Nachdem ich schon letztes Jahr so überaus begeistert war von diesem kleinen, wunderhübsch zurechtgemachten Festival mit dem fantastischen Line-up, geht’s für mich auch dieses Jahr wieder zum Singoldsand nach Schwabmünchen. Schon als vor wenigen Monaten die ersten Bands bekannt gegeben wurden, bekam ich ganz große Augen, die mit jeder Bandwelle noch größer wurden. Ich meine, für mich stand ja im Prinzip schon seit Anfang des Jahres fest, dass ich wieder zum Singoldsand will. Den Organisatoren vertraute ich blind, dass sie gute Bands an Land ziehen würden. Doch sie haben meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen und einige Künstler geholt, die ich ziemlich gut finde oder schon immer mal gerne live sehen wollte.

Golf zum Beispiel; eine unglaublich ungooglebare Band, die ich früher schon ganz interessant fand und spätestens seit ihrem Song Macaulay Culkin Fan bin. Oder Bonaparte, die die Meisten durch ihren Hit Anti, Anti kennen dürften. Bei ihrem Konzert damals im Augsburger Theater fand ich diesen Haufen an bunten und skurillen Figuren bizarr bis gruselig und wurde überhaupt nicht warm mit ihnen. Dann hat sich Frontmann Tobias Jundt dem Soundtrack für den Film Becks letzter Sommer gewidmet. Den Film hab ich bisher noch nicht gesehen, dafür aber das ziemlich gute Buch gelesen. Und seit dieser Verbindung bin ich doch ganz angetan von Bonaparte. Und dann wäre da auch noch Graham Candy, um den es nach seinem Feature She Moves mit Alle Farben recht ruhig wurde. Jetzt gibt’s ein neues Album und quasi auch einen neuen Graham Candy. Mit weniger hohen Piepsstimme, aber weiterhin tollem Sound. Und Vimes. Ja, unbedingt Vimes. Auf die hab ich beim PULS Open Air extra verzichtet, um sie lieber im (hoffentlich, aber da bin ich mir eigentlich sicher) schönen Ambiente des Singoldsand Festivals zu genießen. Dann hätten wir da auch noch meine all time favourites King The Fu. Die gehen immer. Immer wieder. Und Darjeeling, die ich schon mal im Grandhotel gesehen habe und mich sehr freue, dass die sympathischen Jungs noch einmal in die Nähe kommen. Das Ding ausm Sumpf und seinen HipHop möchte ich nun auch endlich mal live sehen. Und wenn wir schon beim Thema HipHop sind: die Antilopen Gang. Die ging bisher komplett an mir vorbei. Also wahrgenommen, dass es die gibt, hab ich sie natürlich schon, aber mein Interesse haben sie bisher (komischerweise) noch nicht geweckt. Aber jetzt, beim Durchhören vom Line-up…ja, das könnte schon ganz gut werden. Wer OK KID mag, wird die auch mögen. Einzig und allein bei Kid Simius bin ich noch sehr am zweifeln. Seinen Song Grapefruit zusammen mit Pari San finde ich mega! Ansonsten ist mir seine Musik aber zu electrolastig.

Ziemlich gespannt bin ich auch auf das Drumherum. Das Gelände ist nicht nur vergrößert sondern, was die Bühnen betrifft, auch umgestalten worden. So stehen sich nun beide Bühnen mehr oder weniger gegenüber. Ob das hilft, dass die kleinere Seebühne nicht wieder in der Geräuschkulisse der größeren Strandbühne verschwindet, ist fragwürdig. Andererseits wirkt das Line-up dieses Jahr etwas ausgedünnter, was ergo weniger Überschneidungen bedeutet. In der Kleinstadtidylle wird halt noch auf Qualität statt Quantität (sprich Profit) gesetzt.

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