Ich hasse es, wenn ich einen Song richtig gut finde, der aber von einem Künstler stammt, den ich überhaupt nicht mag. Da bin ich dann immer hin- und hergerissen, welcher Empfindung ich jetzt nachgeben soll. Soll ich mir den Song holen, ihn hören und feiern oder es bleiben lassen, weil ich doch eigentlich den Sänger/die Band etc. nicht mag? So geht’s mir gerade mit MØ und ihrem Final Song. Ich mag das Lied. Ich finde, dass MØ generell ziemlich gute Musik macht. Aber ich kann diese Frau einfach nicht leiden. Sie ist mir schlichtweg unsympathisch. Und das obwohl ich eigentlich nichts über sie weiß. Das passt mir selbst überhaupt nicht, dass ich da so oberflächlich bin. Aber ihre Performance beim PULS Open Air hat mir halt absolut nicht gefallen. Ihre anzügliche, burschikose, gangsterhafte und unfeine Art zu tanzen passte einfach nicht zu ihrer Musik. Ganz anders als in diesem Video. Da tänzelt sie leichfüßig, grazil und doch voller Power durch die Wüste, schwebt und dreht sich wie eine Ballerina in der Luft. Passt besser. Vielleicht bin ich deswegen so begeistert von diesem Song. Außerdem muss ich zugeben, dass ich ihren Kleidungsstil liebe. Er ist zwar das Außergewöhnlichste und Unzusammenpassendste was ich je gesehen habe, aber ich find’s gut. Das zeugt von so viel Ich-mach-was-mir-gefällt-Attitüde.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich hab mir den Song via Amazon geholt. Für ein paar Cent war das okay und mein innerer Zwiespalt beendet. Kommen wir zu einem anderem Dilemma. Ich hatte das Lied frisch auf meinem Smartphone und wollte es unbedingt hören. Die nächste und einzige Möglichkeit an diesem Tag war jedoch nur der Weg von der Arbeit zum Gesangsunterricht. Die Strecke fahr ich oft mit dem Fahrrad, da ich mir schon Anfang des Jahres vorgenommen hatte, das Rad mehr zu nutzen. Es geht schneller, mir macht Fahrradfahren Spaß und eine zusätzliche, kleine Sporteinheit schadet nie. Bisher klappt das so semi, denn ich habe ein Problem: Ich höre auf den Wegen von A nach B gerne Musik, allerdings nicht beim Fahrradfahren. Da bin ich nämlich mal nur knapp einem Crash entkommen, der mit Sicherheit mindestens im Krankenhaus geendet hätte, weil meine Aufmerksamkeit im Straßenverkehr einfach viel zu sehr unter dem Musikgenuss leidet. Mir war das eine Lehre. Nie wieder Musik hören beim Fahrradfahren. Die Strecke zur Musikschule muss ich in der Woche dreimal zurücklegen. Zu Fuß sind das 15 Minuten, mit dem Rad gerade mal 5. Aber warum 5 Minuten ohne Musik verbringen, wenn man dreimal so viel Zeit untermalt mit seinen Lieblingssongs haben kann?

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