Lieblingssong: Ein Quantum Horst – Augenblick

Freitagabend, Kanal-C-Party: Just in dem Moment als ich den Raum betrat, kamen Ein Quantum Horst auf die Bühne. Perfektes Timing. Perfekter Start. Perfekter Auftritt. Die anderen Bands dieses Mini-Folk-Festivals konnten das leider nicht mehr toppen. Die Lischkapelle klang mir zu klapprig und The Moonband zu fad. Und da fiel mir ein, dass ich zwar hier immer wieder von den Horstis schwärme, euch aber noch nie was zum Anhören gegeben habe. So here we go…

Ein Quantum Horst - Konzert - Augsburg - Kantine - Princess Pietsch

Was mich an Ein Quantum Horst immer wieder fasziniert, ist der Gegensatz zwischen dem rauen Gesang und der teilweise sehr feinen Instrumentierung. Das wird bei Augenblick vielleicht nicht ganz so deutlich, aber live…mindblowing!

Mittlerweile hat der Schlagzeuger der Band (bzw. der Cajonist – wenn man das so sagt) gewechselt. Seit Neuestem sitzt da Daniele, mit dem ich früher mal im selben Chor gesungen hab. Ich finde ja: Exzellenter Ersatz! Denn auch wenn es vorher schon ziemlich gut war, klingt es jetzt nochmal ne ganze Ecke tighter. Und die Percussion…in manchen Songs das Tüpfelchen auf dem i.

Was nur leider ziemlich schade ist: Live sind Ein Quantum Horst umwerfend, doch ihre erste EP Lackschuh, die so hopplahopp erschienen ist, ist im Ganzen betrachtet ein äußerst fades Produkt. Die hört sich dann doch wieder zu glattgebügelt an. Also besucht sie besser einfach mal bei einem Konzert. Ihr werdet verstehen, was ich meine ;)

Die nächsten Horsti-Konzerte:
29.07.2017 – Dinkel Festival – Dinkelscherben
26.08.2017 – Singoldsand Festival – Schwabmünchen

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Lieblingsmusiker: Dominik Scherer – Drumming Mishmash

Das schönste am Bloggen ist eindeutig, dass man Menschen kennen lernt, mit denen man sonst nie ins Gespräch kommen würde. Oder die man sonst immer nur von Weitem beobachten und bewundern würde. Eine Begegnung, die mich ganz besonders freut, ist die mit Dominik Scherer.

Der Augsburger gilt als Tausendsassa in der hiesigen Musikszene. Geschäftsführer und Dozent für Schlagzeug und Trompete bei der Musikschule Beathof. Produzent einiger namhafter Unternehmen und Musiker (Bayerischer Rundfunk, Ludovico Einaudi, Yamaha, Lischkapelle…). Zahlreiche Shows mit nicht weniger bekannten Leuten (Ich & Ich, Stefan Raab, Berlin Fashion Week…). Die Liste ist lang. Und ich gerade ziemlich baff. Denn wenn man Dominik kennen lernt, hat man nicht den Eindruck, dass da sowas wie ein Star vor einem steht. Er ist engagiert, oh ja. Und Musiker aus Leidenschaft. Und wie Oma sagen würde: ein ganz ein Lieber. Auch wenn diese ihn wahrscheinlich etwas skeptisch beäugt hätte, hätte sie ihn zu seinen LUUP-Zeiten und mit den Kajal umrandeten Augen kennen gelernt.

Also wie man sich nun denken kann, ist Dominik ein ziemlich umtriebiger Typ. Immer ein neues Projekt am Start. Immer was originelles und neuartiges. So hat er vor Kurzem mit einer Videoreihe zu seinem Projekt Drumming Mishmash angefangen, wozu diesen Montag schon der zweite Clip erschien. Fand die erste Session noch in einem Supermarkt statt (the best: der Hund), ging es diesmal in den Augsburger Untergrund – in einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg! Beide Male entstanden dabei fantastische Aufnahmen. Einmal eben eher verspielt, das andere Mal sehr dramatisch.

Ich bin gespannt, was da noch so kommt. Denn zwei weitere Videos stehen noch aus.

Foto: Lisa Seifert

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Lieblingssong: Hannah And The Neighbours – Home

Wer Musiker, jung und neu im Business ist, der strebt gern nach Höherem. Klar. Bekanntheit, Groopies, der fette Plattendeal. Als ein vermeintliches Sprungbrett dafür kann dann schon mal der ein oder andere Wettbewerb auserkoren werden. Dass das aber wirklich so aufgeht, klappt vielleicht bei…0,1 Prozent? Darum und wegen Peinlichkeiten wie DSDS hab ich solche Aktionen immer eher belächelt. Nicht weil ich die Teilnehmer lächerlich finde, sondern eher weil die Prozedur an sich kaum Nutzen bringt. Meine Devise lautet: Wer es nicht ohne schafft, wird es auch mit einem Wettbewerb nicht weit bringen.

So finde ich auch den Augsburger Bandwettbewerb Band des Jahres semi gewinnbringend für die Teilnehmer. Man bekommt Bühnenerfahrung und kann austesten, wie die eigene Musik beim Publikum ankommt. Gut. Aber sonst…Außer den Killerpilzen ist damit eigentlich noch niemandem der Durchbruch gelungen. Allein der Slogan „Deutschlands ältester Bandwettbewerb“ wirkt so eingestaubt wie langweilig. Für mich hat der Wettbewerb nur den einen Nutzen: dass ich neue Bands entdecken kann.

In den letzten Jahren hab ich also Band des Jahres immer weniger verfolgt. Haben doch meine Favoriten eh nie gewonnen. Ob das jetzt von meinem besonders guten oder besonders schlechten Geschmack zeugt, sei mal dahingestellt. Auch dieses Jahr haben es meine Lieblinge zwar ins Finale jedoch nicht aufs Treppchen geschafft. Und ich hab das überhaupt nicht verstanden. Bis ich dieses Video von Hannah And The Neighbours, der diesjährigen Gewinnerin, gesehen hab und vollkommen baff war. Wie eine zweite Adele. Nur tausendmal authentischer. Also diesmal verdientermaßen gewonnen. Und ich drücke ihr die Daumen, dass sie der Preis auch weiterbringt. Jetzt muss ich sie nur noch irgendwann mal live sehen. Geschwärmt wird ja viel von ihrer Band, die sich so erst wenige Wochen vorm Finale spontan und durch Zufall geformt hat. Über ihre Cellistin ist Hannah angeblich auf dem Augsburger Rathausplatz gestolpert. Wortwörtlich.

Foto: Nessa Ina Photographie

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Lieblingssong: Budapester Puppenmuseum – The Dark Triangle

Liebes Augsburg, wo treibst du eigentlich immer wieder diese verrückten, schrulligen und deswegen besonders liebenswerten Bands auf? Zuerst Fräulein Brecheisen, dann OSCA, jetzt Budapester Puppenmuseum.

Die vierköpfige Band erinnert mich vom Namen her an Wes Andersons Grand Budapest Hotel, hat aber von ihrem Auftreten her rein gar nichts mit dem Film gemein. Höchstens dass sie anders sind und bestimmt nicht jedem gefallen. Beim ersten Mal Reinhören waren noch keine zehn Sekunden vergangen, da hatte mein Kopf schon eine ganz andere Verknüpfung hergestellt: Das klingt wie die Rocky Horror Picture Show! Und jetzt in allen Köpfen so:

It’s a jump to the left

and then a step to the ri-i-i-i-ight

Irgendwie ziemlich passend, finde ich. Immerhin hat Elias Loeb, um den sich die skurrile Gruppierung scharrt, seit jeher ein Fabel für Gruselgeschichten. Als gelernter Maskenbildner hat er dann auch gleich seiner gesamten Band noch einen neuen Anstrich verpasst. Der kommt vor allem in ihrem Crowdfundingvideo zum Debütalbum schön zur Geltung. Oh Mann, ich hab selten ein so gutes Kampagnenvideo gesehen.

Unter https://www.startnext.com/bpm-debuetalbum kann man das Budapester Puppenmuseum auf ihrem Weg zum ersten Album unterstützen und sich wie üblich gegen eine Geldspende ein Dankeschön aussuchen.

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Lieblingssong: #zweiraumsilke – Maria De La Tinder

#zweiraumsilke – ein etwas sperriger Bandname über dessen Bedeutung man nur rätseln kann. Die Band kommt aus dem Raum Nürnberg, Fürth, Erlangen und macht Musik in Richtung funkig, jazzigen Hip-Hop. Früher fand ich ja Jazz echt furchtbar. Mittlerweile allerdings…kann ich ihm auch ab und zu was abgewinnen. Wenn auch noch in versteckter Form und in ein Hip-Hop-Gewand eingewebt wie hier. #zweiraumsilke stehen insgesamt zu elft auf der Bühne! Für eine so junge Band sicherlich eine Herausforderung. Zum einen weil man in Anfangszeiten ja eher auf kleinen Bühnen spielt und da mit zehn Mann und einer Frau der Platz ganz schön eng sein muss. Zum anderen stell ich mir Proben chaotisch vor und wie schafft man es da überhaupt einen Song fertig zu kriegen bei so vielen Köpfen und Meinungen?

Entdeckt hab ich die Band irgendwie, irgendwo durch Zufall. Ich weiß es gar nicht mehr. Vielleicht war es auf Instagram. Von ihrem Sound war ich aber so hingerissen, dass sie mir nicht mehr aus dem Kopf gingen. Das lag mit Sicherheit auch zu einem Großteil an ihrem fantastischen Stop-Motion-Musikvideo zu Maria De La Tinder, das mittlerweile sogar einen Preis gewonnen hat.

Mein Traum wäre ja, #zweiraumsilke dieses Jahr auf einem Festival zu sehen. Und so abwegig wäre das gar nicht mal. Nach ihrem erfolgreichen Crowdfunding zur ersten EP, die im Mai erscheinen wird, steht ein langer Festivalsommer bevor. Und wenn #zweiraumsilke mal nicht auf Kissenbergen Skateboard fahren, dann hoffentlich mit ordentlichem von Trompeten, Saxophonen und Klarinetten erzeugtem Rückenwind von Festival zu Festival.

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LIAH – Moth

Ich hör ja nach wie vor nur Musik, die zu meiner Stimmung passt. Wenn ich gut drauf bin, dann bunten, strahlenden Indie und wenn es mir mal nicht so gut geht, dann pack ich die traurigen Singer-Songwriter aus. Und wenn mir langweilig ist oder ich einfach nicht recht in die Gänge komm, dann muss es minimalistisch sein. Ganz ehrlich, dass hilft bei mir besser als fetziger Rock.

Jetzt im Winter muss das wohl irgendwie im menschlichen Inneren so vorprogrammiert sein, dass man nicht mehr recht was tun mag. Lieber auf der Couch liegen, Tee schlürfen und Netflix gucken (verdammt, ich brauch jetzt auch endlich mal ein Abo). Den perfekten musikalischen Rahmen dafür liefern z. B. LIAH. Als ich die Musik dieser Band zum ersten Mal gehört habe, kamen mir sofort The xx in den Sinn. Wobei ich das Gefühl hab, dass es hier noch eine ganze Ecke minimalistischer zugeht. Minimalismus scheint bei LIAH sowieso groß geschrieben zu werden. Ihre Songs bestehen aus soliden Grundgerüsten, der Gesang ist tief, neblig, unaufgeregt. Und genau so zieht sich das bei dieser Band durch alle Ebenen. In den Videos passiert nicht viel. Das hier zu Moth ist da noch eines der „wilderen“. Generell halten sich die vier Leipziger Jungs, die alle irgendwo in ihren Mittzwanzigern stecken, sehr bedeckt. Wo andere Bands auf Facebook spamen bis zum geht nicht mehr, machen LIAH einfach mal: gar nichts. Minimalismus durch und durch. Und ich hab’s ehrlich versucht. Aber aus der Band ist nichts rauszukriegen.

Pudeldame – Der Erbe

So ganz hab ich das mit meinem Blog-Detox noch nicht raus. Mein Kalender ist voll mit Konzerten und auch bei Facebook ploppt fast jeden Tag eine Veranstaltung in Augsburg oder München auf. Bei manchen hab ich komischerweise absolut kein Problem den Radiergummi zu zücken (ja, ich hab noch einen stinknormalen Papierkalender) oder auf „Absagen“ zu klicken. Bei anderen widerum kann ich mich einfach nicht entscheiden. So wie hier bei Pudeldame. Die spielen am 12.11.2016 im Münchner Strom und irgendwie würde ich gern hin, aber irgendwie wird es dann wieder zu viel.

So ein Detox braucht echt Willensstärke. Das war mir klar. Aber ich dachte, das würde sich wohl nur auf den Körper beschränken. Dass das genauso gilt, wenn man Kopf und Seele einen Reset gönnen möchte, hätte ich mir aber denken können. In mir kämpft jetzt also gerade die Bloggerin, die keine Konzerte verpassen möchte, gegen die junge Frau, die noch so viel mehr Interessen hat als nur die Musik.

Ein bisschen kontraproduktiv ist da natürlich auch, dass ich seit Neuestem auf meiner Facebookseite jede Woche eine kleine Vorschau an Konzerten in Augsburg und der Umgebung poste. Da ist mir jetzt erst mal aufgefallen wie viel hier eigentlich abgeht. Und das macht es fast noch schwieriger weniger zu machen.

Aber mit noch etwas mehr Übung krieg ich das hin. Da bin ich mir sicher. Denn wenn ich in den letzten Jahren eins gelernt habe, dann dass irgendwann jede Band wieder in deine Nähe kommt. Es gibt immer eine zweite Chance für ein verpasstes Konzert.

Auf Pudeldame bin ich übrigens durch Axel Prahl gekommen. Der Schauspieler (bekannt vor allem durch den Münster Tatort) hat auf seiner Facebookseite einen Beitrag der Band geteilt und seinen Fans die Musik von Schauspielkollegen Jonas Nay empfohlen. Der ist bei Pudeldame der Mann am Mikro und den Keys.

Trümmer – Grüße aus der Interzone

Letztes Wochenende war ich mal wieder für den Blog verreist. Doch diesmal nicht nur, um ein Konzert zu sehen sondern insbesondere um Musikbloggerin Andrea (schaut unbedingt auf ihrem Blog vorbei) in Wien zu besuchen. Schon seit gut eineinhalb Jahren stehen wir in Kontakt und irgendwann war dann auch klar: Wir müssen uns gegenseitig besuchen. Im Vordergrund stand vor allem der Austausch. Über Musik, das Bloggen, die Musikszene. Ich hätte ja nie gedacht, dass man sich zwei Tage lang nonstop über diese Themen unterhalten kann. Aber wenn man seine Leidenschaft gefunden hat, ist alles möglich.

Hab ein gebrochenes Herz seit fast zehn Jahren. Ich glaub, ich werd nie wieder normal. Anfang zwanzig und vollkommen kaputt.

Selbstverständlich war für das Wochenende nicht nur Fachsimpelei und Sightseeing sonder auch ein Konzert geplant. Während wir am Samstag noch bei einem Stoner Rock Festival waren – was weder meine noch Andreas bevorzugte Musikrichtung ist – ging es am Sonntagabend zu Trümmer ins Fluc. Das Konzert der Hamburger Band war der ausschlaggebende Punkt, dass ich an genau diesem Wochenende nach Wien fuhr.

Das Leben ist ein Spiel. Ich hab leider verloren. Ich schick dir Grüße aus der Interzone.

Im Vorfeld hatte ich mir natürlich das aktuelle Album namens Interzone gekauft, bin aber mit der Musik von Trümmer dann doch nicht warm geworden. Es hat wohl einfach die Euphorie und Vorfreude gefehlt, die uns zwei dann aber doch ziemlich schnell packte. Den ganzen Tag über hatten wir Ohrwürmer. Und ich hab sie immer noch.

Lasst mich in Ruhe mit eurer Ruhe. Ich hab zu tun, ich fahr Schlangenlinien durch den Tag.

Am Abend ging es zuerst zu einem kurzen Interview mit Sänger Paul und nach einer kleinen Stärkung in einem Wiener Kaffeehaus stand dann endlich das Konzert an. Das werde ich wohl als eines der besten ever in Erinnerung behalten! So viel Energie und eine mehr als mitreißende Stimmung. Neben Konfetti flog sogar ein Gitarrenständer und ein Tamburin durch die Luft. Einen genauen Konzertbericht kann man hier bei Andrea nachlesen. Ein Klick lohnt sich allein schon wegen der tollen Fotos!

Auch wenn es mich zugegeben arg in den Fingern gejuckt hat, aber nein…ich blieb streng und hielt mich an meinen Konzert-Detox-Plan. Die Kamera ließ ich vorsorglich in Augsburg, um Trümmer vollends genießen zu können. Und Langsam wirkt es. Der Spaß am Bloggen kommt zurück und ich sprüh vor neuen Ideen!

Adulescens – My Modest Monster

Ich weiß noch genau, wie ich vor über einem Jahr die Band Adulescens interviewt habe. Damals noch für die Neue Szene (das Interview findet ihr hier). Peinlicherweise hatte ich bis dahin noch nie was von Adulescens gehört, aber egal…Job ist Job. An einem richtig heißen Sommertag hab ich Max und Schlicki im Weißen Lamm auf einen Kaffee getroffen und wir haben dabei unter anderem über ihr Debütalbum geredet. Dieses mysteriöse Album, das eigentlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit fix und fertig war, wurde von vielen sehnsüchtig erwartet. Aber der Veröffentlichungsprozess zog sich wie Kaugummi. Musste ja auch erst noch ein passendes Label gefunden werden.

Jetzt ist es ein Jahr später und ich hab die Jungs mittlerweile einige Male live gesehen. Auch gibt es nun endlich ein paar Musikvideos zum neuen Sound. Und was für welche! Das zu Evermore war ja schon nicht ohne und auch beim Video zu My Modest Monster kommt man ganz schön ins Grübeln. Ach ja…und dann sind Adulescens außerdem mal wieder Band der Woche bei PULS und somit Rekordhalter bei diesem Format. Kurz gesagt: die Spannung steigt ins Unermessliche! Für alle Beteiligten.

Aber: Das Warten hat ein Ende! Am Freitag – ja, tatsächlich, nächsten Freitag – erscheint Adulescens Debütalbum Ataxia. Mit ListenRecords wurde eine ganz wunderbare Plattenfirma gefunden, bei der sich die Band in guter Gesellschaft wähnen darf. Zur Feier des Releases wird es am Freitag, den 28. Oktober 2016, selbstverständlich ein Konzert in ihrer Fast-Heimat Augsburg geben. Das musste wegen der großen Nachfrage sogar von der Soho Stage in die Kantine hochverlegt werden.

Also: noch irgendwer am Zweifeln, ob’s Adulescens wirktlich drauf haben?

Tickets gibt’s hier oder bei eurem Ticketdealer des Vertrauens oder wer in Augsburg wohnt, kann auch einfach im Weißen Lamm vorbeischauen. Da bekommt man die Karten am billigsten.

Giant Rooks – Chapels

Jaja, ich weiß. Ich wollte eigentlich weniger machen und nicht mehr so viel bloggen. Darum war ich letzte Woche auch beim Konzert von Von Wegen Lisbeth und hab die Kamera schon vorsorglich daheim gelassen. Ich wollte mir etwas mehr Freizeit sichern. Und dann stand ich da, noch etwas unwillig das Konzert zu genießen, weil das mit meiner Begleitung so ein Hick-Hack war (hab Gott sei Dank doch noch liebe Menschen gefunden), es kalt war und ich keine Lust hatte, noch bis nach München zu fahren. Aber dann kamen Giant Rooks auf die Bühne und auf mein Gesicht schlich sich ein breites Grinsen. Plötzlich war ich glücklich und wieder voller Elan. Musik macht was mit mir, verändert mich. Ich werde es nie verstehen.

Giant Rooks hab ich auf dem Modular Festival 2016 aus eigener Schusseligkeit verpasst und mich so geärgert. Jetzt hatte ich nochmal die Gelegenheit und tatsächlich hab ich mich nicht geirrt. Giant Rooks sind einfach so, so gut! Zwar versteht man absolut null, was Frontmann Frederik singt, aber so energiegeladen wie die Jungs an die Sache rangehen ist das eigentlich auch egal. Es reißt mit. So oder so. Ihre Musik kommt vor allem live äußerst detailreich daher. Und wenn man denkt, dass man jetzt alles akustisch erfasst hätte, kommt plötzlich etwas, das du nicht erwartet hast und der Song biegt auf einmal in eine ganz andere Richtung ab. Ich mag es, wenn nicht jeder Takt vorhersehbar ist. Denn sowas macht Musik interessant und einzigartig.

Noch dazu hat ihre Musik so wunderbar perfekt in den Moment gepasst. Dieser schwurbelige Indie. Nach dem Konzert hab ich mir gleich noch ihre EP gesichert und seitdem läuft Chapels bei mir in Dauerschleife. Hört euch diesen Song an. Bis zum Schluss, bitte. Sonst verpasst ihr all die schönen Details. Vor allem das Klatschen und Stampfen, das da ab 2:25 einsätzt, hat es mir angetan.