Wisst ihr was echt erstaunlich ist? Dass es diesen Blog schon seit fünf Jahren gibt! Wahnsinn! Denn sonst bin ich nur in sehr wenigen Dingen so beständig. Oft schwanke ich von einem ins andere Extrem. Zuerst will ich das ab sofort und für immer machen und dann ist doch wieder recht schnell von heute auf morgen Schluss. Weil ich so viele Interessen habe, alles ausprobieren will und das natürlich am liebsten alles gleichzeitig. Dass sowas nicht auf Dauer machbar ist, ist klar. Darum muss ich regelmäßig die Notbremse ziehen.

Zur Zeit ist der Topf wieder heftig am Brodeln und kurz vorm Überkochen. Es wird Zeit für einen Cut.

Gerade passiert so viel, dass ich oft das Gefühl habe keinen Moment zum Luftholen zu haben. Dem ist natürlich nicht so, aber es fühlt sich so an. Vor wenigen Wochen habe ich endlich meinen Traumjob bekommen. Ich arbeite nun als Sekretärin im Kulturreferat. Meine Lieblingstätigkeit in meinem liebsten Fachgebiet. Ich bin stolz und glücklich und gut beschäftigt. Vieles musste umorganisiert und ich flexibler werden. Ich wollte endlich voll in das tolle Gruppenworkout im Park einsteigen, das mir so viel Spaß macht. Jetzt bleibt fast keine Zeit mehr dafür. Oder wenn nicht dafür, dann für geliebte Menschen. Ich will mehr Yoga machen, ich will mit dem Meditieren endlich so richtig anfangen und mal wieder mehr lesen. Und, äh, zum Klavier üben komm ich auch gar nicht mehr.

Wenn also eines dieser Hobbys (oder dieser Menschen) mehr Zeit bekommen soll, dann muss ich die logischerweise wo anders abknöpfen. Und da mir mein Schlaf heilig ist, hab ich beschlossen, dass der Blog „leiden muss“. Gerade macht es mir auch gar nicht mehr so viel Spaß. Der Blog fühlt sich an wie Stress. Aber ich liebe Princess Pietsch. Bevor ich es mir also selbst kaputt mache, wird einfach weniger gemacht. Bei einigen Konzerten habe ich schon beschlossen, dass ich sie doch nicht besuchen werde. Das ist schade, weil ich neugierig bin, Livemusik liebe und so viele wunderbare Bands dabei sind. Aber es ist notwendig.

Zu anderen Konzerten widerum werde zwar hingehen, aber nicht darüber schreiben. Schließlich habe ich von meinen früheren (schmerzlich vermissten) Kollegen zum Abschied einen fetten Eventim-Gutschein bekommen. Der muss verwertet werden. Und der Zeitpunkt könnte nicht passender sein.

Nächsten Mittwoch geht’s also zu Von Wegen Lisbeth und ich werde nicht darüber bloggen. Sondern nur genießen. Vor allem die Vorband Giant Rooks, die ich beim Modular Festival verpasst habe und darüber so unglücklich war. Alles fügt sich!

2 thoughts

  1. Die Gedanken kenn ich sehr gut: Ich will auch immer von allen mehr (also, mehr laufen, mehr Yoga, mehr Freunde treffen, mehr kochen, mehr ausprobieren, mehr nach draußen…), aber irgendwie muss man sich ja überlegen, was alles zeitlich zu machen ist. Ich beneide ja heimlich immer Menschen, die nicht so viel schlafen müssen, weil die in meiner Vorstellung so unglaublich viel Zeit haben :D
    Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Spass auf dem Konzerten ohne Wie-und-was-davon-blogge-ich-jetzt-Gefühl!

    lg,
    Claudi

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    1. Vielen Dank :) wobei ich aber mittlerweile schon festgestellt habe, dass ich mich echt schwer tu einfach abzuschalten. Manchmal denk ich mir dann doch, dass ich ja nur ein kleines Foto für Instagram machen könnte…
      Hach, da geht’s mir genauso. Die Menschen, denen fünf Stunden Schlaf reichen, beneide ich zutiefst. Was man in der Zeit alles machen könnte…

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