Downtown Acoustic Night

Heute Abend ist es mal wieder so weit! Im Rahmen der Downtown Acoustic Night werde ich zum ersten Mal seit einem Jahr wieder selbst auf der Bühne stehen. Ich bin schon so aufgeregt, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Der Konzertabend wird jährlich von meiner Musikschule, dem Downtown Music Institute, in der Soho Stage veranstaltet und ich kann es nur immer wieder betonen: Ich hätte mir damals keine bessere Musikschule aussuchen können, als ich mit 19 Jahren und ohne jegliche Vorkenntnisse beschlossen habe ein Instrument zu lernen. Es fing mit Klavier an, dann kam Gesangsunterricht hinzu und ein Jahr später der Chor. Somit bin ich an drei Tagen die Woche im Downtown, in letzter Zeit war ich sogar viermal die Woche da, um für das Konzert proben zu können. Das mag sich viel anhören, doch ich bin immer gern dort. Noch kein einziges Mal hab ich mir gedacht: Oh Mann, jetzt muss ich noch zum Musikunterricht. Das mag daran liegen, dass die Atmosphäre, die dort herrscht, so unglaublich positiv ist. Alle Lehrer dort gehen mit so viel Leidenschaft und Interesse an das Unterrichten ran, dass es dir eigentlich gar nie wie Unterricht vorkommt. Eher wie Musikmachen mit Freunden. Nicht selten verquatscht man sich minutenlang, bis einem einfällt, warum man überhaupt hier ist. Und absolut immer wird auf meine Wünsche eingegangen und mir nie ein Stück oder ein Song aufgezwungen, zu dem ich eigentlich keine Lust habe. Klingt nach dem idealen Lernumfeld oder?

Beim Konzert heute Abend werde ich ganze Viermal auf der Bühne stehen. Shit! Einmal singe ich Be With You von Leslie Clio, zusammen mit einer Backgroundsängerin und zwei Gitarristen. Da freu ich mich schon am meisten drauf, weil es einfach so viel Spaß macht! Doch wenn ich mir die Setlist so ansehe, tanze ich mit diesem fröhlichen und flotten Song mal wieder voll aus der Reihe. Wie immer. Die anderen singen melancholische, traurige und ruhige Songs – und ich? Tja. Im Jahr davor hab ich gerappt, vor zwei Jahren einen Song mit bösen Schimpfwörtern gesungen. But who cares?! Dieses Jahr könnte es zum Schluss hin mit diesem „Didididididi-didididididi“ dezent peinlich werden. Schon bei den Proben konnten wir uns bei der Stelle das Grinsen nicht verkneifen.

Aber auch sonst sind tolle Nummern dabei! Wie jedes Jahr singt irgendwer Wonderwall von Oasis und ein Gitarrist wird wieder ein Instrumentalstück spielen. Wenn das wieder der selbe wie schon in den Jahren davor ist, dann – Wuhuuuu! Das ist nämlich kein langweiliger Scheiß sondern sowas von genial, dass mir jedes Mal fast die Augen rausfallen, wenn ich zu verstehen versuche, wie er all das gleichzeitig auf einer Gitarre spielen kann! Auf Crosses von José González freu ich mich auch schon sehr. Zum einen weil es ein schöner Song ist, zum anderen weil den Clemens performen wird und der einfach grandiose Singer-Songwriter-Qualitäten hat. Ein paar langweilige Nummern aus den Charts sind auch mit dabei. Und dann wäre da noch Love Yourself von Justin Bieber. Ich trau es mich ja echt nicht sagen, aber…mir gefällt das Lied. Als ich es zum ersten Mal gehört habe, war ich hin und weg. Bis ich erfahren habe, von wem es ist. Ich glaube, den zwei, die das heute Abend spielen werden, ist es auch ein bisschen peinlich. Aber der Song ist halt trotzdem echt gut.

Mit dem Chor werden wir einen Gospel singen und dann noch Victory von Dear Reader, das sich hoffentlich – so kurzfristig wie wir das jetzt alles umgeworfen und geprobt haben – gut anhören wird. Auf die Schlussnummer freu ich mich auch schon voll. Die wird der Burner! Mehrere Schüler werden zusammen Can’t Help Falling In Love von Elvis Presley in der Coverversion von Twenty One Pilots covern. Wir werden dabei als Heartchor (haha!) mit am Start sein. Mich als riesigen Fan von Twenty One Pilots freut das natürlich sehr. Schaut euch auch unbedingt das Video dazu an. Tylers typisch gequälter Blick ist einfach unbezahlbar.

Bleibt mir nur noch zu sagen: Solltet ihr in Augsburg sein, kommt rum! Das wird gut! Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung mit noch mehr Infos: Klick!

Leslie Clio – My Heart Ain’t That Broken

Bald geht Leslie Clio wieder auf Tour und am 2. Juni kommt sie dann nach München. Ich würde echt gern hingehen, aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob es mir das Geld wert ist. Vor zwei Jahren war ich schon mal auf einem Konzert von ihr. Da ist mir (ebenso bei allen Videos von ihren Auftritten) aufgefallen, dass sie live leider nicht so gut klingt wie auf Platte. Man hat den Eindruck, dass sie beim Singen Probleme mit der Stütze hat, die Töne nicht lang genug halten kann oder zu wenig Luft bekommt. Aber ich mag ihre Art und Weise, wie sie sich auf der Bühne gar nichts scheißt und alles sagt und macht worauf sie Lust hat.

Album: Leslie Clio – Eureka

Es gibt ja Blogs und auch andere Internetseiten, die hauen noch am selben Tag, an dem ein Album erscheint, eine Kritik dazu raus. Viele bekommen wahrscheinlich die Alben schon einige Tage vorm Release zur Verfügung gestellt, manche aber auch nicht. Und ich frag mich immer, wie eben diese Leute, die das Album erst seit zwei Stunden aufm Player haben, jetzt schon sagen können, wie gut oder schlecht es ist.

Bei mir dauert es meistens Wochen bis ich euch hier meine Meinung zu einem Album präsentiere. Manchmal veröffentliche ich auch einen Eintrag zu einem Album, das schon vor Monaten oder Jahren erschienen ist. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Ich bin der Überzeugung, dass man nicht nach einmal Durchhören schon sagen kann, was gut und was schlecht ist. Ich meine: zehn bis fünfzehn total unbekannte Songs am Stück – da bleibt doch kaum was hängen oder? Darum lass ich mir dafür immer Zeit. Und so werden auch Lieder, die mir am Anfang gar nicht gefallen haben, doch noch zu Lieblingssongs. Einfach weil ich die Zeit habe genauer hinzuhören. Auf den Text zu achten. Und plötzlich fällt einem hier noch eine Trompete und da das Tamburin auf und man freut sich, weil es so ein wunderbar perfektes Detail ist. Alles Dinge, die man beim hastigen Durchhören übersehen hätte, nur damit man schnell schnell die Albumkritik hochladen kann.

So, genug dazu. Jetzt zu Leslie Clio und ihrem neuen Album Eureka, das vor zwei Wochen erschienen ist (also genug Zeit für mich zum Reinhören ;)). Ich mag Leslie Clio. Die Frau ist mir sympathisch! Ich hab viele Interviews mit ihr gelesen oder mir angehört oder angeschaut (z. B. dieses hier) und immer wieder finde ich es verblüffend, wie unkompliziert sie denkt und wie einfach alles zu sein scheint. Weil es das ja eigentlich auch ist! Außerdem scheint sie in vielen Punkten genauso zu denken wie ich. Zum Beispiel schreibt sie ihre Songs auf die gleiche Art und Weise. Gruselig…

Ihr erstes Album Gladys war noch recht melancholisch und traurig. Das zweite klingt nun eher wie „Leck mich am Arsch! Das Leben ist schön und ich lebe es wie ich will“. Leslie Clio würde ich es sogar zutrauen, dass sie das genau so sagt. Dank ihrer zuckersüßen Stimme fällt das oft gar nicht auf, aber in ihren Songs verwendet sie nicht gerade selten Zeilen wie „You just pissing me off“ (kommt in Damage Done vor – ich liebe die Geigen…Cellos? in diesem Song). Und Fuck What They Told Ya besteht praktisch nur aus solchen Sätzen. Leslie Clio hat eine super Einstellung zum Leben. Meine sieht ungefähr genauso aus: das Leben ist dazu da, um Spaß zu haben! Und darum liebe ich ihr neues Album. Da sind natürlich auch ruhigere (Falling To Pieces oder Remedy) oder traurige (z. B. Only A Fool Breaks His Own Heart) Songs dabei, aber im Prinzip steckt hinter jedem der gleiche Gedanke.

Meine Lieblingslieder des Albums sind ganz klar Eureka, Be With You und Changes. Der Oberknaller ist allerdings Bad Eyes! Das hat einfach nen hammergeilen Groove und der Rap-Part ist genial. Vielleicht wird das mein nächstes Gesangsprojekt. Was mir allgemein an den Songs von Leslie Clio total gut gefällt, ist, dass sie viele „echte“ Instrumente enthalten. Also solche, die auch ohne Strom auskommen: Geigen, Cellos, Klavier und eine Reihe von Blässern. Und ich glaub, einmal hör ich sogar so eine Art Xylofon-Dingsda raus.

Aaaaber…kann es sein, dass Leslie Clio gerne klaut? Achtet mal bei Trying Times auf den Synthi im Hintergrund, so ab Minute 0:13. Das hört sich doch an wie von Metronomy. Und der Anfang von Million Lights klingt genauso wie irgendso ein Song aus den 80ern odern 90ern, den man z. B. immer auf Antenne Bayern hört. Fällt sowas noch unter Inspiration oder..?

Leslie Clio – Twist The Knife

Es gibt endlich wieder Neues von Leslie Clio. Nach ihren Songs “Told You So” und “I Couldn’t Care Less”, in denen Leslie kein Blatt vor den Mund nimmt, dieses mal ein etwas traurigeres Lied. Kummervoll und düster und trotzdem war es von Anfang an eines meiner Favoriten ihres Albums.

Konzert: Leslie Clio – The Atomic Cafe

Gestern war wirklich ein schöner Tag. Zum ersten Mal Sonnenstrahlen satt nach gefühlten 10 Jahren Winter. Und: Endlich fand das Leslie Clio Konzert statt, für das ich vor Kurzem die Gästelistenplätze gewonnen habe.

Vom Debütalbum der 26-jährigen Sängerin war ich von Anfang an begeistert. Von den Live-Aufnahmen eher weniger. Ihre Stimme hörte sich oft dünn und leise an; als ob ihr beim Singen die Luft ausgehen würde. Wie gut würde also dieses Konzert werden?

Tadaaa! Wider erwartend ziemlich gut! Überaus pünktlich betrat Leslie Clio mitsamt ihrer Band die Bühne. Die Erkältung, über die sie klagte, hörte man ihr überhaupt nicht an. Ihre Stimme: überzeugender und kraftvoller als erwartet. Vielleicht lag es aber auch einfach nur daran, dass sie seit gestern Nichtraucherin ist ;) Überhaupt ist sie eine sehr sympathische Sängerin. Zu ihren Songs macht sie unkontrollierte Zappelbewegungen und wenn die Hose mal rutscht, wird einfach beherzt an den Bund gefasst und sie wieder hochgezogen. Mitten auf der Bühne!

Als Zugabe bekam das Publikum einen neuen Song präsentiert, der gestern sozusagen Prämiere hatte. Ich vermute mal, dass er “Love Is A Killer” heißt. Zumindest ist das der einzige Satz, an den ich mich erinnern kann.

Alles in allem war es wirklich ein tolles Konzert. Es hat mich vor allem wieder motiviert, mich mehr reinzuhängen was Gesang und Klavierspiel betrifft. Ich will auch mal auf so einer Bühne stehen und meine eigenen Songs singen.

Leslie Clio – I Couldn’t Care Less

Sie ist der neue Star am deutschen Pop-Firmament, eine Sensation, das Beste was die Musikbranche im Moment zu bieten hat. Ihren Stil beschreibt sie selbst als “modern Soul-Pop with a touch of retro”.

Vor ein paar Tagen habe ich mir ihr Debütalbum gekauft und war sofort hin und weg. Jeder Song ist ein eigenes kleines Kunstwerk. So eingängig und trotzdem außergewöhnlich…