Kakkmaddafakka @ Kantine Augsburg

Konzert: Kakkmaddafakka – 29.09.2016 – Kantine

Kakkmaddafakka waren wieder in Augsburg zu Gast und nachdem ich ihren Auftritt beim PULS Open Air 2016 nur mit einem Ohr verfolgt habe, wollte ich es diesmal genau wissen: Ist die Band mit ihrem neuen Album live immer noch genauso gut wie vor vier Jahren?

Aber davor – erst mal Vorband. Klar. Das war an diesem Abend Gurr aus Berlin. Eine vierköpfige Fast-Girlband. Einzig und allein am Schlagzeug saß ein Mann. Mich erinnerten sie total an Hinds. Wahrscheinlich wegen diesem Girlbandding. Aber auch von der Musik her, die sie selbst als Garagepop bezeichnen. Das hat mich im Vorfeld nicht sonderlich angesprochen, aber ihr Auftritt hat mich eindeutig überzeugt. Die waren schon richtig gut. Nur dass sie fast ausschließlich auf Englisch singen und dann aber zwischendrin einen Song namens Walnuss einschmeißen, hat mich dann doch wieder davon abgebracht, sie richtig, richtig, richtig gut zu finden. Ich bin einfach kein Fan davon, wenn Künstler auf beiden bzw. mehreren Sprachen singen. Als letzten Song coverten sie Hollaback Girl von Gwen Stefani ziemlich gut und in ihrem eigenen Stil. Da gab’s anschließend und zu Recht sogar „Zugabe“-Rufe vom Publikum.

Gurr @ Kantine Augsburg

Gurr @ Kantine Augsburg

Gurr @ Kantine Augsburg

Zwischendrin ging’s dann nochmal kurz nach draußen, um sich mit Freunden zu unterhalten. So wichtig waren uns KMF eindeutig nicht, dass wir uns ganz vorne Plätze sichern wollten.

Kakkmaddafakka starteten traditionsgemäß mit einem Intro. Einem langen, laaaaaangen Intro. Also man kann’s auch übertreiben. Und da stand ich mit meiner Meinung nicht alleine dar! Nach bestimmt ein oder zwei Minuten liefen dann die einzelnen Bandmitglieder nacheinander wie Champions auf die Bühne, posierten vor der Menge und ließen sich feiern. Der erste Song, den sie spielten, war Touching. Ein etwas älterer. Dann noch ein alter und noch ein weiterer alter Song. So ging das ziemlich lang und ich war etwas verwundert. Hatten sie doch ein noch relativ neues Album am Start. Sogar die etwas unbekannteren Nummern vom 2013 erschienen Six Months Is A Long Time spielten sie. Bald wurde mir auch klar warum. Bei den älteren Liedern – allen voran Restless – war die Stimmung super, das Publikum tanzte, rastete aus. Irgendwann sogar so sehr, dass sich in der Mitte des Flamensaals ein Moshpit nach dem anderen bildete. Aber wenn sie einen Song vom neuen Album spielten, wie z. B. Young You in der Zugabe, dann dropte die gute Stimmung ziemlich schnell. Das war kaum zu leugnen. Ob sie auch Galapagos, die andere Single vom neuen Album KMF, gespielt haben, könnte ich so im Nachhinein gar nicht mehr sagen. Irgendwann wurde es mir nämlich deutlich zu fad und ich begann (wie ein paar andere auch) auf meinem Handy rumzudaddeln. Die Notizen zum Konzert konnte ich ja auch gleich hier schreiben, wenn eh nichts besonderes passiert. Irgendwann ging es mir nämlich auch ein bisschen auf die Nerven, wie sie sich immer übertrieben selbst feierten.

Als Zugabe coverten sie unter anderem – ebenfalls traditionsgemäß – einen alten Klassiker. Diesmal What Is Love von Haddaway aus den 90ern. Zum Schluss dann noch Forever Alone (ebenfalls ein alter Song) und dann war’s nach gerade mal etwas mehr als einer Stunde auch schon wieder vorbei. Als Outro gab’s – ebenfalls schon Tradition – einen weiteren 80er oder 90er Song (so genau weiß ich das gar nicht mehr) – wozu die Band noch ein bisschen auf der Bühne feierte, Fotos und Selfies machte und den Fans die Hand schüttelte.

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich dachte, da wäre mehr drin. Zwar war ich vor dem Konzert schon etwas skeptisch gewesen, aber ich hab mir wirklich Mühe gegeben unvoreingenommen an die Sache ran zu gehen. Doch es war einfach nicht so gut wie früher. Natürlich haben ich und meine Leute nach dem Konzert noch über eben dieses geredet und witzigerweise fanden wirklich nur die, die zum ersten Mal Kakkmaddafakka live gesehen haben, dass es gut war. Wir anderen waren uns einig, dass der Keyboarder und vor allem der Chor viel zu sehr fehlen. Außerdem kann man die Tatsache, dass sie so gut wie nur alte Songs gespielt haben, ja schon fast als Eingeständnis werten, dass die neuen Sachen live einfach nicht funktionieren. Wenn das mal nicht peinlich ist…

Kakkmaddafakka @ Kantine Augsburg

Kakkmaddafakka @ Kantine Augsburg

Kakkmaddafakka @ Kantine Augsburg

Kakkmaddafakka @ Kantine Augsburg

4 Gedanken zu „Konzert: Kakkmaddafakka – 29.09.2016 – Kantine“

  1. Wie, kein Chor mehr?! Ist das neue Album denn schon draußen? Wobei zumindest, dass alte Songs mehr gefeiert werden als neue, erlebe ich eher als Standard. Dass neue Songs so gar nicht funktionieren ist dann nat wieder eher selten so

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    1. Leider kein Chor mehr. Die zwei sind ausgestiegen :( Jo, das neue Album gibt’s schon. Klar, alte Songs werden natürlich mehr gefeiert, weil die Fans die einfach schon besser kennen. Aber dass man bei einer Tour zum neuen Album fast nur alte Songs spielt, ist halt schon komisch :D

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      1. Hm, ich kenn die nur zu zweit. Oh ja, das waren immer die Besten :D die hatten ja sogar eigene Facebook- und Instagram-Accounts, inklusive einiger Follower.

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