Album: Timothy Auld – Timothy Auld

Timothy Auld – muss ich eigentlich noch extra erwähnen wie genial ich ihn finde? Heute erscheint sein selbstbetiteltes Debütalbum und ich durfte schon mal vorab reinhören.

Als ich die CD in meiner Post fand, bin ich vor Freude wie Rumpelstilzchen im Kreis gehüpft. Ein ganzes Album – dreizehnmal Timothy Auld – ein Traum! Seine Musik hab ich live kennen und lieben gelernt und ich war gespannt, ob nun auch das Album meine Erwartungen erfüllen würde. Leider muss ich sagen: nur zum Teil. Denn der Groove, der Drive und auch die Lässigkeit, die Timothy auf der Bühne ausstrahlt, fehlt ein bisschen. Vielleicht ist das aber auch etwas, das einen nur catcht, wenn der Sänger leibhaftig vor einem steht.

Deswegen pick ich mir beim Anhören des Albums nur die Rosinen raus, wodurch bei mir immer wieder die gleichen fünf, sechs Songs laufen. Das sind die, die mich, wenn ich mit Kopfhörern in den Ohren durch die Stadt laufe, total entspannen und bei denen ich am liebsten wie ein Depp durch die Gassen tanzen möchte. Until December ist zum Beispiel so einer (ich liebe das Geklatsche im Hintergrund). Oder Get Back Into My Car, der einfach perfekt zum Sommer passt: Rein ins Auto, Fenster runter und die Musik laut aufdrehen. Oder Booze Galore feat. Adriano Prestel. Oder Love Me Like You Do, das er zusammen mit seinem Bruder Kevin singt und die perfekte Gegenkomponente zur Schnulzennummer von Ellie Goulding mit haargenau dem selben Titel ist. Oder Baby Don’t Love Me, wohl die coolste Nummer der Platte mit leichtem HipHop-Einfluss. Und dann wäre da noch Waste Some Time. Der beste Soundtrack um wirklich mal so richtig Zeit zu verplempern. Einfach raus aus dem Haus, rein in die Nacht. Egal mit wem. Und dann einfach das machen, was sich so ergibt. Der Text dazu ist nicht weniger genial.

Eigentlich klingen die Songs von Timothy Auld alle so, als ob es im Leben nur Gutes geben würde. Das Einfache und das Schöne. Jedoch nicht auf eine naive Art, sondern eher so als ob er sich vorgenommen hätte, dass er in seinem Leben ganz besonders glücklich sein möchte. Sogar Run Away und Make My Bed, die traurigsten Lieder vom Album, klingen im Kern irgendwie positiv.

Kurzum: Timothys Album ist ein Ohrwurm vom ersten bis zum letzten Song, dem man sich nicht entziehen kann und das auch einfach nicht langweilig wird.


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Oder hier anhören: Spotify
Oder dort live erleben:
11.09.2016 Köln – Studio 672
12.09.2016 Leipzig – Täubchental
13.09.2016 Hamburg – Prinzenbar
14.09.2016 Berlin – Musik & Frieden
15.09.2016 Dresden – Scheune (375)
16.09.2016 Heidelberg – Karlstorbahnhof
17.09.2016 Nürnberg – Club Stereo

Ein Gedanke zu “Album: Timothy Auld – Timothy Auld”

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