Reiseplaylist Schweden

Ich bin unterwegs! Mein großer Jahresurlaub steht an. Ich will weg. Weit weg. Und das ganz allein. Ich will wissen, wie das so ist. Allein aber hoffentlich nicht einsam sein. Auf niemanden Rücksicht nehmen müssen. Tun und lassen können was ich will. Einfach mal entschleunigen und nichts tun. Aber nicht faul am Strand liegen, sondern viel sehen und erleben. Ich verreise. Drei Wochen lang werde ich weg sein. Mit dem Zug geht es quer durch Schweden. Vom Süden bis ganz hoch in den Norden. Sogar nördlich des Polarkreises. Wo es momentan 24 Stunden hell ist. Ich werde viel Zeit in Zügen verbringen, weil ich Zugfahren so sehr mag. Und viel lesen. Weil ich dazu schon viel zu lange nicht mehr gekommen bin. Oder im Zug sitzen, aus dem Fenster schauen und Musik hören. Dabei penn ich immer innerhalb weniger Minuten ein.

Darum brauch ich jetzt also eine Reiseplaylist. Um ehrlich zu sein, ist das die erste Playlist überhaupt, die ich jemals auf mein Smartphone gepackt habe. Bisher waren meine Urlaube eher von einzelnen Alben geprägt. So denk ich z. B. bei Feists The Reminder immer sofort an das Surfcamp in Andalusien. Und bei Blurryface von Twenty One Pilots an Kuba. Passt vorne und hinten nicht zueinander, aber darum geht es mir bei Urlaubsmusik auch nicht. Ich könnte mir nie vorstellen, unterwegs bestimmte Songs zu hören, nur weil es darin ums Schwimmen im Meer geht, er von einem Roadtrip handelt oder die Band aus meinem Urlaubsland kommt. Nein, die Musik muss gute Laune machen, euphorisch klingen, mich zum Tanzen bringen, sich lustig anhören. Denn was ich im Urlaub überhaupt nicht gebrauchen kann, sind traurige Singer-Songwriter und andere melancholische Stimmungskiller.

Also hab ich erst mal meine neuesten Favoriten rausgesucht. Das sind z. B. Life Itself von Glass Animals, Nitroglyzerin von Trümmer, Dusseldorf von Teleman und Let’s Fall In Love Some More von Al Bairre. Okay, Letzteres macht mich doch hin und wieder traurig, weil das der Track zum Modular-Recap-Video ist. Die EP Intoxication von Max Frost hab ich einfach komplett mit drauf und auch seinen Song White Lies, bei dem ich immer sofort tanzen möchte.

Ein paar ältere Lieder, die aber immer gute Laune machen, sind natürlich auch enthalten. Außerdem hab ich noch einige komplette Platten, die in den letzten Wochen bei mir eingetrudelt sind, mit im Gepäck. EPs von Xavier Darcy und Von Welt, sowie Alben von The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra und Wo is Kai?! Und ein paar feine Sachen von Timothy Auld und Elias Hadjeus, die aber leider, leider erst irgendwann im Herbst erscheinen.

Selbstverständlich werde ich in Schweden auch das ein oder andere Konzert besuchen. Wobei das zu Beginn eigentlich anders geplant war, da ich einfach mal eine komplette Auszeit nehmen wollte. Aber dann hab ich entdeckt, dass Hein Cooper in Stockholm spielt. Ich kann halt einfach nicht anders.