Next: Sommerluft Festival auf dem Sonnendeck

Es gibt ein neues Festival in der Stadt!

Und darüber bin ich ganz schön froh. Denn das Sommerluft Festival findet zeitgleich mit dem Singoldsand Festival in Schwabmünchen statt, das ich die letzten beiden Jahre besucht habe. Dieses Jahr überzeugt mich persönlich das Line-up nur leider nicht. Was mich mehr oder weniger interessiert hab ich alles schon mal live gesehen. Bis auf FM Belfast und Balbina. Letztere kommt im Herbst für ein Clubkonzert nach Augsburg. Also rentiert es sich für mich noch weniger mit dem Zug durch die Gegend zu gondeln.

Da zieh ich diesmal eindeutig die Alternative namens Sommerluft Festival vor. Zwar ist es nur ein Ein-Tages-Festival (25.08.2017), aber dafür findet es auf dem Sonnendeck satt! Sand zwischen den Zehen, den Blick über Augsburgs Dächer schweifen lassen und Top-Musiker auf der Bühne. Mit am Start ist Xavier Darcy, der bestimmt wieder wie ein Tornado über die Stage fegt und alle mitreißt. Außerdem die Augburger Indiepopper Mary Lou, die schon seit einiger Zeit auf meiner Liste stehen, und die Singer-Songwriterin Henny Herz, die mich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz so begeistert. Aber vielleicht ändert sich das ja auf dem Festival. Und…last but not least: Mundhaarmonika! Ich denke, ihr erratet mittlerweile, warum ich dieses Festival fest in meinem Kalender platziert habe?!

Tickets gibt’s im Vorverkauf für 8 Euro auf dem Sonnendeck. Ich empfehle schnell zu sein ;) weitere Infos in der Facebook-Veranstaltung.

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Next: Sammersee vs. Südufer

Man hat das Gefühl, in den letzten Jahren sprießen die Festivals wie die Pilze im Wald und jedes kleine Dorf macht nun sein eigenes Open Air. So hat man rund um Augsburg mittlerweile ein echt gutes Angebot. Man muss nur wenige Kilometer fahren und kann jedes Wochenende eine andere Veranstaltung besuchen. Klasse so weit. „Fehler“ im System sind bei einer solchen Frequenz aber vorprogrammiert. Es kam, was kommen musste: zwei tolle Festivals finden an den selben Tagen statt. Und mich zerreißt es fast, denn am liebsten würde ich über beide Wiesen tanzen.

Das Sammersee in Schondorf am Ammersee sowie das Südufer am Friedberger Bagersee finden beide am 21. und 22. Juli statt.

Würde es mir rein nach den Bands gehen, würde ich wohl das Südufer Festival bevorzugen. Von der ersten bis zur letzten sind das alles meine Lieblinge. Und dann treten da auch noch Bands auf, die ich schon so lange mal live sehen wollte! Wirklich, so was ist schon zu verrückt um wahr zu sein. Nihils aus Österreich! Auf die warte ich schon seit Jahren. Oder Hadern im Sternenhagel. Aaaaaahhhh! Kombiniert mit meinen All-Time-Favorites wie Claire, Adulescens, Kytes, Lola Marsh, Pool und Skydrunk. Ich mein, wie wahrscheinlich ist das denn, dass es ein Festival gibt, das musikalisch 100 Prozent nach deinem Geschmack ist?!

Beim Sammersee sieht das ein bisschen anders aus. Kids Of Adelaide stehen ebenfalls schon lange auf meiner Liste. Und Leoniden gehen eh immer (siehe mein Konzertbericht vom April). Dann wären da noch ZULU, die früher mal Shaky Foundation hießen (und ich wunder mich noch, warum da plötzlich immer dieses ZULU in meiner Facebook-Timeline auftaucht). Und von Baba Shrimps bin ich erst seit fünf Sekunden Fan. Seit ich mir den Timetable angesehen hab. Und will sie jetzt unbedingt mal live sehen. Never ending story… Aber zum Sammersee würde ich eher fahren, weil es da so schön sein soll. Am See und die Bäume und die Lichter. Und nicht zuletzt weil es ein Benefizfestival ist, das seinen jährlichen Gewinn komplett an gemeinnützige Organisationen spendet.

Für welches Festival würdet ihr euch entscheiden? Lieblingsbands oder wunderschöne Atmosphäre? Vielleicht habt ihr ja Glück und eines der Festivals vereint in euren Augen beides ;)

Und wer errät, auf welches Festival ich nun letztendlich gehe, der bekommt ne Überraschung (ich mein das ernst).

Programm Sammersee Festival

Zulu / 22. Juli 2017 / 19:45 Uhr / Seebühne

Baba Shrimps / 22. Juli 2017 / 22:30 Uhr / Hauptbühne

Kids Of Adelaide / 22. Juli 2017 / 21:30 Uhr / Seebühne

Programm Südufer Festival

Lola Marsh / 22. Juli 2017 / 22:30 Uhr / Uferbühne

Neufundland / 21. Juli 2017 / 19:00 Uhr / Uferbühne

Nihils / 22. Juli 2017 / 21:30 Uhr / Uferbühne

Hadern Im Sternenhagel / 22. Juli 2017 / 17:45 Uhr / Uferbühne

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Next: Kanal C Geburtstagsparty in der Kantine

Kaum zu glauben, Kanal C – Augsburgs Studentenradio – wird heuer schon 20 Jahre alt! Kommt mir wie gestern vor, dass sie ihre Volljährigkeit gefeiert haben. Sie werden so schnell groß, die Kleinen…

Für diesen Geburtstag ist nun eine Riesensause in der Kantine geplant. Es wird Süßkram for free geben und die ersten 50 Gäste bekommen Getränkegutscheine. Wuhu! Früh kommen, lohnt sich also. Nicht nur um was abzustauben, denn keine Geburtstagsparty ohne special Showeinlage. Und die übernehmen an diesem Abend drei Bands. Meine Augsburger Lieblingshorstis Ein Quantum Horst sowie die Lischkapelle und The Moonband aus München. Grandiose Wahl! Und mir scheint, als würde das Team von Kanal C sehr auf Folk stehen. But why not?! I love it too <3

Den restlichen Abend legt dann u. a. Chris, den ihr hier schon als Gastblogger kennen gelernt habt, feinste Musik aus 20 Jahren Kanal C auf. Und es werden vor Ort Karten fürs Chiemsee Summer verlost. Wie verrückt ist das denn alles?

Und wen ich jetzt immer noch nicht überzeugen konnte, dass das eine feine Party wird, für den hab ich hier zwei absolute Totschlagargumente:

  1. Zu dieser Geburtstagsfeier müsst ihr kein Geschenk mitbringen. Ich weiß – Wahnsinn, oder?! und…
  2. Wem die 8 Euro Eintritt zu viel sind (I got you, ihr armen Studenten), der hat hier die Chance 1 x 2 Gästelistenplätze zu gewinnen. Einfach bis zum 05.07.2017, 12 Uhr, diesen Facebookbeitrag sowie meine FB-Seite liken. Der/die Gewinner/-in wird ausgelost und bekommt dann von mir Bescheid.

Weitere Infos findet ihr in der Facebook-Veranstaltung.

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Next: PULS Open Air 2017 auf Schloss Kaltenberg

Eines der schönsten Festivals der Umgebung ist unter Garantie das PULS Open Air auf Schloss Kaltenberg. Allein schon wegen des spektakulären Schauplatzes. Auch wenn es nicht so super bunt ist wie andere Festivals, hab ich mich beim letztjährigen Debüt dennoch ein bisschen verguckt. Diesmal werde ich jedoch nicht selbst zugegen sein, sondern Chris, der sich hier langsam als treuer Gastblogger entpuppt, hinschicken. 2016  hat er die Southside-Apokalypse überlebt und danach nochmal ordentlich auf dem Highfield gefeiert. Momentan ist er in Barcelona auf dem Primavera unterwegs. Genügend Festival-Know-How bringt er also zweifelsohne mit. Auf was er sich beim PULS am meisten freut, erzählt er euch aber am besten selbst…


Huhu! Ich bin weder Prinzessin noch Prinz, darf aber trotzdem als rasender Gastreporter für diesen wunderbaren Blog dieses Jahr auf dem Puls Open Air unterwegs sein. Kurz zu mir: Bis Anfang des Jahres habe ich mit meinem eigenen Blog Browmeister das Internet unsicher gemacht, habe ihn aber fürs Erste auf unbestimmte Zeit ruhen lassen. Momentan kann man dafür regelmäßig auf Ahoimag von mir lesen. Und dieses Mal auch hier auf princesspietsch.com!

Jetzt aber wieder zu den wirklich wichtigen Dingen: Bald geht’s wieder rund auf Schloss Kaltenberg! Wo sonst die Touris staunen und sich die Ritter kloppen, gibt es vom 8.06. bis 10.06. Festivalatmosphäre in einer der spannendsten und schönsten Kulissen Deutschlands. Und genau wie letztes Jahr hat sich das Puls-Team nicht lumpen lassen und ein Line-Up zusammengezimmert, dass sich sehen lassen kann! Egal ob der neue heiße Scheiß, Geheimtipps oder altbekannte Garanten für eine mega Stimmung: Eine Pilgerfahrt zum Schloss ist auch 2017 für Musikliebhaber wieder ein Muss.

Ich persönlich freue mich schon riesig auf die geballte Pop-Power aus dem Norden mit Sigrid und dePresno. Beide sind jung und kommen aus Norwegen, aber ihre Bekanntheitsgrade unterscheiden sich deutlich: Während die 20-jährige Sigrid mit ihren kraftvollen und enorm viel Spaß machenden Hits wie Don’t Kill My Vibe steil die Karriereleiter hochklettert, muss der charmante dePresno erst noch entdeckt werden. Dabei stehen seine Elektro-Pop-Nummern denen seiner Landsmännin in keinster Weise nach und können live einiges!

Das schöne am Puls Open Air ist auch, dass ich mir einige Acts, die mir leider aus den verschiedensten Gründen in der letzten Zeit entgangen sind, nachholen kann. Da wäre zum Beispiel Fil Bo Riva, der Italiener mit der Ausnahmestimme. Dann gibt es gefühlvolle Songs irgendwo zwischen Folk und Soul und mit dem Henning May-Kratzstimmen-Effekt – nur in gut. Groß ist die Vorfreude auch auf Giant Rooks aus Hamm, die sich mit ihrer New Estate-EP direkt in mein Herz gespielt haben. Allein das Piano-Intro von Chapels – traumhaft! Und wenn es zeitlich hinhaut, wird auch noch SOHN gegönnt, den ich schon seit seinem Debüt 2014 auf der Watchlist habe und im Februar wegen meines leeren Geldbeutels sausen lassen musste.

Selbstverständlich wird es mich auch zu den Headlinern ziehen, die mir auch dieses Jahr sehr zusagen. Die Ausnahmetalente von Bilderbuch gehen immer und kann man nicht oft genug anhören. Mit neuem Album im Gepäck wird die Show dann definitiv auch neue Überraschungen bieten. Am Samstag habe ich dann auch endlich wieder die Chance, das Trio von Moderat live zu erleben. 2014 auf dem Southside sträflicherweise nur für den Song Bad Kingdom vom Zelteingang gehört (weil ich damals nur wenig der Band kannte), werde ich mir diesmal sicherlich die volle Länge des Auftritts reinziehen und mir schön den Bass durch den ganzen Körper wummern lassen.

Insgesamt werden das sicherlich nicht die einzigen Acts sein, die ich mir vor Ort reinziehen werde, aber wohin es mich letztendlich verschlägt bleibt optional und das erfahrt ihr dann in meinem ausführlichen Bericht hier auf Princess Pietsch. Bis dann, man sieht sich auf Schloss Kaltenberg!

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Next: Folk Road Show im Striese

Langsam beginnt wieder diese eine Zeit im Jahr. Die Konzerte werden merklich weniger, die Festivalsaison läuft dafür langsam an. Und da ich – obwohl ich Jahr für Jahr beim Modular Festival mitarbeite – nicht diesen überschwänglichen Drang verspüre, eine Open Air Veranstaltung nach der anderen abzuklappern, wird mein Kalender immer leerer. Schade für diesen Blog, weil Futter fehlt. Gut für mich, weil ich merke, dass ich eine Pause brauch und weil das Modular immer näher rückt und somit mehr Aufmerksamkeit verlangt.

Aber hier und da finden sich dann doch vereinzelt noch ein paar Konzerte. Am 20. Mai z.B. gastiert die Folk Road Show im Striese, einer eher ungewöhnlichen Location für Konzerte in Augsburg. Doch auch die Folk Road Show ist alles andere als eine normale Band. Keine Show und doch wie ein Theaterstück. Die Bandmitglieder sind eigentlich vier Singer-Songwriter und ein Schlagzeuger, die sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben. Noch dazu aus unterschiedlichen Ländern und drei verschiedenen Kontinenten (Amerika, Europa und Australien)! Und doch kocht hier keiner sein eigenes Süppchen. Von Song zu Song wechselt der Leadsänger, der Rest tauscht die Instrumente. Immer im Einklang miteinander entstehen gefühlvolle, fünfstimmige Lieder. Ich bin mir sicher, dass das ein ziemlich spaßiges und mitreißendes Konzert wird (schaut euch nur mal das Video von Sofar an – umwerfend!).

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Next: Leoniden in der Soho Stage

Lange hab ich überlegt, ob ich zum Konzert von Leoniden gehen soll oder nicht. Mittlerweile frag ich mich wirklich, warum überhaupt. Also nicht warum ich da hingehen sollte, sondern warum ich so lange überlegt hab?! Eine Bekannte, die mir vor Wochen auf einem Konzert über den Weg gelaufen ist, hat mir damals die Band mit den Worten „Die könnten was für dich sein“ empfohlen. Und ich so: „Pah, Leoniden…noch nie was von denen gehört.“ Gesagt hab ich natürlich: „Hm, ja…ich hör mal rein.“ Hab ich aber nie gemacht.

Und eigentlich doch. Ich war mal wieder bei F., bei dem – wie schon mal erwähnt – immer Spotify läuft. Im Hintergrund plätscherte seine Discover-Weekly-Playlist. Und auf einmal kam da ein verdammt guter Song. So ziemlich das beste und reinste Indie-Geplämper, das man sich vorstellen kann. Überraschenderweise waren es die Leoniden. Mittlerweile wird mir die Band schon selbst auf Spotify empfohlen, weil wohl ähnlich wie KYTES. Ich komm also nicht um die Band drum rum. Gestern bin ich dann auch noch über einen Konzertbericht zur Kieler Band auf einem neu entdeckten Musikblog gestolpert. Also gut! Dann geh ich halt hin.

Ich hab mich durch ein paar Songs gehört und versteh mittlerweile echt nicht mehr, warum ich so lange gezörgert hab. Leoniden lassen mein Indie-Prinzessinen-Herz höher schlagen. Gitarren, viel Pling-Pling und jede Menge Power. Das mag ich ja am liebsten, wenn Songs so richtig nach vorne preschen und dich der wirbelnde Luftsog einfach mitzieht.

Die Leoniden haben ihren Namen übrigens vom gleichnamigen Meteorstrom (Sternschnuppeeeeeeeen!), dessen Radiant – also Ausgangspunkt – im Sternbild des Löwen liegt. Hab ich schon mal erwähnt, dass mein Sternzeichen Löwe ist? Ich bin absolut keine abergläubische Hexen-Voodoo-Tante. Aber die Zeichen sprechen eindeutig für dieses Konzert.

Tickets bekommt ihr im Vorverkauf für 13,90 Euro bei Eventim, eurem Ticketdealer des Vertrauens oder im Weissen Lamm (dort wie immer am günstigsten); Abendkasse 15,- Euro.

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Next: John Garner im Rheingold

Monate- wenn nicht gar jahrelang bin ich um diese Band rumgeschlichen. Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass John Garner aus Augsburg sind und ich es trotzdem lange Zeit nicht geschafft hab, zu einem ihrer Konzerte zu gehen. Und jetzt…seh ich sie innerhalb von vier Wochen gleich zweimal live!

Nachdem ihr Releasekonzert in der Kresslesmühle ziemlich schnell ausverkauft war, gingen natürlich einige Leute leer aus. Darum entschied sich die Band, am 18. März ein Zusatzkonzert im Rheingold zu spielen. Und was soll ich sagen…ich war so begeistert vom ersten Gig, dass ich es mir nicht nehmen lasse, auch beim zweiten dabei zu sein. Mittlerweile hab ich sogar ein paar Leute aus meinem Chor ganz verrückt gemacht. Die müssen jetzt alle mit.

Und bis dahin läuft John Garners Debütalbum in Dauerschleife. Meinen Lieblingssong „The Beauty Walks Hand In Hand With A Smile“ hör ich immer, wenn ich morgens laufen gehe. Der Song ist ideal dafür. Er passt sogar so gut, dass ich nach wenigen hundert Metern schon lächelnd der Dämmerung entgegen jogge :) am meisten bewundere ich an John Garner, dass sie unplugged genauso umwerfend klingen wie mit Mikros und dem ganzen anderen Schnick-Schnack, den man halt auf der Bühne hat. Das Video, das für Monaco Sessions in einer alten Scheune entstanden ist, ist wohl der beste Beweis dafür.

Tickets bekommt ihr für 10 € direkt bei der Band, wenn ihr z. B. über Facebook eine Nachricht an die drei schreibt. Und sollte es nicht wieder ausverkauft sein, natürlich auch an der Abendkasse. Aber darauf würde ich mich bei John Garner lieber nicht verlassen.

Foto: Hagaff-Fotografie

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Next: Lange Brechtnacht 2017

Eines meiner Festivalhighlights ist jedes Jahr wieder das Brechtfestival, das seinen musikalischen Höhepunkt in der Langen Brechtnacht findet.

2017 steht das Festival unter dem Motto und Zitat Brechts „Ändere die Welt, sie braucht es“. Über eine Woche lang ist in Augsburg einiges rund um Berthold Brecht geboten, der hier 1898 geboren wurde. Die Lange Brechtnacht findet am 4. März statt und wird wie jedes Jahr von Girisha Fernando kuratiert. Nachdem ich ja vom letztjährigen Programm mit Sophie Hunger und Co. nicht sonderlich angetan war, freu ich mich umso mehr, dass diesmal Künstler kommen, die ich eh schon seit Längerem auf meiner Liste stehen habe. Da trifft wohl mal wieder meine Devise „Warte geduldig, irgendwann kommen alle deine Lieblingskünstler auch nach Augsburg“ zu. Ha! Am meisten hat mich Käptn Peng gefreut, den (oder die) ich mir ja eigentlich fürs diesjährige Modular gewünscht hab. Jetzt kann ich die Band schon früher abhaken :)

Das zweite Häkchen kommt hinter Sarah Lesch, die ich vor Jahren im Grandhotel Cosmopolis verpasst hab und seither noch an gefühlt zehn anderen Orten in der Umgebung. Und dann ist da noch Mine. Auch wenn ich Katzen eigentlich doof finde, liebe ich ihren gleichnamigen Song! Wenn ich ganz ehrlich bin, kenn ich von keinem dieser Interpreten kaum mehr als einen oder zwei Songs. Aber es gibt diese Künstler, die wirken auf einen so anziehend und sympathisch, dass es gar nicht mehr dazu braucht.

Passieren wird das alles – anders als bisher – im Rathaus im Oberen Fletz, da das Große Haus vom Theater wegen Sanierung ja erstmal etwas länger nicht bespielt werden kann. Ich bin mir aber sicher, dass mit der neuen Location ein ebenso spektakulärer wie ungewöhnlicher Rahmen gefunden wurde.

Noch mehr Infos und was außer diesen drei Konzerten noch alles geboten sein wird, erfahrt ihr hier.

Tickets bekommt ihr für 19 € (Ermäßigt: 15 €) z. B. hier. An allen Veranstaltungsorten gibt es aber auch eine Abendkasse.

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Next: Pool und Adules Dance in der Soho Stage

Ich bin so dermaßen begeistert, was für tolle Bands die Soho Stage und auch die Kantine für die ersten Monate des Jahres nach Augsburg geholt haben. Das muss man schon mal sagen: Sehr gut gemacht! Eigentlich sind da ja durchgehend immer wieder wahre Perlen dabei, daber diesmal lassen mich die kommenden (und auch vergangenen) Konzerte in regelrechten Freudentaumel verfallen. Denkt man da nur an den fantastischen Fil Bo Riva. Oder Faber. Und Tex! Und dazwischen Pool. Die Hamburger Band spielt am 10. Februar in der Soho Stage.

Ich denk ja immer wieder gern an das Interview, das ich vor gut eineinhalb Jahren super spontan mit den drei Jungs führen durfte. Innerhalb weniger Minuten hab ich mir Fragen ausgedacht und noch heute bin ich der Meinung, dass es eines der schönsten und besten Interviews war, die ich je gemacht habe; auch dank Pool. Ich finde es ja immer wieder total faszinierend, dass Daniel, David und Nils kaum unterschiedlicher sein könnten in der Art wie sie sprechen, sich geben und kleiden. Und trotzdem wirken sie wie die besten Kumpels und machen Musik, die eben auch genau danach klingt. Vertraut, scherzhaft und ungezwungen.

Schon damals beim Singoldsand Festival war ich total begeistert von ihrem locker-leichten Indie-Pop. Und als ich dann ihre neueste Single Holding On To Summer zum ersten Mal gehört habe, bin ich vor Sentimentalität fast zerflossen. Der Song fängt perfekt die bittersüße, zarte Melancholie ein, die einen spätestens Ende September ereilt, wenn man sich zurücksinnt an den vergangenen Sommer und all die schönen Momente. Denn im Sommer verliebt man sich in Menschen, schöne Plätze, die eigene Stadt und fremde Länder, neue Hobbys und lange Abende am See mit Freunden. Das Video dazu (es ist ein One-Shot-Video!!!) tut sein übriges.

Ich freu mich schon riesig auf das Konzert, diesmal ohne den ganzen Festivalwahnsinn außenrum. Im Anschluss legen Adules Dance (der DJ-Ableger von Adulescens) auf. Ich bin ja ehrlich gesagt überhaupt kein Fan von DJs. Aber wenn ich mich auf einen DJ-Abend einlassen müsste, dann Adules Dance (hier gibt’s einen kleinen Vorgeschmack: https://www.mixcloud.com/AdulesDANCE/adulesdance-mixtape-1/). Immerhin wird gemunkelt, dass die Jungs ihre Instrumente nicht Zuhause lassen…

Tickets bekommt ihr im Vorverkauf für 10,- Euro im Soho Webshop, bei Eventim, eurem Ticketdealer des Vertrauens oder im Weissen Lamm (dort wie immer am günstigsten); Abendkasse 13,- Euro.

Next: Fil Bo Riva in der Soho Stage

Schon vor einigen Monaten ist mir aufgefallen, dass sich mein Musikgeschmack im Laufe der letzten Jahre, also seit Beginn dieses Blogs, merklich verschoben hat. Waren meine Playlisten vor fünf Jahren noch äußerst chartlastig, empfinde ich es heute schon fast als Beleidigung für meine Ohren, wenn ich irgendwo der Musik von Katy Perry und Co. ausgesetzt bin. Sobald ein Interpret einen unbestimmten Bekanntheitsgrad überschreitet, wird er für mich uninteressant. Warum ist das so? Liegt das am Alter? Dem mittlerweile besseren, musikalischen Verständnis? Ist es eine Art Auflehnung? Trotz? Gewohnheit? Oder einfach weil Augsburg nichts anderes als Unbekannt zu bieten hat?

Ich werde es wohl nie erfahren. Manchmal nervt es mich ja schon fast selbst, dass ich Bands wie AnnenMayKantereit oder Wanda blindlinks von der Bettkante stoße (und ihnen sogar auf Facebook entfolge!), weil sie mich nicht mehr interessieren. Dafür freu ich mich dann umso mehr, wenn mal wieder einer dieser ganz großen, kleinen Künstler für ein Konzert nach Augsburg kommt. So wie Fil Bo Riva. Am 19. Januar spielt er in der Soho Stage. Ein paar seiner Songs kannte ich schon bevor irgendwann die Veranstaltung in meiner Facebook-Timeline auftauchte. Nur wusste ich nicht, dass der Küstler dahinter Fil Bo Riva heißt. Für mich klang der Name erst mal nach schwarzem Gangsterrapper. Dabei ist das der Mann hinter Killer Queen.

Sein neuester Song heißt Franzis und ist ebenso ein Ohrwurm. Aufgewachsen in Italien, lebte er eine Zeit lang in Irland und nun in Berlin. Mit dieser Geschichte und seinem soulig, folkigen Grundton erinnert er mich ein bisschen an L’aupaire. Vielleicht auch wegen der Wuschelhaare. Aber diese wahnsinnig tiefe, kratzige Stimme (die kommt besonders bei Like Eye Did richtig gut raus)…dagegen kann jeder Henning May einpacken.

Ich hoffe ja schon fast, dass Fil Bo Riva niemals wirklich bekannt wird. Ich würde ihn gerne für immer zu meinen Lieblingskünstlern zählen.

An dieser Stelle sollte jetzt eigentlich wieder stehen, wo ihr die Tickets für das Konzert bekommen könnt. Nur leider ist es schon ausverkauft. Schade, schade…oder ziemlich gut. Wie man es sieht…