Endlich! Wieder ein Konzert! Ein kurzer Break, raus aus dem Sommerloch und mal wieder musikalischen Klängen lauschen. Live. Das letzte Mal ist schon – hoppla – über einen Monat her!

Der Herr Polaris wird am kommenden Freitag (29. Juli 2016) im Provino Club Plattentaufe feiern. Dann erscheint nämlich sein zweites Album mit dem Titel Mehr Innen Als Außen. Und das beim Label Grand Hotel van Cleef, zu dessen Gründern u. a. Thees Uhlmann gehört. Ich finde, da darf man schon ein bisschen stolz sein, dass einem Musiker aus Augsburg quasi diese Ehre zuteil wird. Wenige Tage später geht’s dann nach Hamburg, wo ein zweites Mal Albumrelease gefeiert wird. Noch dazu ist Der Herr Polaris die Bayerische Band der Woche bei PULS (Bayerischer Rundfunk). Es scheint, bei Bruno läuft’s.

So merkwürdig ich das gerade selbst finde, aber ich freue mich auf Freitag und auf das Konzert. Merkwürdig deshalb, weil Sommer ist. Diese Jahreszeit verbinde ich mit Freiheit, Ausgelassenheit, Glücksgefühlen, viel Sonnenschein, Eis und grünen Wiesen. Aber machen wir uns nichts vor: Bruno macht Singer-Songwriter-Musik, die melancholisch und nachdenklich stimmt. Nix mit Tanzen und Lachen. Und auch PULS meint: „Musik für Menschen, deren Bierglas immer eher halbleer ist“.

Aber genau darauf freu ich mich. Ich will auf dem muffigen Teppich im dunklen und nicht mehr ganz so frischen Provino Club sitzen und Dem Herrn Polaris zuhören. Oder wenn das Wetter schön ist, draußen im Wirgarten auf den klapprigen und unbequemen Gartenstühlen Platz nehmen. Ich will lauschen und nachdenken und vielleicht auch ein bisschen traurig werden. Das kann man nämlich bei seinen Songs ganz gut. Die sind ein lyrischer Hochgenuss und trotzdem schnörkellos ehrlich, so dass sie dir den Spiegel vorhalten und du bitter erkennen musst: Verdammt, genau so ist es – auch in meinem Leben.

Sein Song Deine Wege errinnert mich übrigens immer an Wohin Du Gehst von AnnenMayKantereit, denn auch da geht es darum, dass sich die Wege zweier Menschen trennen, weil man sich irgendwie auseinander entwickelt hat. Aber beim Herrn Polaris drückt das schon ne ganze Ecke mehr aufs Gemüt. Und noch ein Übrigens: Das Video wurde in der schönsten Metzgerei gedreht, wo ich auch ab und zu Konzerte besuche.

Foto: Gerald von Foris

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