MS MR – Hurricane

Ich hab schon länger nicht mehr von meinem eigenen musikalischen Schaffen berichtet. Nach dem Florence-and-the-Machine-Disaster im Juli war ich erst mal raus. Ich hab mir den gesamten Sommer über Zeit und das Klavier in Ruhe gelassen. Ja wirklich, ich hab die ganzen Sommerferien kein einziges Mal gespielt oder gesungen. Manchmal sind solche Auszeiten bitter notwendig. Um Abstand zu gewinnen und neue Energie zu tanken. Ich wollte mich nicht mehr selbst voran treiben, sondern einfach nur noch das machen, was mir Spaß macht und mir liegt.

Und genau so sind Doro und ich dann im September in das neue Schuljahr gestartet. Ich wollte gerne mal wieder etwas rappen und hab mir dafür The Judge von Twenty One Pilots ausgesucht. Ein paar Stellen waren tricky, aber eigentlich lief es ziemlich gut.

Danach machten wir mit Relator von Pete Yorn & Scarlett Johansson weiter und waren schneller fertig als gedacht. Das war fast ein bisschen schade. Meine Gesangslehrerin meint aber, dass wir uns intuitiv eh die Songs aussuchen, die stimmlich und von der Lage her zu uns passen. Hm, okay. Das ergibt Sinn. Darum läuft es gerade so gut. Immerhin sind das alles Lieder, die ich Zuhause eh vor mich hin träller.

Nachdem ich vor ein paar Monaten total in die Serie Der Club der Roten Bänder versunken bin, war eigentlich schon fast klar, welcher Song als nächstes folgt: Hurricane von Ms Mr, die damit den Titelsong zur Serie liefern. Generell kann ich Den Club der Roten Bänder, was allein den Soundtrack betrifft, nur empfehlen. Überaus geniale Songs, die perfekt die Stimmung treffen ohne in Kitsch abzudriften.

Und auch hier: Der Song gelingt recht easy. Wenn man sich erst mal an den merkwürdigen Rhythmus, der teils komplett gegen den Takt geht, gewöhnt hat. Kurzum…ich hab wieder richtig Spaß an der Sache! Letztens stand ich sogar bei der Open Stage unserer Modular Weihnachtsfeier auf der Bühne, wo wir im Duett Relator gesungen haben. Und für The Judge hab ich auch schon eine ganz wunderbare Idee: den Song zusammen mit unserem Chor bei der nächsten Acoustic Night meiner Musikschule performen.

Foto: Sarah Seidel

Twenty One Pilots – Heathens

Twenty One Pilots und ich. Ein Drama. Und ich befürchte ohne Happy End. Ich mag Tyler und Josh, auch wenn ich nach Jahren des Fandaseins mir immer noch nicht merken kann, wer wer ist. Ich liebe ihre Musik, so gut wie jeden Song. Aber seit geraumer Zeit – was so ungefähr mit Gründung dieses Blogs begann – entwickelte ich eine zunehmende Abneigung gegen Bands, die groß und bekannt sind und früher oder später in den Charts auftauchen und dann jeder kennt und jeder mag. Einfach nur weil es jetzt eben in den Charts ist. Genau aus diesem Grund mochte ich Twenty One Pilots so gern. Eine kleine Band aus den USA, die dort zwar schon etwas bekannter war, hier aber kaum jemand von ihnen wusste. Noch dazu schienen sie so anders und eigen zu sein.

Letzteres ist eigentlich immer noch der Fall, aber mit der Unbekanntheit ist es längst vorbei. Auf Facebook zählen sie mittlerweile über 2 Mio. Likes und ihr Song Stressed Out läuft im H&M. Noch schlimmer: er wird jetzt auch schon gecovert. Solche Verbrechen, wenn auch recht gut gelungene, hab ich auch schon hier und dort gehört; z. B. in einem kleinen Café in Schweden.

Nun ist es aber so, dass ich die zwei immer noch sehr gern mag und ihre Shows einfach gigantisch sind. Schon seit Jahren möchte ich gern mal wieder auf eines ihrer Konzerte gehen. Nachdem ich es die letzten zweimal verpasst habe, mir rechtzeitig Tickets zu sichern, hab ich mir für die nächste Tour geschworen: Sobald der Vorverkauf startet, kaufst du zwei Tickets. Egal wann und wo und überhaupt. Dann war es so weit: die Emotional Roadshow World Tour! Und im November kommen Twenty One Pilots tatsächlich auch nach München. Und wo werden sie spielen? Im Zenith. Didüm. Vorfreude dahin.

Das Zenith ist als eine der schlechtesten Münchner Konzertlocations bekannt. Ich bin ja normalerweise echt nicht wählerisch und würde mich auch nicht als Freak bezeichnen, dem es sofort auffällt, wenn der Sound nicht optimal ist. Aber nach zwei Pleiten und allgemeinem Unmut über die Halle, mag ich da auch nicht mehr hin. Die Halle ist groß und leider so ziemlich das Einzige in der Größenordnung in München, aber der Sound ist kacke, wenn du nicht an genau diesem einen Punkt stehst, an dem er gut ist. Außerdem siehst du nichts, da die Bühne so unglaublich niedrig ist. Außer du bist zwei Meter groß oder stehst irgendwo in den ersten drei Reihen. Somit dezimiert sich der Platz für den guten (würde mir ja schon reichen, es muss ja nicht optimal sein) Konzertgenuss auf ein unfassbares Minimum! Und das bei einer Fläche für bis zu 6.000 Personen!

Ich hab also lange hin und her überlegt, ob ich die schlechten Bedinungen in Kauf nehmen soll und ob mir das dann wirklich 45 Euro wert ist. So lange, bis das Konzert mal wieder ausverkauft war. Hm. Na zumindest hat sich so das Problem von allein erledigt. Somit gibt es also diesmal wieder keine Twenty One Pilots für mich. Dann warte ich halt einfach so lange, bis sie irgendwann in der Olympiahalle spielen.

Übrigens läuft seit gestern die DC-Comic-Verfilmung Suicide Squad im Kino, zu dessen Soundtrack auch Twenty One Pilots den extra dafür entstandenen Song Heathens beigesteuert haben. Es ist wohl kaum eine Überraschung, dass mir der Track gefällt. Allein der Text…wie immer drückend, düster und heftig. Allgemein soll der Soundtrack einer der Besten der letzten Jahrzente sein. Davon werde ich mich heute Abend gleich mal selbst überzeugen und den Film im Kino anschauen. So komme ich wenigstens ein bisschen in den Genuss von Twenty One Pilots.

Please don’t make any sudden moves – you don’t know the half of the abuse

Soundtrack Marie Antoinette

Irgendwie häng ich gerade ziemlich in den Seilen. Was ist nur los? Am Freitag spielen Kofelgschroa in der Kresslesmühle, quasi fünf Meter von meiner Haustür entfernt. Und ich ab es verplant mir rechtzeitig Karten zu organisieren, denn mittlerweile ist das Konzert ausverkauft. Anfang Februar wollte ich unbedingt zu Twenty One Pilots, nachdem ich ja beim letzten Mal schon zu langsam war. Doch auch hier: ausverkauft. Ich krieg noch die Krise.

Dafür hab ich gestern endlich den Film Marie Antoinette gesehen. Der stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Liste. Das Drehbuch wurde von Sofia Coppola geschrieben, die auch Regie führte. Ich mag ihre Filme. Somewhere, Lost In Translation, The Virgin Suicides – hab ich alle schon gesehen. Und gute Musikvideos macht sie auch noch. Das Video zu Phoenix‘ Chloroform (Video gibt’s hier) stammt zum Beispiel von ihr. Eine fantastische Frau, deren Filme man kennt ohne dass es die sind, wegen denen alle ins Kino rennen. Nichtsdestotrotz hat sie schon mal in einem Star-Wars-Film mitgespielt.

Ihr merkt schon: ich bin Fan! Und seit ich nun Marie Antoinette gesehen habe noch viel mehr. Vor allem die Filmmusik hat mich sehr begeistert. Frankreich, Königin, Versailles, 18. Jahrhundert – da denkt man zuerst der Soundtrack würde nur aus klassischer Musik bestehen. Mozart, Klavier und Streicher. Aber falsch gedacht. Moderne Klassik wie das Stück Avril 14 von Aphex Twin klingen noch nachvollziehbar. Der Song Aphrodisiac von der New-Wave-Band Bow Wow Wow überraschen da schon mehr. Oder leicht nebulöse Lieder von The Cure. Oder was rockiges von The Strokes. Faszinierenderweise passen diese Songs aber perfekt zum Film und dem ausschweifenden Lebensstil von Marie Antoinette. Ich bin immer noch ganz beeindruckt davon, wie fantastisch die moderne Musik mit den Bildern von längst vergangenen Zeiten und den opulenten Kleidern zusammen passt. Sofia Coppola hat es halt einfach drauf.

Christina Aguilera – Show Me How You Burlesque

Vor ein paar Tagen gesehen: Burlesque mit Cher und Christian Aguilera in den Hauptrollen. Ich steh ja im Allgemeinen schon total auf Tanzfilme, aber dieser Film hat es mir besonders angetan. Diese Stimme, diese Art zu tanzen, diese Kostüme…mir fallen absolut keine Worte ein um diese Eindrücke auf eine ihnen angemessenen Weise zu beschreiben.

Miley Cyrus – When I Look At You

Heute hab ich wohl einen der traurigsten, je gedrehten Filme gesehen. “Mit dir an meiner Seite” habe ich schon als Buch gelesen und konnte die Tränen nur mit größter Mühe zurückhalten. Aber als ich heute den Film gesehen habe…von so vielen habe ich schon gehört, dass man bei diesem Film einfach weinen muss. Und sie hatten Recht. Es war so unglaublich traurig!

Dabei ist mir mal wieder klar geworden, wie wichtig die Familie ist. Auch wenn man seine Eltern für manche Dinge, die sie getan oder nicht getan haben, verurteilt und am liebsten nie wieder ein Wort mit ihnen reden würde, sollte einem doch immer bewusst sein, dass man nur diese eine Familie hat und sie gerade deswegen so unheimlich wichtig ist! Ich bin froh, ein Teil meiner Familie zu sein!