Zu Gast bei Kanal C

Das kam überraschend. Letzten Montag durfte ich im Studio von Kanal C zu Gast sein. Man konnte mich live im Radio hören. Wow!

Als wenige Tage vorher die Anfrage kam, ob ich nicht im Radio ein bisschen was über meinen Blog erzählen möchte, hab ich mich wahnsinnig gefreut! Oh mein Gott, OH MEIN GOTT! Freudentanz, Verwunderung und ein fettes Grinsen im Gesicht. Danach: Schockstarre. Da muss ich ja was sagen. Und dann ist das auch noch live. Wenn ich mich also versprich oder einen Hustenanfall bekomme, dann würde das dezent peinlich werden.

Trotzdem wollte ich das machen, denn schöne Erfahrungen wurden noch nie in der Komfortzone gesammelt. Und im Endeffekt wurde es dann auch gar nicht so schlimm wie es mir die Horrorszenarien in meinem Kopf prophezeiten. Im Gegenteil.

Kanal C

Kanal C ist ein dreistündiges Radioprogramm, das immer Montagabend auf der Frequenz des Augsburger Lokalsenders Fantasy ausgestrahlt wird. Dabei bekommen interessierte Nachwuchsjournalisten die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche der Radioarbeit zu erlenen. Eine ziemlich coole Sache, finde ich. Vor allem da das Team bei der Themenauswahl komplett selbstständig und frei entscheiden darf. Alle arbeiten absolut ehrenamtlich und nur aus Leidenschaft. Also quasi wie ich. Und mit der Musikauswahl treffen sie auch voll meinen Geschmack.

Mein Interview könnt ihr hier nochmal nachhören. Wir haben unter anderem über meine liebsten Augsburger Konzertlocations geredet, welche Musik ich gerade sehr gern höre und wie das mit der Kritik so ist. Todesmutig wie ich bin, hab ich es mir sogar selbst angehört. Hm. Also ich mag meine Stimme. Und überraschenderweise fällt auch gar nicht auf, dass in manchen Momenten all die Worte, die ich mir zurecht gelegt hatte, einfach weg waren. Puff – gähnende Leere in meinem Kopf und hundert aufgeschreckte Zwerge, die auf der Suche nach den passenden Antworten alle verfügbaren Schubladen ziehen.

Aber hört selbst…Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich hätte noch ewig weiter erzählen können.

Sowas wie ein Jahresrückblick…

Oh. Mein. Gott. Seht ihr das? Das bin ich (mit meinem Honigkuchenpferdgrinsen). In einer Zeitung! Krass, oder? Okay, es ist nur die Mitarbeiterzeitung von der Arbeit, aber wenn man bedenkt, dass bei der Stadt Augsburg so um die 5.000 Leute arbeiten, ist das schon ziemlich cool oder? Zum ersten Mal wurde was über mich und meinen Blog geschrieben. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Vor allem was seit dem so passiert ist, hat mich echt überrascht. Zwar merkt man den Seitenaufrufen nicht an, dass jetzt theoretisch ein Haufen Leute mehr darüber Bescheid wissen, aber was zwischenmenschlich passiert ist, fand ich unglaublich toll. Noch bevor die Zeitung bei mir im Amt ankam, hat mir eine Kollegin/Freundin von meinem früheren Amt ein Foto davon geschickt. Da waren anscheinend schon alle in heller Aufregung, weil da was über mich steht :D

IMG_3258

Als die Zeitung dann ein paar Tage später auch bei uns ankam, haben die Kollegen sie mir so schnell aus den Händen gerissen, dass ich noch welche nachbestellen musste. Mein Chef war auch ganz schön erstaunt, was über mich zu lesen. Nicht zuletzt haben mir Kollegen, von denen ich es nie gedacht hätte, erzählt, dass sie auch solche Musik hören und von meinem Blog ganz begeistert sind. Das hat sich irgendwie bis zum Personalrat rumgesprochen und sogar jemand vom Geodatenamt kam vorbei, hat sich Tipps für Radiosender auf höherem Niveau als Antenne Bayern von mir geholt und mir sogar einen neuen Stadtplan mitgebracht. Weil der, den man auf dem Foto im Hintergrund sieht, halt echt hässlich ist :D

IMG_3259

Das alles hat mich so in meinem Tun bestärkt und mir vor allem das Gefühl gegeben, dass ich nun arbeitstechnisch doch im richtigen Amt gelandet bin. Im Stadtplanungsamt bin ich nämlich erst seit Juni. Weil mir die Arbeit im Amt für Statistik einfach nicht mehr gefallen hat.

Davor hab ich lange versucht, irgendwie in die Kulturszene zu wechseln. Ich hab mich vor gut einem Jahr auf eine Assistenzstelle fürs Modular Festival beim Stadtjugendring beworben. Die haben mich nicht genommen. Dann hab ich mich kurz darauf im Kulturreferat beworben. Die wollten mich aber auch nicht haben. Danach folgte eine Bewerbung beim Kulturamt. Auch die haben die Stelle jemand anderem gegeben. Wie verhext.

Als die Absage vom Kulturamt kam, war ich echt traurig. Mittlerweile denke ich mir aber, dass alles einen guten Grund hat. Wer weiß, wofür es gut ist, keinen Vollzeitjob im Kulturbereich zu haben. Um fünf Uhr nach Hause gehen und die Arbeit Arbeit sein lassen können. Den Blog als Ausgleich zur Büroarbeit zu haben. Gerne auf Konzerte zu gehen, weil man sich nicht schon 40 Stunden die Woche mit ähnlichen Dingen beschäftigt.

Die Erkenntnis des Jahres. Oder so.

IMG_3256

Und hier nochmal im Schnelldurchlauf!

Seitenaufrufe im Jahr 2015: etwas mehr als 18.000! Ich flipp aus. Wahnsinn! Auch wenn ich solche Aussagen und Ansagen immer etwas überflüssig und geheuchelt finde, trotzdem: Danke jedem einzelnen, der auf meinem Blog vorbei geschaut hat! Und ein noch größeres Danke an die, die mir sogar persönlich gesagt haben, dass sie jeden Blogeintrag lesen. Das waren nicht viele und gerade deswegen hat mich das umso mehr gefreut :)

Die beliebtesten Blogeinträge: Interessanterweise findet sich kein einziger Festivalbericht darunter, obwohl ich fest davon ausgegangen bin…

  1. Ganz weit vorne mein Interview mit Dicht & Ergreifend. Das war aber auch einfach genial :D
  2. Mein Interview mit Impala Ray auf dem Stereowald Festival.
  3. Mein Beitrag zur Bayern 2 Zündfunk Radioübertragung live aus dem Provino Club.

Im vergangenen Jahr war ich auf 45 Konzerten!!! Die Festivals miteingerechnet. Allerdings mit Tendenz nach oben, weil ich auch auf ein paar war, über die ich nicht gebloggt habe. Schon krass oder. Ich mein, das war fast jede Woche eins…

Und zu guter letzt: ich hab dieses Jahr wirklich überlegt, ob ich den Blog nicht umbenennen soll. Mich hat das Princess ein bisschen gestört. Nach einer kleinen Umfrage im Bekanntenkreis hab ich es dann aber gelassen. Und mittlerweile mag ich es sogar ganz gern. Irgendwie ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Teil von mir geworden. Immer öfter reden mich Kollegen, Freunde und Bekannte tatsächlich schon mit Princess an. Oh je. Nur das man Pietsch nicht Peach schreibt, muss ich manchen noch beibringen…

Happy New Year ihr Lieben! In der Hoffnung dass es eines voll guter Musik wird!