Adulescens feierten die Veröffentlichung ihres Debütalbums Ataxia in der Kantine. Da war es für mich klar, wo ich an diesem Abend sein würde. Allerdings wollte ich erst etwas später dort eintreffen. Normalerweise bin ich immer sehr dafür, sich die Vorband anzuhören und ihr eine Chance zu geben. Aber diesmal wusste ich noch von einem früheren Adulescens-Konzert, was mich erwarten würde. Jan Kerscher von Like Lovers präsentierte seine Musik in einem Akustik-Set und die gefällt mir leider gar nicht. Zu viel Gejaule, zu eintönig. Also kamen meine Begleitung und ich relativ spät an. In zehn Minuten sollten schon Adulescens auf der Bühne stehen, aber Jan Kerscher spielte immer noch. Zum Glück waren an diesem Abend so viele bekannte Gesichter vor Ort, dass ich erst mal mit Hallo sagen beschäftigt war und so die Musik nur zur Hintergrundbeschallung verschwamm.

Like Lovers Kantine Augsburg

Voller Spannung erwartete ich Adulescens. Auf der Bühne war bereits der Teppich aus dem Proberaum ausgebreitet, worauf sich reihenweise Effektgeräte für die Saitenfraktion der Band sammelten. Das Schwimmbad (der kleinere Saal in der Kantine) war äußerst gut gefüllt. Zwischen Fans und Freunden der Band sah man auch immer wieder Menschen aus der Augsburger Musikszene. Festivalleute, Clubbetreiber, Produzenten. Schon irgendwie faszinierend wie Adulescens all diese Leute anzieht und auf sich vereint.

Dann ging es endlich los und ich war zu Beginn mal wieder voll von der Lichtshow geflasht. Mittlerweile wird mir auch klar, dass die Band da eindeutig ein Konzept verfolgt. Das Licht kommt fast ausschließlich von hinten und taucht die Bühne in eine einheitliche Farbe. Meist rot, blau oder gelb. Es ist recht finster, manchmal blitzt es kurz hell auf, aber die Musiker sind immer nur als schwarze Silhoutten zu erkennen. I like. Auch wenn es zum Fotografieren die reinste Katastrophe ist.

Genauso wie das Licht wirkt, hatte ich auch die Musik von Adulescens in Erinnerung. Düster, verschwommen, ruhig. Und genau so klangen sie auch zu Beginn. Bis Bassist Maximilian anfing von all den Gedanken, die die Band die letzten Wochen beschäftigt haben müssen, zu erzählen. Er meinte, dass das trotz ihrer mehrjährigen Bandgeschichte  das erste Konzert ist, dass sie komplett selbst organisiert hätten. Und sie Sorge hatten, dass kaum jemand kommen würde. Er bedankte sich bei ein paar wenigen Leuten, die zwar nicht primär zur Band gehören, ohne die das Ganze aber nicht funktionieren würde. Und darüber schwang deutlich die grenzenlose Freude mit, dass Ataxia nun endlich draußen ist.

Von da an gewann das Konzert deutlich an Kraft und Energie. Mir hatten es vor allem die ausgedehnten Instrumentalparts angetan. Sonst wird es mir ja schnell zu fad, wenn mal nur 20 Sekunden lang keiner singt. Aber hier konnte ich mich gar nicht dran satt hören. Mal war es das Piano, mal das Schlagzeug oder die Gitarre, die hierbei im Vordergrund standen. Ich hoffe ja sehr, dass das auf dem Album auch so gut kommt.

Gegen Ende spielten sie dann überraschenderweise einen schnelleren und recht fröhlich klingenden Song, der so gar nicht zum Rest zu passen schien. Als wäre er ein Versuch sich irgendwo zwischen die typischen Indiebands einzureihen.

Nach nur einer Stunde war’s dann schon wieder rum. Aber Adulescens verabschiedeten sich natürlich nicht ohne Zugabe. Man merkte ihnen deutlich an, wie überwältigt sie waren, als sie versuchten das jubelnde Publikum zu beruhigen. „Wir haben nur noch zwei Songs“, erklärte Max schon fast entschuldigend. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen.

Adulescens Kantine Augsburg Release Ataxia

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Adulescens Kantine Augsburg Release Ataxia

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