowas kann man eigentlich kaum beschreiben. Das muss man selbst gehört haben, sonst glaubt man es nicht. Ich war echt beeindruckt wie cool das klingen kann, wenn man Elektro, HipHop, Glöckchen, Alphorn und Mundart-Rap miteinander verbindet.

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Am Samstag kam es dann etwas anders als erwartet. Es war der letzte Tag, an dem die Zentrale geöffnet hatte. Ich wollte feiern, Party machen, mir zwar nicht komplett die Kante geben (ich mein, sowas mach ich ja eh nie – ehrlich!), aber ausgelassen sein. Ich glaube, das wollten eigentlich alle. Aber es lag so eine komische Stimmung in der Luft. Dieser kleine Abschiedsschmerz. Es war einfach eine wunderbare Zeit, wir hatten so viel Spaß. Während der letzten Wochen hab ich einige tolle und coole Leute getroffen, Bekannte wurden zu Freunden und einige Freunde durfte ich noch besser kennen lernen. Ich könnte jeden einzelnen davon abknutschen.

Am Anfang war es also irgendwie komisch, obwohl einige Leute gekommen sind, nur um The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra live zu sehen. Bei einer so großen Band wurde es diesmal richtig eng auf der Bühne. Immerhin gehören neben den „normalen“ Instrumenten auch drei Bläser und ein Akkordeonspieler zur Band. Meine kleine Melancholie hielt dann gar nicht mal so lange an. Irgendwann stand ich doch in der ersten Reihe und hab getanzt, wie zig andere auch. Bei Skydrunk kann man einfach nicht anders. Ist halt auch einfach zu geil mit diesem mega Bass und der Posaune! Und der Trompete. Und ich steh ja voll auf Saxophon!

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