Next: Sommerluft Festival auf dem Sonnendeck

Es gibt ein neues Festival in der Stadt!

Und darüber bin ich ganz schön froh. Denn das Sommerluft Festival findet zeitgleich mit dem Singoldsand Festival in Schwabmünchen statt, das ich die letzten beiden Jahre besucht habe. Dieses Jahr überzeugt mich persönlich das Line-up nur leider nicht. Was mich mehr oder weniger interessiert hab ich alles schon mal live gesehen. Bis auf FM Belfast und Balbina. Letztere kommt im Herbst für ein Clubkonzert nach Augsburg. Also rentiert es sich für mich noch weniger mit dem Zug durch die Gegend zu gondeln.

Da zieh ich diesmal eindeutig die Alternative namens Sommerluft Festival vor. Zwar ist es nur ein Ein-Tages-Festival (25.08.2017), aber dafür findet es auf dem Sonnendeck satt! Sand zwischen den Zehen, den Blick über Augsburgs Dächer schweifen lassen und Top-Musiker auf der Bühne. Mit am Start ist Xavier Darcy, der bestimmt wieder wie ein Tornado über die Stage fegt und alle mitreißt. Außerdem die Augburger Indiepopper Mary Lou, die schon seit einiger Zeit auf meiner Liste stehen, und die Singer-Songwriterin Henny Herz, die mich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz so begeistert. Aber vielleicht ändert sich das ja auf dem Festival. Und…last but not least: Mundhaarmonika! Ich denke, ihr erratet mittlerweile, warum ich dieses Festival fest in meinem Kalender platziert habe?!

Tickets gibt’s im Vorverkauf für 8 Euro auf dem Sonnendeck. Ich empfehle schnell zu sein ;) weitere Infos in der Facebook-Veranstaltung.

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Next: Taubenschlag am Königsplatz

Wir Augsburger haben wirklich unverschämtes Glück. Als Bayern haben wir eh schon die meisten Feiertage Deutschlands abbekommen. Doch wir nehmen uns noch einen weiteren und haben mit dem Friedensfest am 8. August (einen Tag vor meinem Geburtstag) die meisten freien Tage in der Bundesrepublik. Schon schön.

Außerdem ziemlich schön am Friedensfest ist auch das Programm rund rum, das immer Wochen im Voraus beginnt und über die ganze Stadt verteilt hunderte von Veranstaltungen aller Art präsentiert. Seit letztem Jahr ist der Taubenschlag Teil davon. Heuer breitet er mit drei großen Holztauben, die als Café, Bühne und Kunst- & Denklabor dienen, zwischen den Bäumen am Königsplatz seine Flügel aus.

Dabei bietet dieses alternative Projekt Kultur im öffentlichen Raum und lädt zum mitmachen ein. Neben Diskussionsrunden (z. B. über Nachhaltigkeit oder den Helmut-Haller-Platz in Oberhausen) und Workshops (z. B. ein Kochevent mit Home in a Bowl) gibt es natürlich auch jede Menge Musik. Immer freitags und samstags gehört die Bühne den Musikern. Und dabei vorzugsweise den kleinen Augsburger Bands. Oh, wie mich das freut! Ala Cya spielt z. B. schon heute Abend zur Eröffnung. Es folgen Woodend, Deadline 54, Jack Snipe und Der Eulenspiegel. Den Abschluss machen The Big Band Theory am Friedensfest selbst. Dazwischen ist das Programm immer wieder mit DJ-Sets von Monstaub, Grizu etc. gespickt. Besonders interessant klingt für mich auch der Dokumentarfilm Aus dem Takt über Menschen mit Demenz (1. August – 20 Uhr).

Ein buntes Programm ganz auf Augsburg zugeschnitten. Und ich hoffe, dass ich es diesmal endlich zu meinen Must-See-Bands Ala Cya und The Big Band Theory schaffe.

Ala Cya – 21. Juli – 17 Uhr

Jack Snipe – 21. Juli – 19 Uhr

Der Eulenspiegel – 21. Juli  – 20:30 Uhr

Woodend – 4. August – 16 Uhr

Deadline 54 – 5. August – 16:30 Uhr

The Big Band Theory – 8. August – 21 Uhr

Titelbild: Ines Flögel

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Lieblingssong: Ein Quantum Horst – Augenblick

Freitagabend, Kanal-C-Party: Just in dem Moment als ich den Raum betrat, kamen Ein Quantum Horst auf die Bühne. Perfektes Timing. Perfekter Start. Perfekter Auftritt. Die anderen Bands dieses Mini-Folk-Festivals konnten das leider nicht mehr toppen. Die Lischkapelle klang mir zu klapprig und The Moonband zu fad. Und da fiel mir ein, dass ich zwar hier immer wieder von den Horstis schwärme, euch aber noch nie was zum Anhören gegeben habe. So here we go…

Ein Quantum Horst - Konzert - Augsburg - Kantine - Princess Pietsch

Was mich an Ein Quantum Horst immer wieder fasziniert, ist der Gegensatz zwischen dem rauen Gesang und der teilweise sehr feinen Instrumentierung. Das wird bei Augenblick vielleicht nicht ganz so deutlich, aber live…mindblowing!

Mittlerweile hat der Schlagzeuger der Band (bzw. der Cajonist – wenn man das so sagt) gewechselt. Seit Neuestem sitzt da Daniele, mit dem ich früher mal im selben Chor gesungen hab. Ich finde ja: Exzellenter Ersatz! Denn auch wenn es vorher schon ziemlich gut war, klingt es jetzt nochmal ne ganze Ecke tighter. Und die Percussion…in manchen Songs das Tüpfelchen auf dem i.

Was nur leider ziemlich schade ist: Live sind Ein Quantum Horst umwerfend, doch ihre erste EP Lackschuh, die so hopplahopp erschienen ist, ist im Ganzen betrachtet ein äußerst fades Produkt. Die hört sich dann doch wieder zu glattgebügelt an. Also besucht sie besser einfach mal bei einem Konzert. Ihr werdet verstehen, was ich meine ;)

Die nächsten Horsti-Konzerte:
29.07.2017 – Dinkel Festival – Dinkelscherben
26.08.2017 – Singoldsand Festival – Schwabmünchen

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Lieblingsmusiker: Dominik Scherer – Drumming Mishmash

Das schönste am Bloggen ist eindeutig, dass man Menschen kennen lernt, mit denen man sonst nie ins Gespräch kommen würde. Oder die man sonst immer nur von Weitem beobachten und bewundern würde. Eine Begegnung, die mich ganz besonders freut, ist die mit Dominik Scherer.

Der Augsburger gilt als Tausendsassa in der hiesigen Musikszene. Geschäftsführer und Dozent für Schlagzeug und Trompete bei der Musikschule Beathof. Produzent einiger namhafter Unternehmen und Musiker (Bayerischer Rundfunk, Ludovico Einaudi, Yamaha, Lischkapelle…). Zahlreiche Shows mit nicht weniger bekannten Leuten (Ich & Ich, Stefan Raab, Berlin Fashion Week…). Die Liste ist lang. Und ich gerade ziemlich baff. Denn wenn man Dominik kennen lernt, hat man nicht den Eindruck, dass da sowas wie ein Star vor einem steht. Er ist engagiert, oh ja. Und Musiker aus Leidenschaft. Und wie Oma sagen würde: ein ganz ein Lieber. Auch wenn diese ihn wahrscheinlich etwas skeptisch beäugt hätte, hätte sie ihn zu seinen LUUP-Zeiten und mit den Kajal umrandeten Augen kennen gelernt.

Also wie man sich nun denken kann, ist Dominik ein ziemlich umtriebiger Typ. Immer ein neues Projekt am Start. Immer was originelles und neuartiges. So hat er vor Kurzem mit einer Videoreihe zu seinem Projekt Drumming Mishmash angefangen, wozu diesen Montag schon der zweite Clip erschien. Fand die erste Session noch in einem Supermarkt statt (the best: der Hund), ging es diesmal in den Augsburger Untergrund – in einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg! Beide Male entstanden dabei fantastische Aufnahmen. Einmal eben eher verspielt, das andere Mal sehr dramatisch.

Ich bin gespannt, was da noch so kommt. Denn zwei weitere Videos stehen noch aus.

Foto: Lisa Seifert

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Next: Modular Festival 2017

Zack-zack, schon wieder ein Jahr rum. Was sich die letzten Jahre zur Tradition entwickelt hat, darf auch 2017 in meinem Kalender nicht fehlen: das Modular Festival im Wittelsbacher Park. Ganz nach dem Motto #modularjedesjahr – das Festival begleitet mich immerhin schon seit 2012.

Doch dieses Jahr wird sich für mich im Hinblick auf diesen Blog im Zusammenhang mit dem Modular eine Kleinigkeit ändern. Bevor nächstes Jahr alles anders wird. So zumindest mein Plan. Wie weit ich damit kommen werde, warten wir mal ab. Also erst mal step-by-step. Dieses Jahr will ich nämlich nicht über das Modular Festival bloggen. Ich bin wieder zum Arbeiten dort und helfe diesmal im Bereich der Crew Hospitality – also sich um die anderen Volunteers kümmern, das Zelt sauber halten und vor allem für Essen sorgen. Soweit so gut. Doch der Stress letztes Jahr – zu arbeiten und zusätzlich noch vor und nach jeder Schicht bepackt mit der Kamera übers Festivalgelände zu hetzen, um ja kein Konzert zu verpassen…Nö, darauf hab ich heuer keine Lust. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich seit Kurzem viel Yoga mache und meditiere? Ich schieb das als Ausrede für meine Leck-mich-am-Arsch-Attitüde vor, die ich neuerdings immer öfter ans Tageslicht lege.

Dieses Jahr werde ich also meine Schichten absolvieren, die teilweise schon um 9 Uhr morgens beginnen (!!!), und werde anschließend übers Festivalgelände schlendern. Ja, alles ganz gemütlich, mit einem Eis in der Hand oder im Gras sitzend was essen. Hach, Essen im Sitzen. Ein Traum! Und ich werde die Konzerte genießen! Kaum zu fassen, dass ich bisher noch kein einziges Festival mitgemacht habe, ohne dass mich ständig Gedanken wie „Ich darf diesen Auftritt nicht verpassen“ oder „Wie schreib ich das auf meinem Blog?“ verfolgen.

Also liebe Leute…am Arsch vorbei! Ich genieße dieses Jahr das Modular in vollen Zügen. Und das solltet ihr auch. Also schaut vorbei und bildet euch eure eigene Meinung. Denn hier wird es keinen Bericht geben. Nur diese Ankündigung. Und dann schauen wir mal weiter was nächstes Jahr wird.

Meine Liste ist wie immer endlos lang, aber die App ist mir heuer wirklich eine große Hilfe. Man hat alle Infos in der Tasche dabei und bekommt zu jedem seiner Favoriten eine Erinnerung kurz vorm Konzert. Das Festival ist für mich wieder der perfekte Mix aus Local Heros, Bands, die ich bereits live kenne, und welche deren Konzert ich zum ersten Mal besuche. Unfassbarerweise liegen alle meine Will-ich-sehen-Bands außerhalb und alle „schrecklichen“ Bands innerhalb meiner Schichten. Hallelujah!

Moop Mama / Fr. 16. Juni, 22:00 / Bühne am Turm

Bdot Issa / Fr. 16. Juni, 15:00 / Bühne am Turm

Carnival Youth / Fr. 16. Juni, 20:15 / Bühne im Park

Faber / Sa. 17. Juni, 19:00 / Bühne am Turm

Rikas / Sa. 17. Juni, 15:15 / Bühne am Turm

Mule & Man / Do. 15. Juni, 22:00 / Bühne am Turm

Missincat / Do. 15. Juni, 15:45 / Bühne am Turm

Sea Moya / Do. 15 Juni, 17:00 Bühne auf der Terrasse / 23:00 Club Stage

The Red Aerostat / Fr. 16. Juni, 17:00 / Club Stage

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Lieblingssong: Hannah And The Neighbours – Home

Wer Musiker, jung und neu im Business ist, der strebt gern nach Höherem. Klar. Bekanntheit, Groopies, der fette Plattendeal. Als ein vermeintliches Sprungbrett dafür kann dann schon mal der ein oder andere Wettbewerb auserkoren werden. Dass das aber wirklich so aufgeht, klappt vielleicht bei…0,1 Prozent? Darum und wegen Peinlichkeiten wie DSDS hab ich solche Aktionen immer eher belächelt. Nicht weil ich die Teilnehmer lächerlich finde, sondern eher weil die Prozedur an sich kaum Nutzen bringt. Meine Devise lautet: Wer es nicht ohne schafft, wird es auch mit einem Wettbewerb nicht weit bringen.

So finde ich auch den Augsburger Bandwettbewerb Band des Jahres semi gewinnbringend für die Teilnehmer. Man bekommt Bühnenerfahrung und kann austesten, wie die eigene Musik beim Publikum ankommt. Gut. Aber sonst…Außer den Killerpilzen ist damit eigentlich noch niemandem der Durchbruch gelungen. Allein der Slogan „Deutschlands ältester Bandwettbewerb“ wirkt so eingestaubt wie langweilig. Für mich hat der Wettbewerb nur den einen Nutzen: dass ich neue Bands entdecken kann.

In den letzten Jahren hab ich also Band des Jahres immer weniger verfolgt. Haben doch meine Favoriten eh nie gewonnen. Ob das jetzt von meinem besonders guten oder besonders schlechten Geschmack zeugt, sei mal dahingestellt. Auch dieses Jahr haben es meine Lieblinge zwar ins Finale jedoch nicht aufs Treppchen geschafft. Und ich hab das überhaupt nicht verstanden. Bis ich dieses Video von Hannah And The Neighbours, der diesjährigen Gewinnerin, gesehen hab und vollkommen baff war. Wie eine zweite Adele. Nur tausendmal authentischer. Also diesmal verdientermaßen gewonnen. Und ich drücke ihr die Daumen, dass sie der Preis auch weiterbringt. Jetzt muss ich sie nur noch irgendwann mal live sehen. Geschwärmt wird ja viel von ihrer Band, die sich so erst wenige Wochen vorm Finale spontan und durch Zufall geformt hat. Über ihre Cellistin ist Hannah angeblich auf dem Augsburger Rathausplatz gestolpert. Wortwörtlich.

Foto: Nessa Ina Photographie

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Next: Folk Road Show im Striese

Langsam beginnt wieder diese eine Zeit im Jahr. Die Konzerte werden merklich weniger, die Festivalsaison läuft dafür langsam an. Und da ich – obwohl ich Jahr für Jahr beim Modular Festival mitarbeite – nicht diesen überschwänglichen Drang verspüre, eine Open Air Veranstaltung nach der anderen abzuklappern, wird mein Kalender immer leerer. Schade für diesen Blog, weil Futter fehlt. Gut für mich, weil ich merke, dass ich eine Pause brauch und weil das Modular immer näher rückt und somit mehr Aufmerksamkeit verlangt.

Aber hier und da finden sich dann doch vereinzelt noch ein paar Konzerte. Am 20. Mai z.B. gastiert die Folk Road Show im Striese, einer eher ungewöhnlichen Location für Konzerte in Augsburg. Doch auch die Folk Road Show ist alles andere als eine normale Band. Keine Show und doch wie ein Theaterstück. Die Bandmitglieder sind eigentlich vier Singer-Songwriter und ein Schlagzeuger, die sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben. Noch dazu aus unterschiedlichen Ländern und drei verschiedenen Kontinenten (Amerika, Europa und Australien)! Und doch kocht hier keiner sein eigenes Süppchen. Von Song zu Song wechselt der Leadsänger, der Rest tauscht die Instrumente. Immer im Einklang miteinander entstehen gefühlvolle, fünfstimmige Lieder. Ich bin mir sicher, dass das ein ziemlich spaßiges und mitreißendes Konzert wird (schaut euch nur mal das Video von Sofar an – umwerfend!).

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Lieblingssong: Budapester Puppenmuseum – The Dark Triangle

Liebes Augsburg, wo treibst du eigentlich immer wieder diese verrückten, schrulligen und deswegen besonders liebenswerten Bands auf? Zuerst Fräulein Brecheisen, dann OSCA, jetzt Budapester Puppenmuseum.

Die vierköpfige Band erinnert mich vom Namen her an Wes Andersons Grand Budapest Hotel, hat aber von ihrem Auftreten her rein gar nichts mit dem Film gemein. Höchstens dass sie anders sind und bestimmt nicht jedem gefallen. Beim ersten Mal Reinhören waren noch keine zehn Sekunden vergangen, da hatte mein Kopf schon eine ganz andere Verknüpfung hergestellt: Das klingt wie die Rocky Horror Picture Show! Und jetzt in allen Köpfen so:

It’s a jump to the left

and then a step to the ri-i-i-i-ight

Irgendwie ziemlich passend, finde ich. Immerhin hat Elias Loeb, um den sich die skurrile Gruppierung scharrt, seit jeher ein Fabel für Gruselgeschichten. Als gelernter Maskenbildner hat er dann auch gleich seiner gesamten Band noch einen neuen Anstrich verpasst. Der kommt vor allem in ihrem Crowdfundingvideo zum Debütalbum schön zur Geltung. Oh Mann, ich hab selten ein so gutes Kampagnenvideo gesehen.

Unter https://www.startnext.com/bpm-debuetalbum kann man das Budapester Puppenmuseum auf ihrem Weg zum ersten Album unterstützen und sich wie üblich gegen eine Geldspende ein Dankeschön aussuchen.

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Konzert: Leoniden – 08.04.2017 – Soho Stage

Zwei Tage nachdem ich im Rahmen der Downtown Acoustic Night selbst auf der Bühne der Soho Stage Musik machen durfte, war ich schon wieder in der Location unterwegs. Diesmal aber wie gewohnt vor der Bühne. Dafür aber nicht mehr ganz so fit und schon leicht krank. Nachdem ich aber zu den Konzerten von Leoniden schon so einige begeisterte Kritiken gelesen hatte, wollte ich mir ihren Auftritt in Augsburg nicht entgehen lassen.

Der Abend startete mit Supportact I Salute. Da die Bühne randvoll gestellt war mit Instrumenten performte der Sänger mit seinen Synthies unten inmitten des Publikums, während sein Bandkollege am Schlagzeug noch auf der Bühne Platz fand. Die Musik war laut und scheppernd, die Texte drückend. Nicht wenige Songs endeten mit einem Schrei. Der Sänger steuerte hin und wieder die Synthies an, die meisten Zeit bewegte er sich jedoch in gebückter Haltung auf die Leute zu. So ein bisschen auf Gollumart. Genauso begeistert wirkte dann auch das Publikum. Und auch ich konnte mich nicht so ganz entscheiden, ob ich es gruselig finden soll oder toll, weil so eigen. Hm.

I Salute - Konzert - Musik - Augsburg - Princess Pietsch

Mit den Leoniden waren wir da allesamt deutlich besser bedient. Ich hätte ja nie gedacht, dass die live so abgehen! Aber von der ersten bis zur letzten Sekunde war das eine Stimmung…Wahnsinn! Dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch die Tatsache, dass der Sänger mehr oder weniger gezwungen war, ab und zu unten bei seinen Fans zu performen. Die Leoniden sprengten nämlich zu fünft deutlich die kleine Bühne der Soho Stage, so dass Keyboarder und Sänger trotz Anbau beim Wechsel ihrer Instrumente gezwungen waren kurz die Bühne zu verlassen. Einmal wurden dann auch gleich die Percussioninstrumente nach unten verfrachtet und einfach dort weitergespielt. Apropos Percussion: Hört man die Singles der Band, würde man nie auf die Idee kommen, die hätten so was drauf. Aber Mann – war das gut! Aus 1990 machten sie sogar eine Extended Edition und lieferten sich am Ende ein wahres Percussion-Battle. Sowieso gönnten sich die Leoniden zu keiner Zeit eine Pause, sondern spielten ein Konzert voller Power. Schon nach wenigen Minuten standen jedem Bandmitglied die Schweißperlen auf der Stirn. Am meisten beeindruckt hat mich ja durchaus der Gitarrist, der immer wieder wie wild durch die Gegend wirbelte und dabei gern sein Instrument überm Kopf schwang. Ich rechnete ja schon fast damit, dass er es jede Sekunde auf dem Bühnenboden entzweischmettern würde.

Nach über drei Wochen des Tourens war Augsburg die vorletzte Station der Leoniden, doch sie beteuerten, dass sie immer so weitermachen könnten. Oh ja, das hätten wir auch gekonnt. Das war definitiv eines der wenigen Konzerte, bei denen ich mir wünschte, die Band würde noch länger spielen. Und man bedenke, ich war krank. Ich hätte also jeden Grund gehabt, heim zu wollen. Aber es war einfach sooo gut! Doch irgendwann muss natürlich Schluss sein. Als Sänger Jakob verkündete bei ihnen würde es sowas wie eine Zugabe nicht geben, denn sie würden einfach alle Songs spielen, tat ich das noch als Schwindel ab. Ich meine, wie viele Bands haben das schon behauptet?! Doch dann stürmte er nach dem letzten Song tatsächlich von der Bühne, mitten durch die Zuschauer Richtung Ausgang. Die anderen Bandmitglieder ihm hinterher. Sein Mikro lies er dabei fast direkt vor meinen Füßen fallen, das dann dort lag und von allen angestarrt wurde wie eine tickende Bombe, vor der es kein Entrinnen mehr gab. Soll es das wirklich schon gewesen sein?

Leoniden - Konzert - Musik - Augsburg - Princess Pietsch

Leoniden - Konzert - Musik - Augsburg - Princess Pietsch

Leoniden - Konzert - Musik - Augsburg - Princess Pietsch

Leoniden - Konzert - Musik - Augsburg - Princess Pietsch

Leoniden - Konzert - Musik - Augsburg - Princess Pietsch

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Die Augsburger Musiklandschaft fördern / 5 Möglichkeiten für jedermann

Viele Leute appellieren an die Politiker, schimpfen oder jammern, dass man doch mehr für die Kulturförderung tun müsste. Es fehle an Geld, an Unterstützung, an Alternativen. Manche ärgern sich auch, dass gerade die heimische Musikszene zu kurz kommt. Was jedoch viele nicht bedenken: Jeder Einzelne kann einen Beitrag dazu leisten, damit die Augsburger Musiklandschaft auch weiterhin viel zu bieten hat. In diesem Blogbeitrag hab ich ein paar Ideen gesammelt, wie du dich engagieren kannst.

Metzgerei - Augsburg - Princess Pietsch - Musik - Raumpflegekultur

Werde Mitgleid beim Raumpflegekultur e. V.

Der Verein Raumpflegekultur wurde von ein paar jungen Leuten ins Leben gerufen, die mit viel Einsatz und Leidenschaft alte Räumlichkeiten wie Die Metzgerei und den Provino Club aufgeräumt haben (wobei aufgeräumt eigentlich in Anführungszeichen gesetzt werden sollte…ich hab da Geschichten gehört, wonach es wahrscheinlich in keinem Keller und auf keinem Dachboden auch nur annährend so schlimm aussieht) und diese nun mit ganz viel kulturellem Leben füllen. Dort finden nicht nur Konzerte sondern auch Kneipenabende, Flohmärkte, Schafkopfturniere und Ausstellungen statt. Viele der Mitglieder des Vereins kümmern sich aktiv um die Raumpflege. Andere – so wie ich – machen das eher passiv durch den jährlichen Mitgliedsbeitrag, der so verschwindend gering ist, dass es keinem weh tut. Wenn du interessiert bist, frag einfach die lieben Leute hinter der Theke und du bekommst garantiert einige spannende Geschichten erzählt.

Club & Kulturkommission Augsburg - Princess Pietsch - Musik

Oder beim Club & Kulturkommission Augsburg e. V.

Die Club & Kulturkommission ist noch recht jung. Der Verein besteht aus einem breit gefächerten Spektrum an Vertretern der Augsburger Gastronomie, Musikbranche und Club- und Kulturszene. Ihr Ziel ist der Austausch und die Vernetzung der Mitglieder untereinander ebenso wie mit einer Stimme gegenüber von Behörden, Medien und der Politik sprechen zu können, um die Allgemeinsituation der Branche für alle zu verbessern. Zuletzt hat sich die Kommission z. B. für eine faire Plakatierungsregelung in Augsburg eingesetzt. Mit der Verbreitung der Aktion „Ist Luisa hier?“ will sie Frauen helfen, die in Bars oder Clubs bedrängt werden. Weitere Mitglieder sind immer willkommen, hier findest du noch mehr Infos: www.clubundkultur.com

Modular Festival Augsburg - Princess Pietsch - Musik

Pack als Volunteer beim Modular Festival mit an

Es gibt wohl kaum eine schönere Möglichkeit die Kultur zu fördern als sie selbst mitzugestalten. Ich bin schon seit 2012 Volunteer beim Modular und hab dort mittlerweile in die verschiedensten Bereiche Einblick bekommen. Ich hab am Einlass gearbeitet oder war für die Künstlerbetreuung zuständig. Aktuell bin ich in der Promo mit dabei. Während dem Festival erlebt man dann drei ziemlich intensive Tage, aber nicht selten sind dort Freundschaften fürs Leben geschlossen worden. Wer Bock drauf hat, bekommt hier weitere Infos: www.modular-festival.de/crew-intern

downtown music institute - Princess Pietsch - Augsburg - Musik

Unterstütze den downtown Sozial- und Kulturfond

Meine Musikschule, das downtown music institute, engagiert sich schon seit Jahren mit vielen sozialen und kulturellen Projekten weit über das übliche Maß einer Musikschule hinaus. Dazu gehören z. B. das Mittelschulprojekt UNSERE SHOW, der Young Talente Award, das Pop College und die downtown pop convention auf dem Modular Festival. Wichtig ist dem downtown vor allem, dass auch Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien die Chance haben ein Instrument zu erlernen. Darum wurde vergangenes Jahr der downtown Sozial- und Kulturfond geschaffen. Das Vorhaben kannst du entweder durch deine Mitarbeit oder eine Spende unterstützen (www.downtown-music.de).

Adulescens Kantine Augsburg Release Ataxia

Geh auf Konzerte IN Augsburg

Es ist eigentlich so einleuchtend und logisch und wird trotzdem oft vergessen: Geh auf Konzerte in Augsburg! Am besten zu denen der Augsburger Bands! Wir haben hier so tolle Konzertlocations und wahnsinnig talentierte Bands. Aber die können ohne Gäste und Publikum nicht überleben. Deswegen fahr doch zur Abwechslung mal nicht zum fetten Konzert von diesem gehypten US-Künstler nach München, sondern besuch lieber ein gemütliches Konzert im kleinen Augsburg. Du sparst dabei nicht nur Zeit und Geld, du erweiterst gleichzeitig auch deinen Horizont und lernst deinen Wohnort und die Menschen, die hier leben, ein kleines bisschen besser kennen.


Wie sieht es bei euch aus? Gestaltet ihr die Augsburger Musiklandschaft aktiv mit? Seid ihr Mitglied in einem Verein? Oder ganz anders: Wie sieht es damit in anderen Städten aus? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!