Mit guten Konzerten ist es oft so wie mit guten Partys: Wenn man keine großen Erwartungen hat, wird es meist fantastisch! Genauso war das diesmal mit Pool und mir.

Schon von der Vorband Coals war ich so begeistert, wie ich es nie für möglich gehalten hätte als ich die zwei schüchternen Gestalten im ersten Moment auf der Bühne erblickt habe. Sie sang und wiegte sich dabei unablässig von links nach rechts – stets mit geschlossenen Augen. Er spielte Keyboard, E-Gitarre, Drums und den ganzen Rest und wirkte dabei nicht weniger in sich gekehrt. Die Ansagen waren in holprigem Englisch und anscheinend war die Sängerin sogar krank. Dafür noch mehr Hochachtung wie fesselnd ihre Musik war! Die Songtexte bestanden aus sehr vielen Wiederholungen, aber gerade das machte es noch eindringlicher, so dass man sich richtig schön in den Sound einmummeln konnte. Man könnte es ganz gut mit Daughter vergleichen – schön düster! In ihrem Heimatland Polen müssen Coals wohl sogar gar nicht mal so unbekannt sein.

Coals - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

Mit Pool hingegen ging es dann in eine ganz andere Richtung weiter. Happy Indie, der zum Tanzen aufforderte. Was mir als erstes auffiel, war das Licht. Hinter der Band waren mehrere bewegliche Schweinwerfer aufgestellt, die das Konzert perfekt in Szene setzten. Hab ich mich letztes Mal beim Auftritt von Oliver Gottwald noch darüber beschwert, dass es mir zu dunkel war, hätte ich diesmal gerne eine Sonnenbrille gehabt. Nein, Spaß beiseite – es war wirklich perfekt! Pool selbst wirkten an diesem Abend allerdings etwas müde. Zumindest waren sie mir vom Singoldsand Festival 2015 her noch um einiges aufgedrehter in Erinnerung. Vor allem Daniel am Schlagzeug war damals viel wilder drauf. Diesmal fehlte dem ganzen ein bisschen die Leidenschaft. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Der Sound ging vom Ohr direkt in die Beine. Ich tanzte und alle um mich rum tanzten noch ausgelassener. Alle schienen richtig happy. Und ist das nicht die Hauptsache? Dass uns Musik aufputscht wie eine Droge?

Ganz überrascht war ich von Holding On To Summer, das in einer anschließenden Wiederholung etwas funkig-souliger daher kam. Nach State Of Mind als letzten Song verschwand die Band von der Bühne und kam so schnell wieder zurück, dass das Publikum kaum Zeit hatte, so richtig in ekstatische Zugaberufe zu verfallen. Auch Nils meinte dazu, dass das jetzt doch ein bisschen schnell ging, es aber einfach zu viel Spaß machen würde für uns zu spielen. Ach, ich weiß nicht…irgendwie wirkte das an dem Abend alles so gewollt, auch wenn ich wirklich jede Menge Spaß hatte und mir erst bei der Zugabe auffiel, wie schnell doch die Zeit vergangen war. Das Finale bestand dann sogar aus vier Songs, unter anderem mit Forever Like That und meinem Lieblingspoolsong Pink Pussy. Dennoch: Der Eindruck, dass dieses Konzert unter einer Maske stattfand, blieb.

Pool - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

Pool - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

Pool - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

Pool - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

Pool - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

Pool - Soho Stage - Augsburg - Princess Pietsch - Konzert

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