Next: Lange Brechtnacht 2017

Eines meiner Festivalhighlights ist jedes Jahr wieder das Brechtfestival, das seinen musikalischen Höhepunkt in der Langen Brechtnacht findet.

2017 steht das Festival unter dem Motto und Zitat Brechts „Ändere die Welt, sie braucht es“. Über eine Woche lang ist in Augsburg einiges rund um Berthold Brecht geboten, der hier 1898 geboren wurde. Die Lange Brechtnacht findet am 4. März statt und wird wie jedes Jahr von Girisha Fernando kuratiert. Nachdem ich ja vom letztjährigen Programm mit Sophie Hunger und Co. nicht sonderlich angetan war, freu ich mich umso mehr, dass diesmal Künstler kommen, die ich eh schon seit Längerem auf meiner Liste stehen habe. Da trifft wohl mal wieder meine Devise „Warte geduldig, irgendwann kommen alle deine Lieblingskünstler auch nach Augsburg“ zu. Ha! Am meisten hat mich Käptn Peng gefreut, den (oder die) ich mir ja eigentlich fürs diesjährige Modular gewünscht hab. Jetzt kann ich die Band schon früher abhaken :)

Das zweite Häkchen kommt hinter Sarah Lesch, die ich vor Jahren im Grandhotel Cosmopolis verpasst hab und seither noch an gefühlt zehn anderen Orten in der Umgebung. Und dann ist da noch Mine. Auch wenn ich Katzen eigentlich doof finde, liebe ich ihren gleichnamigen Song! Wenn ich ganz ehrlich bin, kenn ich von keinem dieser Interpreten kaum mehr als einen oder zwei Songs. Aber es gibt diese Künstler, die wirken auf einen so anziehend und sympathisch, dass es gar nicht mehr dazu braucht.

Passieren wird das alles – anders als bisher – im Rathaus im Oberen Fletz, da das Große Haus vom Theater wegen Sanierung ja erstmal etwas länger nicht bespielt werden kann. Ich bin mir aber sicher, dass mit der neuen Location ein ebenso spektakulärer wie ungewöhnlicher Rahmen gefunden wurde.

Noch mehr Infos und was außer diesen drei Konzerten noch alles geboten sein wird, erfahrt ihr hier.

Tickets bekommt ihr für 19 € (Ermäßigt: 15 €) z. B. hier. An allen Veranstaltungsorten gibt es aber auch eine Abendkasse.

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MIA. – Fallschirm

Zur Zeit findet ja in Augsburg das Brechtfestival statt. Das wartet wie jedes Jahr auch diesmal wieder mit einem bunten Programm auf – inklusive einiger Konzerte. Das hab ich sogar schon als Geheimtipp im Artikel über meine liebsten Konzertlocations in Augsburg genannt. Doch dieses Jahr kann mich das Musikprogramm des Festivals nicht ganz überzeugen. Leider. Heute Abend spielen Element Of Crime. Eine Band mit englischem Namen, aber deutschen Liedtexten. Sowas fand ich schon immer komisch. Eigentlich total unlogisch. Und die Musik gefällt mir auch nicht. Da geh ich lieber zu Enno Bunger.

Morgen findet dann die Lange Brechtnacht statt. Im Rahmen dieses Abends sind im Theaterviertel immer massig Veranstaltungen. Das Highlight für mich ist natürlich Jahr um Jahr das Konzert im Theater selbst. Doch auch da sagt mir diesmal nichts so recht zu. Die Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger ist heuer Headliner und wirklich viele Leute (auch in meinem Bekanntenkreis) sind ganz angetan von ihrer Musik. Nur ich kann irgendwie gar nix damit anfangen. Mir fehlt da einfach was. Klar, ihre Musik ist von Haus aus recht minimalistisch. Aber mir kommt es eher so vor als würden Noten oder Instrumente fehlen. Als ob da Lücken wären, die nach Inhalt schreien. Naja, Woods Of Birnam, die ebenfalls im Theater spielen, wären vielleicht noch eine Idee.

Ganz anders war das letztes Jahr, als MIA. bei der Langen Brechtnacht zu Gast waren. Die finde ich richtig gut. Hab ich auch früher viel gehört und irgendwo muss sogar noch ein Album der Band rumliegen. Allerdings war ich nicht beim Konzert. WHY?! Ich hoffe, ich hatte einen verdammt guten Grund. Anders wäre das nicht zu entschuldigen. Letztens lief dann zufällig Fallschirm auf meinem Lieblings-Musik-TV-Sender – genau in dem Moment als ich eingeschalten habe. Boah, dieser Song hat einfach so viel Power, strahlt so viel Lebenslust aus! Und da hab ich kurzum beschlossen, dass ich den jetzt auch selbst mal singen will. Ab nächster Woche wird der im Gesangsunterricht in Angriff genommen. Ich freu mich schon riesig drauf! Auf Deutsch hab ich nämlich noch nie gesungen.