Im Studio mit John Garner

Seit einiger Zeit schon will ich gern mal eine Band bei ihren Aufnahmen im Studio begleiten. Einfach weil ich noch nie in einem Tonstudio war und gerne wissen würde, wie so Aufnahmen für ein Album aussehen. Von der Idee habe ich bisher noch niemanden erzählt und doch kam vor Kurzem die Band John Garner auf mich zu und hat mich eingeladen, sie im Studio zu besuchen. Das war Schicksal!

Das Trio befindet sich gerade mitten in den Aufnahmen zu ihrem ersten Album und haben sich dafür das Tonstudio ISSA Musik mitten in der Augsburger Altstadt ausgesucht. Was super praktisch ist, da ich nur 50 m davon entfernt wohne. Das Studio gehört Chris‘ Vater und auch er selbst und Lisa arbeiten dort. Somit ist es eigentlich logisch, dass das Album nirgendwo sonst entstehen kann.

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

Als ich ankam, wurde ich super herzlich von der Band begrüßt und ich fühlte mich sofort richtig wohl. In einer Ecke stand das riesige Mischpult, in der anderen eine Couch und auf einem Tischchen brannte ein Adventskranz. Lisa bastelte gerade noch an den Heften fürs Offline-Crowdfunding. John Garner wollen nämlich ihr Debütalbum über Startnext finanzieren (zum Projekt kommt ihr hier).

Ich bekam dann auch gleich eine kleine Führung und durfte mal ins eigentliche Studio und hinter die bekannte Glasscheibe schauen. Dort standen Mikros, Stühle, Notenständer, Lautsprecher. An einer Wand ein Klavier, ganz ähnlich wie mein eigenes. Die Band selbst war mit den Aufnahmen an diesem Abend schon fertig. Lisa erzählte mir, dass sie sich entschieden hatten, zuerst die Instrumente aufzunehmen und anschließend separat den Gesang. Ich hab mich ja schon immer gefragt, ob diese Vorgehensweise nicht etwas kompliziert ist und auch sie meinte, dass sie das am Anfang schon vor ein paar Schwierigkeiten gestellt hat, da man sich beim Spielen ja meist an Strophe, Chorus usw. orientiert, aber das ohne Gesang eben nicht so einfach ist. Doch da hätten sie den Vorteil gehabt, dass sie vor einigen Monaten, als Lisa Teil von John Garner wurde, eh alles wegen dem dreistimmigen Gesang überarbeiten mussten.

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

Wenig später kamen noch weitere Musiker und Freunde der Band. Denn auch wenn Chris, Stefan und Lisa mit ihren Aufzeichnungen schon fertig waren, sollte an diesem Abend trotzdem noch etwas aufgenommen werden. Für den Refrain von drei Songs hat sich die Band nämlich einen Chor gewünscht. Und den stellten wir dar. Ja, ich durfte auch mitsingen und hab mich mega darüber gefreut! Es sollte wie in einem Wirtshaus klingen. Also laut und nicht unbedingt perfekt, aber natürlich trotzdem schön. Und damit wir nach noch mehr Leuten klangen, wurde jeder Part dreimal aufgenommen. Einmal standen wir rechts vom Mikro, dann genau davor und beim dritten Mal ganz links. Das war richtig interessant, lustig und hat total viel Spaß gemacht. Auch wenn es nur ein einfacher Satz und ein paar Oooohs waren, die wir singen mussten. Bis auf das letzte Ooooh. Das war dann doch etwas tricky und hätte so auf Anhieb wohl jedes Wirtshauspublikum leicht überfordert. Aber mit etwas Übung klappte auch das.

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

Ich freu mich schon sehr auf das Album, welches nächstes Jahr erscheinen wird. Das bisschen, das ich bereits hören durfte, klingt nämlich sehr fein! Außerdem übernehmen John Garner ein paar der besten Songs von A Little Bit Of All, die sich ja vor Kurzem aufgelöst haben. Denn Stefan ist (war) Teil von beiden Bands.

Damit das Album „Writing Letters“ Realität wird, braucht John Garner aber eure Unterstützung. Denn dafür ist mehr nötig als nur die Aufnahmen im Studio. Auf Startnext könnt ihr euch tolle Dankeschöns (vom neuen Album über Gästelistenplätze bis hin zu einem Besuch bei einer Probe) im Gegenzug zu eurer Spende aussuchen. Und wie gesagt, für alle die nichts übers Internet kaufen möchten, haben John Garner auch eine Offline-Lösung parat.

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

John Garner - Studio ISSA Augsburg - Princess Pietsch

Album: Elias Hadjeus – Wir brauchen nichts

Eines Tages landete eine Mail in meinem Postfach, in der mir ein paar neue, junge Künstler vorgestellt wurden. Basierend darauf, dass ich großer Fan von Timothy Auld bin. Da kam dann auch gleich die Frage auf, ob ich denn schon Timothys Album habe. Man würde es mir gerne zuschicken, damit ich vorm Release schon mal reinhören könnte. Ich war begeistert und wollte unbedingt die CD haben, war ja klar. Von den anderen Musikern, die mir vorgestellt wurden, gefiel mir eigentlich kaum was. In meinem Kopf blinkte nur ganz groß und in Neonbuchstaben „Das Album von Timothy!“. Aber ich wollte nicht unhöflich sein und da mir Elias Hadjeus noch am ehesten zusagte, meinte ich, dass der auch ganz gut sei und ich sein Schaffen mal über Facebook weiter verfolgen würde.

Ein paar Tage später lag dann schon ein kleines Päckchen in meinem Briefkasten. Darin die CD von Timothy, die sofort in Endlosschleife durchgehört wurde. Und auch das Album von Elias Hadjeus zusammen mit einem Lyric-Heft, was beides erst mal ganz unten in den Stapel mit Papieren und Unterlagen wanderte, die irgendwann…irgendwann mal aufgeräumt werden sollten.

Und so lag das dann da. Einige Zeit. Wahrscheinlich sogar Monate. Bis ich irgendwann ein schlechtes Gewissen bekam und doch mal reinhörte. Denn mittlerweile hatte ich seinen Song Elefanten schon ein paar mal im Radio gehört, dessen Refrain mich jedes Mal aufs Neue umhaute.

und durch meinen Flur trampeln rosa Elefanten

Also hörte ich ins Album rein, aber weit kam ich nicht. Ich krallte mich gleich an Sturm fest und spielte ihn immer und immer wieder ab. Das Lied ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ein richtiger Sturm. Es pusht dich, trägt dich und gibt dir Aufwind. Man fühlt sich voller Tatendrang und will wie ein Tornado alles umreißen und neu beginnen. Irgendwann bin ich dann mit dem Song im Ohr und dem Lyric-Heft in der Tasche zu meinem Klavierlehrer gegangen und hab ihn gebeten, mir zu helfen die Akkorde für das Stück rauszuhören. Darin bin ich nämlich leider immer noch eine absolute Niete. Aber ich wollte das Lied unbedingt singen und mich dazu am Klavier begleiten können. Jetzt spiele ich es seit Monaten immer wieder und auch mein Klavierlehrer ist ganz begeistert. Letztes Mal meinte er doch tatsächlich, ob wir nicht noch was aus dem Heft machen könnten.

Elias Hadjeus

Apropos dieses Lyric-Heft…sowas ist mir bisher noch nie in die Hände gefallen, aber ich bin begeistert. Jede Seite, jeder Song ist ganz unterschiedlich und zum Thema passend gestaltet. Hier kann man das Ganze auch digital durch blättern. Meins ist mittlerweile schon etwas zerlesen, verknickt und vollgeschmiert. Auf manchen Seiten war das hingegen schon vorher (gewollt) so.

Elias Hadjeus

Während ich dann in Schweden unterwegs war, hörte ich mich weiter durchs Album, kam aber wieder nicht weit, weil ich diesmal bei Feuerwerk hängen blieb. Zuerst war ich skeptisch, denn dieses kleine in Klammern gepackte „feat. Prinz Pi“ störte mich. Keine Ahnung warum, aber das war im ersten Moment ein heftiger Abtörner. Doch von den beiden langen, langen Strophen vor Prinz Pis Part, die fast schon Rap sind, kam ich nicht mehr los. Elias erzählt darin eine Geschichte, die in einer Silvesternacht spielt. Es könnte aber auch jede andere Nacht sein, die man mit einer heftigen Party verbringt. Elias erzählt von einer Begegnung, von Gefühlen, die vorgeben Liebe zu sein, vom Rausch und dem sich Allein fühlen.

Für Leute meiner Generation ist es wahrscheinlich nicht schwer, sich in jedem einzelnen Song auf Wir brauchen nichts selbst wiederzufinden. Das liegt wohl daran, dass Elias selbst zu genau diesen Leuten mit den unendlichen Möglichkeiten gehört. Die Texte handeln von Liebe. Natürlich. Aber auch von Angst. Vom aufgeben wollen. Vom Streiten. Vom sich Gedanken machen. Vom Vermissen. Vom Zurück blicken. Und nach Vorne schauen. Vom sich verlieren. Und sich selbst finden. Vom besser sein wollen. Vom man selbst sein. Wer auch immer das ist.

Wir könnten heute Abend eben

mal die Welt aus ihren Angeln heben

Für mich ist das Album definitiv das beste des Jahres 2016. Weil die Texte fast schöner sind als die von Bosse, den er schon mal für einige Shows supporten durfte. Und weil die Melodien, die Strukturen und jeder einzelne Song sich so stark vom eben dem davor gehörten unterscheidet, dass es fast unmöglich ist, irgendwann genug davon zu haben.


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Oder hier anhören: Spotify
Oder dort live erleben:
23.09.2016 Köln – Wohngemeinschaft
25.09.2016 München – Unter Deck
26.09.2016 Dresden – Bärenzwinger
27.09.2016 Wiesbaden – Walhalla Spiegelsaal
29.09.2016 Berlin – Musik und Frieden
30.09.2016 Hamburg – Mojo Jazz Café

Album: Timothy Auld – Timothy Auld

Timothy Auld – muss ich eigentlich noch extra erwähnen wie genial ich ihn finde? Heute erscheint sein selbstbetiteltes Debütalbum und ich durfte schon mal vorab reinhören.

Als ich die CD in meiner Post fand, bin ich vor Freude wie Rumpelstilzchen im Kreis gehüpft. Ein ganzes Album – dreizehnmal Timothy Auld – ein Traum! Seine Musik hab ich live kennen und lieben gelernt und ich war gespannt, ob nun auch das Album meine Erwartungen erfüllen würde. Leider muss ich sagen: nur zum Teil. Denn der Groove, der Drive und auch die Lässigkeit, die Timothy auf der Bühne ausstrahlt, fehlt ein bisschen. Vielleicht ist das aber auch etwas, das einen nur catcht, wenn der Sänger leibhaftig vor einem steht.

Deswegen pick ich mir beim Anhören des Albums nur die Rosinen raus, wodurch bei mir immer wieder die gleichen fünf, sechs Songs laufen. Das sind die, die mich, wenn ich mit Kopfhörern in den Ohren durch die Stadt laufe, total entspannen und bei denen ich am liebsten wie ein Depp durch die Gassen tanzen möchte. Until December ist zum Beispiel so einer (ich liebe das Geklatsche im Hintergrund). Oder Get Back Into My Car, der einfach perfekt zum Sommer passt: Rein ins Auto, Fenster runter und die Musik laut aufdrehen. Oder Booze Galore feat. Adriano Prestel. Oder Love Me Like You Do, das er zusammen mit seinem Bruder Kevin singt und die perfekte Gegenkomponente zur Schnulzennummer von Ellie Goulding mit haargenau dem selben Titel ist. Oder Baby Don’t Love Me, wohl die coolste Nummer der Platte mit leichtem HipHop-Einfluss. Und dann wäre da noch Waste Some Time. Der beste Soundtrack um wirklich mal so richtig Zeit zu verplempern. Einfach raus aus dem Haus, rein in die Nacht. Egal mit wem. Und dann einfach das machen, was sich so ergibt. Der Text dazu ist nicht weniger genial.

Eigentlich klingen die Songs von Timothy Auld alle so, als ob es im Leben nur Gutes geben würde. Das Einfache und das Schöne. Jedoch nicht auf eine naive Art, sondern eher so als ob er sich vorgenommen hätte, dass er in seinem Leben ganz besonders glücklich sein möchte. Sogar Run Away und Make My Bed, die traurigsten Lieder vom Album, klingen im Kern irgendwie positiv.

Kurzum: Timothys Album ist ein Ohrwurm vom ersten bis zum letzten Song, dem man sich nicht entziehen kann und das auch einfach nicht langweilig wird.


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Oder dort live erleben:
11.09.2016 Köln – Studio 672
12.09.2016 Leipzig – Täubchental
13.09.2016 Hamburg – Prinzenbar
14.09.2016 Berlin – Musik & Frieden
15.09.2016 Dresden – Scheune (375)
16.09.2016 Heidelberg – Karlstorbahnhof
17.09.2016 Nürnberg – Club Stereo

Album: I Am Jerry – Habicht

Seit ich mich so viel mit Musik beschäftige, bin ich der festen Überzeugung, dass es nichts bringt sich Musik aufzuzwingen. Völlig losgelöst von irgendwelchen Genres geht es mir dabei eher um die Stimmung. Wenn ich also traurig bin, höre ich lieber melancholische, ruhige Musik anstatt mir fröhliche Lieder „anzutun“. Genauso andersrum. Bin ich gut drauf, würde ich im Traum nicht darauf kommen, mir Songs anzuhören die mich runterziehen. Ganz einfach: Bei mir geht ins Ohr, was das Herz verlangt.

Manche schwören ja darauf, Happysongs anzuhören wenn man traurig ist, weil das die Stimmung heben soll. Für mich funktioniert das leider nicht. Noch dazu fühlt es sich einfach unpassend an. Darum höre ich nur wonach mir ist. Was zur Folge hat, dass seit geraumer Zeit nur noch fröhliche Musik meine Playlists bevölkert. Die grundtraurigen und ewig nachdenklichen Singer-Songwriter (Achtung: Klischee!) kommen bei mir höchstens punktuell vor. Gefällt mir ihre Musik, höre ich sie ein paar Tage lang. Dann verschwinden sie wieder und ich switche zu ihren Kollegen, die positivere Vibes versprühen. (Aber falls jemand von euch einen gut gelaunten Singer-Songwriter kennt – her damit!)

Das liegt wahrscheinlich daran, dass es mir rundum gut geht. Generell bin ich ein grundauf positiver Mensch, der das Leben liebt und genießt. Darum: nur noch Musik, die dieses Gefühl unterstreicht.

Vor ungefähr einem Monat hatte ich Geburtstag und zum ersten Mal seit Jahren hab ich ihn wieder gefeiert (weil es mir so superduper gut geht). Und was habe ich mir gewünscht? Musik natürlich. Vor allem das Debütalbum von I Am Jerry. Ich hatte da nämlich schon so eine Ahnung. Dass das gut sein wird. Weil es zu mir passt. Und ich hatte recht. Egal welche Musik mir gerade aufs Handy kommt, ich kehre immer wieder zu I Am Jerry zurück. Denn es finden sich auf Habicht nur energiegeladene und positive Songs, die davon erzählen, wie es ist, wenn man sein Leben bis an die Grenzen lebt. Wenn man aus den Vollen schöpft, berauscht taumelt und aus einer fast gleichgültigen Grundeinstellung nur das Gute sieht. Am liebsten höre ich den gleichnamigen Song Habicht (zum Fliegen), Alles muss neu (um endlich Sachen anzupacken), Für immer high (zum glücklich sein), Vollkontakt (obwohl ich nie sturzbetrunken bin) und Hübsche Polizeifrau (auch wenn ich nicht vorhabe gegen das Gesetz zu verstoßen). Jeder Song geht mit unverkennbaren Melodien ins Ohr, hebt dich auf und lässt dich tanzen. Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk!


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Oder hier anhören: Spotify
Oder dort live erleben:
11.12.2016 Hamburg – Headcrash
13.12.2016 Leipzig – Täubchenthal
14.12.2016 Köln – YUCA
15.12.2016 Stuttgart – Keller Klub

Foto: Robert Winter

Album: Mika – No Place In Heaven

Mika – den würde ich ja gern mal wieder live sehen. Das letzte Mal ist viel zu lange her, hat aber tierisch Spaß gemacht. Das war noch ganz am Anfang dieses kleinen Blogs. Mittlerweile hat Mika schon längst ein weiteres Album draußen, über das ich eigentlich mal was schreiben wollte, aber nie dazu gekommen bin. Denn ganz ehrlich: Albumrezensionen gehören nicht zu meinen Favoriten.

Trotzdem: Mika gehört immer noch zu meinen Lieblingsmusikern. Nicht umsonst ziert ein We Are Golden meinen linken Oberarm. Jedes Album hab ich Zuhause. Und dennoch – es ist so peinlich: Den Release von No Place In Heaven hab ich um mehrere Wochen verpasst, weil ich es irgendwie nicht mitbekommen hab. Ich glaube, auf Facebook hab ich es einfach übersehen.

Aber es ist sooo gut. Mika kann das einfach perfekt und hat auch hier wieder das Unglaubliche geschafft: anstatt Songs irgendwo im Zwischendrin zu schreiben, zaubert er Lieder, die dir entweder das Herz um Tonnen schwerer machen oder deinem Gemüt eine bisher unbekannte Leichtigkeit verschaffen. Mit dem einen Song macht er dich todtraurig und beim nächsten tanzt du schon wieder Pirouetten drehend durchs Zimmer. Rio ist z. B. einer dieser Motivationskatalysatoren. Da möchte ich immer auf der Stelle meine Koffer packen und wegfahren. Und die Geschichte hinter Talk About You kennt wahrscheinlich jeder: man verliebt sich und ohne es zu merken redet man fast pausenlos über diese eine Person. Mein Favorit unter den Happy Songs ist jedoch Oh Girl You’re The Devil. Den würde ich gern mal mit unserem Chor singen. Der Song macht einfach gute Laune. Leider haben wir niemanden, der die tiefe Stimme singen kann. Schade.

Richtig schlimm finde ich allerdings das Lied No Place In Heaven. In dem Sinne, dass es vom Text her echt heftig ist. Dazu muss man vielleicht wissen, dass Mika schwul ist (und die katholische Kirche ja sowas absolut nicht billigt). Dann sieht man Zeilen wie „For every love I had to hide“ oder „Do you think that you could learn to love me anyway?“ und natürlich ganz besonders „There’s no place in heaven for someone like me“ in ganz anderem Licht. Und wenn er dann singt: „Father, if there’s a heaven let me in. I don’t know where to go if I should die“ kommen einem schon fast die Tränen.

Allgemein scheint Mika mit seinem nun vierten Album einige Dinge aufzuarbeiten und den Leuten zu sagen, was ihm nicht passt. Da macht er selbst bei seiner Mutter keine Ausnahme, was bei All She Wants ziemlich deutlich wird („But it’s oh so complicated
if your mother is like mine“). Ich finde sowas einfach grandios. Immer raus mit der Wahrheit!

Was ich an Mikas Songs auch immer wieder aufs Neue wunderschön finde, ist der mehrstimmige Gesang; z. B. bei Good Guys, wo ich ausnahmsweise sogar mal einen Remix schöner finde als das Original (der Night Time Mix – wunderbar!). Ansonsten lässt sich damit auch sehr gut eine traurige Stimmung erzeugen. Minimalistischer Sound – da reicht schon ein einfaches Klavier – Mikas Stimme, die so unfassbar locker von äußerst tief bis unglaublich hoch spaziert, und noch ein mehrstimmiger Frauenchor im Hintergrund. Das hat schon auf seinem ersten Album mit Happy Ending gut funktioniert und wird bei No Place In Heaven mit Hurts gleich wiederholt. Das hat jedes Mal wieder das Potential zu Tränen zu rühren.

Ach Mika. Der Mann mit den Wuschellocken. Mit den verrücktesten Outfits (take a look!). Mit den Gute-Laune-Songs. Und denen zum Heulen. Der immer für alles die passenden Worte findet. Mein Lieblingsmusiker.

Album: Twenty One Pilots – Blurryface

Manchmal macht man komische Sachen. Wie z. B. sich im Urlaub in Kuba das neue Album von Twenty One Pilots runterzuladen. Weil das eben genau einen Tag nachdem man Deutschland verlassen hat erscheint. Und es unbedingt haben muss. Und hören will. Und sich dann im Hotel in Havanna eine teure Karte fürs WLAN kauft und es über die grottige Internetverbindung runterlädt. Obwohl man sich besser mal fertig machen sollte, weil der Bus in ein paar Minuten fährt.

Im Endeffekt bin ich aber froh, dass ich das Album noch während der ersten Tage, in denen wir die Rundreise gemacht haben, runtergeladen habe. Ich habe es zwar erst in der zweiten Woche das erste Mal angehört, aber da waren wir in einem Badehotel auf einer Insel im letzten Eck von Kuba. Die Internetverbindung dort war unterirdisch schlecht und quasi nicht vorhanden. Nicht mal Whatsapp funktionierte.

Aber eigentlich sollte es ja hier um das neue Album von Twenty One Pilots gehen und nicht um das kubanische Internet. Also: Blurryface ist einfach der Wahnsinn! Aber wahrscheinlich könnte man mir auch die schlechtesten Aufnahmen aus dem Proberaum der zwei vorspielen und ich fände es immer noch geil. Noch nie war ich so sehr Fan einer Band wie von Twenty One Pilots. Ich freue mich schon jetzt wie doof auf das Konzert im November.

Und das obwohl das neue Album ganz anders ist als Vessel. Es klingt noch immer eins zu eins wie Twenty One Pilots, aber trotzdem…irgendwas ist anders. Zum einen kommen weniger akustische Instrumente vor und viel mehr Sachen wie Synthies und E-Gitarren (überhaupt: gab es schon auf den früheren Alben Songs mit E-Gitarren? Bei Heavydirtysoul sticht das plötzlich extrem raus). Trotzdem blitzt hin und wieder ein Hauch von Klavier durch. Ansonsten hört man diesmal viel öfter die Ukulele, z. B. bei Ride oder The Judge, was mir auch total gut gefällt. Das gibt den Liedern immer so eine scherzhafte Lockerheit.

Natürlich rappt Tyler immer noch ganz viel. Und mit Stressed Out und Fairly Local sind auch wieder ein paar traurige, düstere Lieder mit auf dem Album. Teilweise wirkt Blurryface sogar wie eine Kopie von Vessel. Mit Goner ist nämlich das letzte Lied wieder das ruhigste (obwohl es zum Ende dann doch noch lauter und wilder wird). Message Man klingt genauso wie Guns For Hands ein bisschen nach Reggae. Und genauso wie House Of Gold auf Vessel ist diesmal We Don’t Believe What’s On TV das typische Ukulelen-Lied.

Aber…großes ABER: bei Tear In My Heart ist mir aufgefallen, das Tyler zum ersten Mal über eine bestimmte Person singt! Sonst heißt es immer nur „you“, was ja eigentlich jeder sein könnte, aber jetzt gibt es plötzlich „she“, diese eine bestimmte.

Mein Lieblingslied ist Message Man, weil es einfach genial ist. Nicht nur von dem her wie es klingt, sonder auch von den Lyrics her. Ich glaube, extrem viele Leute versuchen aus Tylers Texten die Botschaften, Hintergründe und Gedanken rauszuinterpretieren. Die Message eben. Oft kann man aber mit solchen Interpretationsversuchen ganz schön daneben liegen. Und eigentlich geht es in dem Song genau darum. Er hat es satt, dass alle versuchen irgendwas aus seinen Texten rauszulesen.

Im Prinzip ist das neue Album also genauso wie das alte. Und irgendwie auch nicht.

Album: Leslie Clio – Eureka

Es gibt ja Blogs und auch andere Internetseiten, die hauen noch am selben Tag, an dem ein Album erscheint, eine Kritik dazu raus. Viele bekommen wahrscheinlich die Alben schon einige Tage vorm Release zur Verfügung gestellt, manche aber auch nicht. Und ich frag mich immer, wie eben diese Leute, die das Album erst seit zwei Stunden aufm Player haben, jetzt schon sagen können, wie gut oder schlecht es ist.

Bei mir dauert es meistens Wochen bis ich euch hier meine Meinung zu einem Album präsentiere. Manchmal veröffentliche ich auch einen Eintrag zu einem Album, das schon vor Monaten oder Jahren erschienen ist. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Ich bin der Überzeugung, dass man nicht nach einmal Durchhören schon sagen kann, was gut und was schlecht ist. Ich meine: zehn bis fünfzehn total unbekannte Songs am Stück – da bleibt doch kaum was hängen oder? Darum lass ich mir dafür immer Zeit. Und so werden auch Lieder, die mir am Anfang gar nicht gefallen haben, doch noch zu Lieblingssongs. Einfach weil ich die Zeit habe genauer hinzuhören. Auf den Text zu achten. Und plötzlich fällt einem hier noch eine Trompete und da das Tamburin auf und man freut sich, weil es so ein wunderbar perfektes Detail ist. Alles Dinge, die man beim hastigen Durchhören übersehen hätte, nur damit man schnell schnell die Albumkritik hochladen kann.

So, genug dazu. Jetzt zu Leslie Clio und ihrem neuen Album Eureka, das vor zwei Wochen erschienen ist (also genug Zeit für mich zum Reinhören ;)). Ich mag Leslie Clio. Die Frau ist mir sympathisch! Ich hab viele Interviews mit ihr gelesen oder mir angehört oder angeschaut (z. B. dieses hier) und immer wieder finde ich es verblüffend, wie unkompliziert sie denkt und wie einfach alles zu sein scheint. Weil es das ja eigentlich auch ist! Außerdem scheint sie in vielen Punkten genauso zu denken wie ich. Zum Beispiel schreibt sie ihre Songs auf die gleiche Art und Weise. Gruselig…

Ihr erstes Album Gladys war noch recht melancholisch und traurig. Das zweite klingt nun eher wie „Leck mich am Arsch! Das Leben ist schön und ich lebe es wie ich will“. Leslie Clio würde ich es sogar zutrauen, dass sie das genau so sagt. Dank ihrer zuckersüßen Stimme fällt das oft gar nicht auf, aber in ihren Songs verwendet sie nicht gerade selten Zeilen wie „You just pissing me off“ (kommt in Damage Done vor – ich liebe die Geigen…Cellos? in diesem Song). Und Fuck What They Told Ya besteht praktisch nur aus solchen Sätzen. Leslie Clio hat eine super Einstellung zum Leben. Meine sieht ungefähr genauso aus: das Leben ist dazu da, um Spaß zu haben! Und darum liebe ich ihr neues Album. Da sind natürlich auch ruhigere (Falling To Pieces oder Remedy) oder traurige (z. B. Only A Fool Breaks His Own Heart) Songs dabei, aber im Prinzip steckt hinter jedem der gleiche Gedanke.

Meine Lieblingslieder des Albums sind ganz klar Eureka, Be With You und Changes. Der Oberknaller ist allerdings Bad Eyes! Das hat einfach nen hammergeilen Groove und der Rap-Part ist genial. Vielleicht wird das mein nächstes Gesangsprojekt. Was mir allgemein an den Songs von Leslie Clio total gut gefällt, ist, dass sie viele „echte“ Instrumente enthalten. Also solche, die auch ohne Strom auskommen: Geigen, Cellos, Klavier und eine Reihe von Blässern. Und ich glaub, einmal hör ich sogar so eine Art Xylofon-Dingsda raus.

Aaaaber…kann es sein, dass Leslie Clio gerne klaut? Achtet mal bei Trying Times auf den Synthi im Hintergrund, so ab Minute 0:13. Das hört sich doch an wie von Metronomy. Und der Anfang von Million Lights klingt genauso wie irgendso ein Song aus den 80ern odern 90ern, den man z. B. immer auf Antenne Bayern hört. Fällt sowas noch unter Inspiration oder..?

EP: Based On A True Story – Keep Up!

In letzter Zeit versuche ich immer mehr von der Mainstream-Radio-Musik wegzukommen und mich kleineren, unbekannteren Bands und Musikern zu widmen. Einfach weil ich das viel spannender finde. So ganz klappt das aber noch nicht. Ab und zu erwisch ich mich doch, wie ich mir wieder was von Taylor Swift oder Maroon 5 anhöre. Umso mehr hat es mich gefreut, dass letzte Woche die neue EP Keep Up! von Based On A True Story in meinem Briefkasten lag*. Wie, die Band kennt ihr nicht? Okay, dann lasst mich kurz erzählen…

David (Gesang), Elias (Schlagzeug) und Simon (Bass) spielen schon seit 2008 gemeinsam in einer Band. 2011 haben sie dann zusammen mit Christian und Thorsten (beide Gitarre) Based On A True Story gegründet und zwei Jahre später ihre erste EP aufgenommen (Camus EP – die müsste auch noch irgendwo hier rumliegen). 2014 hat Thorsten leider die Band wieder verlassen. Der Name blieb, der Sound veränderte sich, neue Songs wurden geschrieben. Und so wurden letztes Jahr im Dezember die Aufnahmen für eine zweite EP begonnen. Im eigenen Proberaum haben die vier Jungs aus Schrobenhausen alles selbst gemanagt. Von den Aufnahmen über’s Mischen, Mastern und Designen bis hin zur Finanzierung. Hut ab! Ich, deren technisches Know-how gerade soweit reicht, um diesen Blog hier betreiben zu können, finde sowas immer bewundernswert.

Die Release-Party zur neuen EP hat die Band vor genau zwei Wochen bei einem kleinen, selbst organisierten Festival im wunderschönen, alten Herzog-Filmtheater in Schrobenhausen gefeiert. Wie geil ist das denn bitte? Leider war ich an dem Abend in München beim Pentatonix-Konzert. Sehr schade, dass ich das verpasst habe. Aber beim Festival 2016 bin ich auf jeden Fall dabei!

Rock gehört ja eigentlich eher weniger zu meinen bevorzugten Musikrichtungen. Also entweder macht sich hier ein Hauch von Lokalpatriotismus bemerkbar oder Based On A True Story machen einfach wirklich gute Musik. Wahrscheinlich beides. Mein Lieblingssong der EP ist Time Capsule. Etwas ruhiger und romantischer als die anderen Lieder. Bei Vertigo oder Keep Up wird nämlich schon gern mal so richtig auf die Kacke gehauen. Der Sänger schreit seine Gedanken raus und auch Gitarre und Schlagzeug halten sich nicht zurück. Trotzdem hat man das Gefühl, dass da noch mehr drin wäre, dass vor allem der Sänger sein Potenzial nicht ganz ausschöpft. Ein weiterer Lieblingssong der EP ist Wake Up. Dieser Song könnte zur Hymne aller Tagträumer inklusive meiner Wenigkeit werden.

Wer jetzt neugierig geworden ist und gerne die ganze EP hören möchte, kann den Jungs über shop@basedon.de oder Facebook eine Nachricht schreiben. Bald kann man sie auch über den Shop auf ihrer Homepage kaufen. Also ran an den Speck, bevor nichts mehr übrig ist. Ich bin mir nämlich sicher, dass noch Großes auf diese Band wartet.

*Vielen Dank an Based On A True Story für die CD!

Album: The Wombats – Glitterbug

Manchmal frage ich mich, ob ich nicht ein bisschen zu verplant bin, um Musikbloggerin zu sein. Diejenigen, die mich persönlich und etwas besser kennen, würden jetzt wohl sagen, dass ich die organisierteste Person auf der Welt bin. Aber…nope, auch ich hab so meine weniger glorreichen Momente. Zuletzt vor ein paar Wochen, als wir auf das Wombats-Konzert in München gingen. Da das neue Album erst zwei Wochen später veröffentlicht wurde (ich versteh es immer noch nicht), entschieden wir uns dazu, uns eben das 2011er Album The Wombats Proudly Present: This Modern Glitch zu Gemüte zu führen. Bis dahin war ich der festen Überzeugung, ich hätte – außer den zwei Songs vom neuen Album, die immer auf egoFM laufen – noch nie einen Song von The Wombats gehört. Tja…als ich das Album das erste Mal durchhörte, fiel mir auf, dass dem eben nicht so war. Im Gegenteil: vor ca. fünf Jahren hatte ich sogar eine Phase, in der ich jeden Tag Tokyo (Vampires & Wolves) und Techno Fan rauf und runter hörte. Peinlich, peinlich…

Soviel zu meinen kleinen Aussetzern, jetzt aber mehr zum neuen Album. Glitterbug heißt das. Also übersetzt Glitzerkäfer (ich hoffe, meine Englischkenntnisse haben mich jetzt nicht auch noch im Stich gelassen). Im Vorfeld hab ich die unterschiedlichsten Kritiken gelesen. Die einen meinten, es ist anders und nicht mehr so gut, die anderen sagten, es ist anders und immer noch gut. Dass es anders ist, ist mir auch aufgefallen. Und um sich jetzt mal einer abgedroschenen und allseitsbekannten Formulierung zu bedienen: es klingt erwachsener, reifer. Aber auch weniger nostalgisch und weniger melancholisch. Vielmehr ist ein Album entstanden, das in 13 verschiedenen Songs von Themen wie Liebe, Beziehung und alles dazwischen und drumherum handelt.

In Greek Tragedy geht es z. B. um die Schwierigkeiten die eine Fernbeziehung mit sich bringt. Emoticons erzählt von eben diesen und dass sie – beziehungstechnisch gesehen – eigentlich nur alles schlimmer machen. Isabel widmet sich einer Frau, die eine ziemliche Dramaqueen sein muss und es sich somit etwas schwierig gestaltet als Musiker mit ihr zusammen zu sein. Es ist wohl das ruhigste und langsamste Lied auf dem Album und dabei genau zwischen This Is Not A Party und Your Body Is A Weapon gelandet. Zwei schnellere und auch energiegeladenere Songs. Darum überspring ich Isabel meistens, weil es für mich an der Stelle irgendwie wenig Sinn macht. In der Nähe von Flowerball oder Curveballs hätte es wohl besser gepasst.

Mein absolutes Lieblingslied vom Album ist aber Give Me A Try. Für mich drückt es so viel Freude, Leidenschaft und Glück aus, wie man es eigentlich nur fühlt, wenn man bis über beide Ohren verknallt ist und so ziemlich jeden Scheiß anstellen würde, nur um dieser einen Person nah sein zu können. Und einfach alles was man zusammen unternimmt, das schönste Erlebnis ever ist.

Was ich auch noch total gerne höre, ist Be Your Shadow. Da geht es in etwa ums Gleiche. Allerdings mit dem Unterschied, dass diese eine Person einem nicht gut tut, sondern dich kaputt macht, du aber trotzdem nicht von ihr loskommst.

Album: Dobré – United

Kennt ihr das, wenn man Musik hört und sofort ein bestimmtes Bild im Kopf hat? So geht es mir oft. Als ich das Album United von Dobré das erste Mal hörte, hatte ich auch sofort eine bestimmte Szene im Kopf. Und zwar sah das Ganze so aus – aber ihr dürft nicht lachen: eine dunkle Kneipe, alles etwas alt und abgeranzt, vielleicht in einem Keller. Auf einer kleinen Bühne: Dobré, die natürlich ihre Songs spielen. In der Kneipe ist nicht viel los, ein paar komische Gestalten, die ihr Bier trinken, und keiner beachtet die Band.

Ja, genau solche Geschichten entstehen in meinem Kopf, wenn ich das Album höre. Und ihr habt doch gelacht. Aber hört euch mal Time oder But an. Klingt das nicht genau danach? So wie ich das beschreibe, könnte man natürlich fast meinen, dass sich auf dem Album nur solch düsteren Songs befinden. Aber da gibt’s auch ganz viel fröhliches wie z. B. Doo Dob (klingt nach Schmetterlinge fangen auf einer Sommerwiese) oder Stuck, bei dem ich immer an eine Szene denken muss, bei der ganz viele Menschen durch die Straßen einer Großstadt tanzen – wie in einem Tanzfilm. Okay, jetzt merk ich es auch…ich hab eindeutig zu viel Fantasie. Bei An English Summer muss ich aber komischerweise immer an Leslie Clio denken, weil es sich eben total danach anhört.

Aber kommen wir doch jetzt lieber zu meinen Lieblingssongs vom Album. Am liebsten höre ich Going Under, der auch gleich der erste Song auf der Platte ist. Aber auch United läuft bei mir zeitweise in Endlosschleife. Oder das etwas wildere Without You.

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Vielen Dank an Dobré für das Album! Solltet ihr nun neugierig geworden sein, die vier spielen am 25.03.2015 im Cord Club in München. Hingehen lohnt sich!