Please Madame – Ship A Dollar To Europe

Ich bin zurück! – Jetzt schon? – Hmpf, ja…fragt nicht.

Was mit großer Euphorie und wunderbaren Tagen in Malmö, Göteborg und Stockholm begann, endete leider nicht ganz so glamourös. Ungefähr zu Beginn der dritten und letzten Woche in Schweden beging mein Smartphone mitten in der Nacht Selbstmord. Wenn es mir nur wenigstens runtergefallen wäre oder was in der Art, aber nein…Es ging einfach von alleine aus und lies sich nicht mehr anschalten. Und so saß ich dann da, mitten im nirgendwo im Norden von Schweden – ohne Handy! Zu allem Überfluss wurde ich dann auch noch krank. Ich, die sonst höchstens einmal im Jahr an einer maximal leichten Erkältung leidet, muss mitten in Schweden Hals- und Ohrenschmerzen samt fetten Schnupfen bekommen. Und dann war ja auch noch mein Handy im Arsch, sodass ich mich nicht mal bei Mama hätte ausheulen können.

Also beschloss ich, die Heimreise etwas früher als geplant anzutreten und kann deswegen heute schon wieder vor meinem Laptop sitzen und bloggen. Könnte Schlimmeres geben. Zum Beispiel 28 Stunden Zugfahrt ohne Musik überleben müssen. Weil ja Handy kaputt. Das ist nicht schön, sag ich euch. Das ist grausam. Normalerweise gehen mir auf Reisen immer meine Kopfhörer kaputt. Selbst das ist unglaublich ärgerlich, wäre mir aber diesmal echt lieber gewesen. Denn auch wenn auf dem eBook-Reader 1000 Seiten warten, um gelesen zu werden, und vorm Zugfenster die schönste Landschaft auftaucht und wieder verschwindet…irgendwann wird selbst das langweilig. Dann sitzt man da, krank und zusammengekauert auf dem unbequemen Platz, die Pobacken tun einem vom vielen Sitzen schon seit Stunden weh und eigentlich möchte man nur noch seine Lieblingsmusik hören. Hat aber nur einen Ohrwurm von dem einen Song im Kopf, den man in den letzten Wochen schon viel zu oft gehört hat. Na gut, besser als nichts. Bis man an die eine Stelle kommt, an der man den Text nicht mehr weiter weiß und der Ohrwurm wie eine hängengebliebene Schallplatte immer wieder die selbe Stelle im Kreis spielt. Zum verrückt werden!

Please Madame fanden sich übrigens auch auf meiner Reiseplaylist für Schweden. Allerdings nicht mit diesem Titel sondern mit ihrem Song Into The Wild (auch sehr grandios, gibt’s hier zu hören: klick!). Den hatte ich zu Beginn meines Urlaubs komplett ignoriert, weil ich da gerade andere Songs lieber mochte. Mit der Zeit hab ich mich aber mit dem Lied angefreundet und hätte es gerne noch viel öfter gehört. Ging aber leider nicht, weil mein Handy ein ignoranter Arsch ist. Please Madame sind vier Jungs aus Salzburg, die immer mit weißem Hemd, schwarzen Skinny-Jeans und Fliege auftreten. Gefällt mir, diese Kombi – genauso wie ihre Musik. Auf meiner Will-ich-mal-live-sehen-Liste stehen sie schon seit Langem sehr weit oben. Hoffentlich klappt’s bald.

Foto: Arne Müseler

2 Gedanken zu „Please Madame – Ship A Dollar To Europe“

  1. Mann Mann Mann, da hat dich das Schicksal aber auch ganz schön auf der Abschussliste gehabt! Hauptsache du kommst heil daheim an und verschleppst die Erkältung nicht.
    Mein Lieblingssong von Please Madame ist übrigens „Be My Ending“ :) Mega starker Track für die Indie-Disko-Tanzfläche, steht auch schon lange auf meiner potentiellen Setlist falls es mich mal wieder ans DJ-Pult verschlägt ;)

    Gefällt 1 Person

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