Gefühlt die ganze Woche über gab es bei allen Augsburger Kulturschaffenden vor lauter Stolz kein anderes Thema mehr: Das neue Album Mehr Innen Als Außen von Der Herr Polaris wird beim Hamburger Label Grand Hotel van Cleef erscheinen. Am Freitag war es dann endlich so weit und der Singer-Songwriter feierte zusammen mit seiner fünfköpfigen Band Plattentaufe im Provino Club. Der Laden war voll. Wie gesagt: in der Szene hatte das Ganze ein bisschen was von einem Großereignis.

Der Herr Polaris eröffnete das Konzert mit einer ruhigen Solonummer. Doch schon beim zweiten Song – Bier meiner Jugend, welcher auch der Opener des Albums ist – setzte die ganze Band mit ein. Und zu eben dieser Band muss ich gleich mal eins loswerden: Sie war der Wahnsinn! Das ein oder andere Lied vom neuen Album kannte ich bereits von Konzerten die Bruno solo spielte. Aber ich muss zugeben…seine typischen Singer-Songwriter-Sachen haben sich mir nie wirklich erschlossen. Ich konnte eigentlich noch nicht mal sagen, warum es mir nicht gefiel. Jetzt weiß ich es. Es hat einfach die Band gefehlt! Wobei diese hier aber auch nicht unbedingt das Rad neu erfunden hat. Vielmehr wurden die Instrumente nur ganz minimalistisch eingesetzt, so dass sie den perfekten Rahmen für Brunos Gitarrenspiel und Gesang schuffen. Am meisten hat mich ja das Vibraphon begeistert, das abwechselnd von den beiden Schlagzeugern Maximilian (kennt man von Adulescens) und Jakob (ein Teil von Carpet) gespielt wurde.

Anscheinend ging es mit dieser Band nicht nur mir so. Das Publikum ergoss sich nach jedem Song entweder in unendlichem Applaus oder saß still und ehrfürchtig da, komplett geflasht von dem, was man gerade gehört hatte. Auch wenn Bruno gar nicht so viel sagte, merkte man ihm deutlich an, wie er einerseits total aufgeregt und andererseits überaus glücklich wirkte. Das Konzert war einfach wunderbar und bei fast jedem Song dachte ich mir einfach nur: „Wow!“ Ja, das neue Album enthält durchaus den ein oder anderen Hit. Obwohl an diesem Abend und in dieser Bandfassung beim schon etwas älteren Wir melden uns das wohl größte „Wow“ in einem Kopf aufploppte. Irgendwie wurde es dann auch gar nicht so melancholisch wie erwartet. Okay, wenn man In Anlehnung an, das letzte Lied von der Zugabe, mal außen vor lässt. Das besteht zwar nur aus wenigen Zeilen, aber wenn man es hört, wird einem gleich ganz anders. Da ist es schon fast gut, dass er es, wie er meinte, aus eben diesem Grund nur bei den zwei Releasekonzerten spielen wird.

Hach, ja das war wirklich ein schöner Abend. Unnötig zu erwähnen, dass ich mit einem frisch signierten Album im Rucksack und einem Ohrwurm zu Uns verbindet im Kopf nach Hause ging, oder?

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