Twenty One Pilots – Heathens

Twenty One Pilots und ich. Ein Drama. Und ich befürchte ohne Happy End. Ich mag Tyler und Josh, auch wenn ich nach Jahren des Fandaseins mir immer noch nicht merken kann, wer wer ist. Ich liebe ihre Musik, so gut wie jeden Song. Aber seit geraumer Zeit – was so ungefähr mit Gründung dieses Blogs begann – entwickelte ich eine zunehmende Abneigung gegen Bands, die groß und bekannt sind und früher oder später in den Charts auftauchen und dann jeder kennt und jeder mag. Einfach nur weil es jetzt eben in den Charts ist. Genau aus diesem Grund mochte ich Twenty One Pilots so gern. Eine kleine Band aus den USA, die dort zwar schon etwas bekannter war, hier aber kaum jemand von ihnen wusste. Noch dazu schienen sie so anders und eigen zu sein.

Letzteres ist eigentlich immer noch der Fall, aber mit der Unbekanntheit ist es längst vorbei. Auf Facebook zählen sie mittlerweile über 2 Mio. Likes und ihr Song Stressed Out läuft im H&M. Noch schlimmer: er wird jetzt auch schon gecovert. Solche Verbrechen, wenn auch recht gut gelungene, hab ich auch schon hier und dort gehört; z. B. in einem kleinen Café in Schweden.

Nun ist es aber so, dass ich die zwei immer noch sehr gern mag und ihre Shows einfach gigantisch sind. Schon seit Jahren möchte ich gern mal wieder auf eines ihrer Konzerte gehen. Nachdem ich es die letzten zweimal verpasst habe, mir rechtzeitig Tickets zu sichern, hab ich mir für die nächste Tour geschworen: Sobald der Vorverkauf startet, kaufst du zwei Tickets. Egal wann und wo und überhaupt. Dann war es so weit: die Emotional Roadshow World Tour! Und im November kommen Twenty One Pilots tatsächlich auch nach München. Und wo werden sie spielen? Im Zenith. Didüm. Vorfreude dahin.

Das Zenith ist als eine der schlechtesten Münchner Konzertlocations bekannt. Ich bin ja normalerweise echt nicht wählerisch und würde mich auch nicht als Freak bezeichnen, dem es sofort auffällt, wenn der Sound nicht optimal ist. Aber nach zwei Pleiten und allgemeinem Unmut über die Halle, mag ich da auch nicht mehr hin. Die Halle ist groß und leider so ziemlich das Einzige in der Größenordnung in München, aber der Sound ist kacke, wenn du nicht an genau diesem einen Punkt stehst, an dem er gut ist. Außerdem siehst du nichts, da die Bühne so unglaublich niedrig ist. Außer du bist zwei Meter groß oder stehst irgendwo in den ersten drei Reihen. Somit dezimiert sich der Platz für den guten (würde mir ja schon reichen, es muss ja nicht optimal sein) Konzertgenuss auf ein unfassbares Minimum! Und das bei einer Fläche für bis zu 6.000 Personen!

Ich hab also lange hin und her überlegt, ob ich die schlechten Bedinungen in Kauf nehmen soll und ob mir das dann wirklich 45 Euro wert ist. So lange, bis das Konzert mal wieder ausverkauft war. Hm. Na zumindest hat sich so das Problem von allein erledigt. Somit gibt es also diesmal wieder keine Twenty One Pilots für mich. Dann warte ich halt einfach so lange, bis sie irgendwann in der Olympiahalle spielen.

Übrigens läuft seit gestern die DC-Comic-Verfilmung Suicide Squad im Kino, zu dessen Soundtrack auch Twenty One Pilots den extra dafür entstandenen Song Heathens beigesteuert haben. Es ist wohl kaum eine Überraschung, dass mir der Track gefällt. Allein der Text…wie immer drückend, düster und heftig. Allgemein soll der Soundtrack einer der Besten der letzten Jahrzente sein. Davon werde ich mich heute Abend gleich mal selbst überzeugen und den Film im Kino anschauen. So komme ich wenigstens ein bisschen in den Genuss von Twenty One Pilots.

Please don’t make any sudden moves – you don’t know the half of the abuse

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