Next: Sammersee vs. Südufer

Man hat das Gefühl, in den letzten Jahren sprießen die Festivals wie die Pilze im Wald und jedes kleine Dorf macht nun sein eigenes Open Air. So hat man rund um Augsburg mittlerweile ein echt gutes Angebot. Man muss nur wenige Kilometer fahren und kann jedes Wochenende eine andere Veranstaltung besuchen. Klasse so weit. „Fehler“ im System sind bei einer solchen Frequenz aber vorprogrammiert. Es kam, was kommen musste: zwei tolle Festivals finden an den selben Tagen statt. Und mich zerreißt es fast, denn am liebsten würde ich über beide Wiesen tanzen.

Das Sammersee in Schondorf am Ammersee sowie das Südufer am Friedberger Bagersee finden beide am 21. und 22. Juli statt.

Würde es mir rein nach den Bands gehen, würde ich wohl das Südufer Festival bevorzugen. Von der ersten bis zur letzten sind das alles meine Lieblinge. Und dann treten da auch noch Bands auf, die ich schon so lange mal live sehen wollte! Wirklich, so was ist schon zu verrückt um wahr zu sein. Nihils aus Österreich! Auf die warte ich schon seit Jahren. Oder Hadern im Sternenhagel. Aaaaaahhhh! Kombiniert mit meinen All-Time-Favorites wie Claire, Adulescens, Kytes, Lola Marsh, Pool und Skydrunk. Ich mein, wie wahrscheinlich ist das denn, dass es ein Festival gibt, das musikalisch 100 Prozent nach deinem Geschmack ist?!

Beim Sammersee sieht das ein bisschen anders aus. Kids Of Adelaide stehen ebenfalls schon lange auf meiner Liste. Und Leoniden gehen eh immer (siehe mein Konzertbericht vom April). Dann wären da noch ZULU, die früher mal Shaky Foundation hießen (und ich wunder mich noch, warum da plötzlich immer dieses ZULU in meiner Facebook-Timeline auftaucht). Und von Baba Shrimps bin ich erst seit fünf Sekunden Fan. Seit ich mir den Timetable angesehen hab. Und will sie jetzt unbedingt mal live sehen. Never ending story… Aber zum Sammersee würde ich eher fahren, weil es da so schön sein soll. Am See und die Bäume und die Lichter. Und nicht zuletzt weil es ein Benefizfestival ist, das seinen jährlichen Gewinn komplett an gemeinnützige Organisationen spendet.

Für welches Festival würdet ihr euch entscheiden? Lieblingsbands oder wunderschöne Atmosphäre? Vielleicht habt ihr ja Glück und eines der Festivals vereint in euren Augen beides ;)

Und wer errät, auf welches Festival ich nun letztendlich gehe, der bekommt ne Überraschung (ich mein das ernst).

Programm Sammersee Festival

Zulu / 22. Juli 2017 / 19:45 Uhr / Seebühne

Baba Shrimps / 22. Juli 2017 / 22:30 Uhr / Hauptbühne

Kids Of Adelaide / 22. Juli 2017 / 21:30 Uhr / Seebühne

Programm Südufer Festival

Lola Marsh / 22. Juli 2017 / 22:30 Uhr / Uferbühne

Neufundland / 21. Juli 2017 / 19:00 Uhr / Uferbühne

Nihils / 22. Juli 2017 / 21:30 Uhr / Uferbühne

Hadern Im Sternenhagel / 22. Juli 2017 / 17:45 Uhr / Uferbühne

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Lieblingssong: Ein Quantum Horst – Augenblick

Freitagabend, Kanal-C-Party: Just in dem Moment als ich den Raum betrat, kamen Ein Quantum Horst auf die Bühne. Perfektes Timing. Perfekter Start. Perfekter Auftritt. Die anderen Bands dieses Mini-Folk-Festivals konnten das leider nicht mehr toppen. Die Lischkapelle klang mir zu klapprig und The Moonband zu fad. Und da fiel mir ein, dass ich zwar hier immer wieder von den Horstis schwärme, euch aber noch nie was zum Anhören gegeben habe. So here we go…

Ein Quantum Horst - Konzert - Augsburg - Kantine - Princess Pietsch

Was mich an Ein Quantum Horst immer wieder fasziniert, ist der Gegensatz zwischen dem rauen Gesang und der teilweise sehr feinen Instrumentierung. Das wird bei Augenblick vielleicht nicht ganz so deutlich, aber live…mindblowing!

Mittlerweile hat der Schlagzeuger der Band (bzw. der Cajonist – wenn man das so sagt) gewechselt. Seit Neuestem sitzt da Daniele, mit dem ich früher mal im selben Chor gesungen hab. Ich finde ja: Exzellenter Ersatz! Denn auch wenn es vorher schon ziemlich gut war, klingt es jetzt nochmal ne ganze Ecke tighter. Und die Percussion…in manchen Songs das Tüpfelchen auf dem i.

Was nur leider ziemlich schade ist: Live sind Ein Quantum Horst umwerfend, doch ihre erste EP Lackschuh, die so hopplahopp erschienen ist, ist im Ganzen betrachtet ein äußerst fades Produkt. Die hört sich dann doch wieder zu glattgebügelt an. Also besucht sie besser einfach mal bei einem Konzert. Ihr werdet verstehen, was ich meine ;)

Die nächsten Horsti-Konzerte:
29.07.2017 – Dinkel Festival – Dinkelscherben
26.08.2017 – Singoldsand Festival – Schwabmünchen

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Lieblingsmusiker: Dominik Scherer – Drumming Mishmash

Das schönste am Bloggen ist eindeutig, dass man Menschen kennen lernt, mit denen man sonst nie ins Gespräch kommen würde. Oder die man sonst immer nur von Weitem beobachten und bewundern würde. Eine Begegnung, die mich ganz besonders freut, ist die mit Dominik Scherer.

Der Augsburger gilt als Tausendsassa in der hiesigen Musikszene. Geschäftsführer und Dozent für Schlagzeug und Trompete bei der Musikschule Beathof. Produzent einiger namhafter Unternehmen und Musiker (Bayerischer Rundfunk, Ludovico Einaudi, Yamaha, Lischkapelle…). Zahlreiche Shows mit nicht weniger bekannten Leuten (Ich & Ich, Stefan Raab, Berlin Fashion Week…). Die Liste ist lang. Und ich gerade ziemlich baff. Denn wenn man Dominik kennen lernt, hat man nicht den Eindruck, dass da sowas wie ein Star vor einem steht. Er ist engagiert, oh ja. Und Musiker aus Leidenschaft. Und wie Oma sagen würde: ein ganz ein Lieber. Auch wenn diese ihn wahrscheinlich etwas skeptisch beäugt hätte, hätte sie ihn zu seinen LUUP-Zeiten und mit den Kajal umrandeten Augen kennen gelernt.

Also wie man sich nun denken kann, ist Dominik ein ziemlich umtriebiger Typ. Immer ein neues Projekt am Start. Immer was originelles und neuartiges. So hat er vor Kurzem mit einer Videoreihe zu seinem Projekt Drumming Mishmash angefangen, wozu diesen Montag schon der zweite Clip erschien. Fand die erste Session noch in einem Supermarkt statt (the best: der Hund), ging es diesmal in den Augsburger Untergrund – in einen Bunker aus dem 2. Weltkrieg! Beide Male entstanden dabei fantastische Aufnahmen. Einmal eben eher verspielt, das andere Mal sehr dramatisch.

Ich bin gespannt, was da noch so kommt. Denn zwei weitere Videos stehen noch aus.

Foto: Lisa Seifert

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Next: Kanal C Geburtstagsparty in der Kantine

Kaum zu glauben, Kanal C – Augsburgs Studentenradio – wird heuer schon 20 Jahre alt! Kommt mir wie gestern vor, dass sie ihre Volljährigkeit gefeiert haben. Sie werden so schnell groß, die Kleinen…

Für diesen Geburtstag ist nun eine Riesensause in der Kantine geplant. Es wird Süßkram for free geben und die ersten 50 Gäste bekommen Getränkegutscheine. Wuhu! Früh kommen, lohnt sich also. Nicht nur um was abzustauben, denn keine Geburtstagsparty ohne special Showeinlage. Und die übernehmen an diesem Abend drei Bands. Meine Augsburger Lieblingshorstis Ein Quantum Horst sowie die Lischkapelle und The Moonband aus München. Grandiose Wahl! Und mir scheint, als würde das Team von Kanal C sehr auf Folk stehen. But why not?! I love it too <3

Den restlichen Abend legt dann u. a. Chris, den ihr hier schon als Gastblogger kennen gelernt habt, feinste Musik aus 20 Jahren Kanal C auf. Und es werden vor Ort Karten fürs Chiemsee Summer verlost. Wie verrückt ist das denn alles?

Und wen ich jetzt immer noch nicht überzeugen konnte, dass das eine feine Party wird, für den hab ich hier zwei absolute Totschlagargumente:

  1. Zu dieser Geburtstagsfeier müsst ihr kein Geschenk mitbringen. Ich weiß – Wahnsinn, oder?! und…
  2. Wem die 8 Euro Eintritt zu viel sind (I got you, ihr armen Studenten), der hat hier die Chance 1 x 2 Gästelistenplätze zu gewinnen. Einfach bis zum 05.07.2017, 12 Uhr, diesen Facebookbeitrag sowie meine FB-Seite liken. Der/die Gewinner/-in wird ausgelost und bekommt dann von mir Bescheid.

Weitere Infos findet ihr in der Facebook-Veranstaltung.

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Next: Modular Festival 2017

Zack-zack, schon wieder ein Jahr rum. Was sich die letzten Jahre zur Tradition entwickelt hat, darf auch 2017 in meinem Kalender nicht fehlen: das Modular Festival im Wittelsbacher Park. Ganz nach dem Motto #modularjedesjahr – das Festival begleitet mich immerhin schon seit 2012.

Doch dieses Jahr wird sich für mich im Hinblick auf diesen Blog im Zusammenhang mit dem Modular eine Kleinigkeit ändern. Bevor nächstes Jahr alles anders wird. So zumindest mein Plan. Wie weit ich damit kommen werde, warten wir mal ab. Also erst mal step-by-step. Dieses Jahr will ich nämlich nicht über das Modular Festival bloggen. Ich bin wieder zum Arbeiten dort und helfe diesmal im Bereich der Crew Hospitality – also sich um die anderen Volunteers kümmern, das Zelt sauber halten und vor allem für Essen sorgen. Soweit so gut. Doch der Stress letztes Jahr – zu arbeiten und zusätzlich noch vor und nach jeder Schicht bepackt mit der Kamera übers Festivalgelände zu hetzen, um ja kein Konzert zu verpassen…Nö, darauf hab ich heuer keine Lust. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich seit Kurzem viel Yoga mache und meditiere? Ich schieb das als Ausrede für meine Leck-mich-am-Arsch-Attitüde vor, die ich neuerdings immer öfter ans Tageslicht lege.

Dieses Jahr werde ich also meine Schichten absolvieren, die teilweise schon um 9 Uhr morgens beginnen (!!!), und werde anschließend übers Festivalgelände schlendern. Ja, alles ganz gemütlich, mit einem Eis in der Hand oder im Gras sitzend was essen. Hach, Essen im Sitzen. Ein Traum! Und ich werde die Konzerte genießen! Kaum zu fassen, dass ich bisher noch kein einziges Festival mitgemacht habe, ohne dass mich ständig Gedanken wie „Ich darf diesen Auftritt nicht verpassen“ oder „Wie schreib ich das auf meinem Blog?“ verfolgen.

Also liebe Leute…am Arsch vorbei! Ich genieße dieses Jahr das Modular in vollen Zügen. Und das solltet ihr auch. Also schaut vorbei und bildet euch eure eigene Meinung. Denn hier wird es keinen Bericht geben. Nur diese Ankündigung. Und dann schauen wir mal weiter was nächstes Jahr wird.

Meine Liste ist wie immer endlos lang, aber die App ist mir heuer wirklich eine große Hilfe. Man hat alle Infos in der Tasche dabei und bekommt zu jedem seiner Favoriten eine Erinnerung kurz vorm Konzert. Das Festival ist für mich wieder der perfekte Mix aus Local Heros, Bands, die ich bereits live kenne, und welche deren Konzert ich zum ersten Mal besuche. Unfassbarerweise liegen alle meine Will-ich-sehen-Bands außerhalb und alle „schrecklichen“ Bands innerhalb meiner Schichten. Hallelujah!

Moop Mama / Fr. 16. Juni, 22:00 / Bühne am Turm

Bdot Issa / Fr. 16. Juni, 15:00 / Bühne am Turm

Carnival Youth / Fr. 16. Juni, 20:15 / Bühne im Park

Faber / Sa. 17. Juni, 19:00 / Bühne am Turm

Rikas / Sa. 17. Juni, 15:15 / Bühne am Turm

Mule & Man / Do. 15. Juni, 22:00 / Bühne am Turm

Missincat / Do. 15. Juni, 15:45 / Bühne am Turm

Sea Moya / Do. 15 Juni, 17:00 Bühne auf der Terrasse / 23:00 Club Stage

The Red Aerostat / Fr. 16. Juni, 17:00 / Club Stage

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Lieblingssong: Hannah And The Neighbours – Home

Wer Musiker, jung und neu im Business ist, der strebt gern nach Höherem. Klar. Bekanntheit, Groopies, der fette Plattendeal. Als ein vermeintliches Sprungbrett dafür kann dann schon mal der ein oder andere Wettbewerb auserkoren werden. Dass das aber wirklich so aufgeht, klappt vielleicht bei…0,1 Prozent? Darum und wegen Peinlichkeiten wie DSDS hab ich solche Aktionen immer eher belächelt. Nicht weil ich die Teilnehmer lächerlich finde, sondern eher weil die Prozedur an sich kaum Nutzen bringt. Meine Devise lautet: Wer es nicht ohne schafft, wird es auch mit einem Wettbewerb nicht weit bringen.

So finde ich auch den Augsburger Bandwettbewerb Band des Jahres semi gewinnbringend für die Teilnehmer. Man bekommt Bühnenerfahrung und kann austesten, wie die eigene Musik beim Publikum ankommt. Gut. Aber sonst…Außer den Killerpilzen ist damit eigentlich noch niemandem der Durchbruch gelungen. Allein der Slogan „Deutschlands ältester Bandwettbewerb“ wirkt so eingestaubt wie langweilig. Für mich hat der Wettbewerb nur den einen Nutzen: dass ich neue Bands entdecken kann.

In den letzten Jahren hab ich also Band des Jahres immer weniger verfolgt. Haben doch meine Favoriten eh nie gewonnen. Ob das jetzt von meinem besonders guten oder besonders schlechten Geschmack zeugt, sei mal dahingestellt. Auch dieses Jahr haben es meine Lieblinge zwar ins Finale jedoch nicht aufs Treppchen geschafft. Und ich hab das überhaupt nicht verstanden. Bis ich dieses Video von Hannah And The Neighbours, der diesjährigen Gewinnerin, gesehen hab und vollkommen baff war. Wie eine zweite Adele. Nur tausendmal authentischer. Also diesmal verdientermaßen gewonnen. Und ich drücke ihr die Daumen, dass sie der Preis auch weiterbringt. Jetzt muss ich sie nur noch irgendwann mal live sehen. Geschwärmt wird ja viel von ihrer Band, die sich so erst wenige Wochen vorm Finale spontan und durch Zufall geformt hat. Über ihre Cellistin ist Hannah angeblich auf dem Augsburger Rathausplatz gestolpert. Wortwörtlich.

Foto: Nessa Ina Photographie

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Next: Folk Road Show im Striese

Langsam beginnt wieder diese eine Zeit im Jahr. Die Konzerte werden merklich weniger, die Festivalsaison läuft dafür langsam an. Und da ich – obwohl ich Jahr für Jahr beim Modular Festival mitarbeite – nicht diesen überschwänglichen Drang verspüre, eine Open Air Veranstaltung nach der anderen abzuklappern, wird mein Kalender immer leerer. Schade für diesen Blog, weil Futter fehlt. Gut für mich, weil ich merke, dass ich eine Pause brauch und weil das Modular immer näher rückt und somit mehr Aufmerksamkeit verlangt.

Aber hier und da finden sich dann doch vereinzelt noch ein paar Konzerte. Am 20. Mai z.B. gastiert die Folk Road Show im Striese, einer eher ungewöhnlichen Location für Konzerte in Augsburg. Doch auch die Folk Road Show ist alles andere als eine normale Band. Keine Show und doch wie ein Theaterstück. Die Bandmitglieder sind eigentlich vier Singer-Songwriter und ein Schlagzeuger, die sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben. Noch dazu aus unterschiedlichen Ländern und drei verschiedenen Kontinenten (Amerika, Europa und Australien)! Und doch kocht hier keiner sein eigenes Süppchen. Von Song zu Song wechselt der Leadsänger, der Rest tauscht die Instrumente. Immer im Einklang miteinander entstehen gefühlvolle, fünfstimmige Lieder. Ich bin mir sicher, dass das ein ziemlich spaßiges und mitreißendes Konzert wird (schaut euch nur mal das Video von Sofar an – umwerfend!).

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Lieblingssong: Budapester Puppenmuseum – The Dark Triangle

Liebes Augsburg, wo treibst du eigentlich immer wieder diese verrückten, schrulligen und deswegen besonders liebenswerten Bands auf? Zuerst Fräulein Brecheisen, dann OSCA, jetzt Budapester Puppenmuseum.

Die vierköpfige Band erinnert mich vom Namen her an Wes Andersons Grand Budapest Hotel, hat aber von ihrem Auftreten her rein gar nichts mit dem Film gemein. Höchstens dass sie anders sind und bestimmt nicht jedem gefallen. Beim ersten Mal Reinhören waren noch keine zehn Sekunden vergangen, da hatte mein Kopf schon eine ganz andere Verknüpfung hergestellt: Das klingt wie die Rocky Horror Picture Show! Und jetzt in allen Köpfen so:

It’s a jump to the left

and then a step to the ri-i-i-i-ight

Irgendwie ziemlich passend, finde ich. Immerhin hat Elias Loeb, um den sich die skurrile Gruppierung scharrt, seit jeher ein Fabel für Gruselgeschichten. Als gelernter Maskenbildner hat er dann auch gleich seiner gesamten Band noch einen neuen Anstrich verpasst. Der kommt vor allem in ihrem Crowdfundingvideo zum Debütalbum schön zur Geltung. Oh Mann, ich hab selten ein so gutes Kampagnenvideo gesehen.

Unter https://www.startnext.com/bpm-debuetalbum kann man das Budapester Puppenmuseum auf ihrem Weg zum ersten Album unterstützen und sich wie üblich gegen eine Geldspende ein Dankeschön aussuchen.

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Next: Leoniden in der Soho Stage

Lange hab ich überlegt, ob ich zum Konzert von Leoniden gehen soll oder nicht. Mittlerweile frag ich mich wirklich, warum überhaupt. Also nicht warum ich da hingehen sollte, sondern warum ich so lange überlegt hab?! Eine Bekannte, die mir vor Wochen auf einem Konzert über den Weg gelaufen ist, hat mir damals die Band mit den Worten „Die könnten was für dich sein“ empfohlen. Und ich so: „Pah, Leoniden…noch nie was von denen gehört.“ Gesagt hab ich natürlich: „Hm, ja…ich hör mal rein.“ Hab ich aber nie gemacht.

Und eigentlich doch. Ich war mal wieder bei F., bei dem – wie schon mal erwähnt – immer Spotify läuft. Im Hintergrund plätscherte seine Discover-Weekly-Playlist. Und auf einmal kam da ein verdammt guter Song. So ziemlich das beste und reinste Indie-Geplämper, das man sich vorstellen kann. Überraschenderweise waren es die Leoniden. Mittlerweile wird mir die Band schon selbst auf Spotify empfohlen, weil wohl ähnlich wie KYTES. Ich komm also nicht um die Band drum rum. Gestern bin ich dann auch noch über einen Konzertbericht zur Kieler Band auf einem neu entdeckten Musikblog gestolpert. Also gut! Dann geh ich halt hin.

Ich hab mich durch ein paar Songs gehört und versteh mittlerweile echt nicht mehr, warum ich so lange gezörgert hab. Leoniden lassen mein Indie-Prinzessinen-Herz höher schlagen. Gitarren, viel Pling-Pling und jede Menge Power. Das mag ich ja am liebsten, wenn Songs so richtig nach vorne preschen und dich der wirbelnde Luftsog einfach mitzieht.

Die Leoniden haben ihren Namen übrigens vom gleichnamigen Meteorstrom (Sternschnuppeeeeeeeen!), dessen Radiant – also Ausgangspunkt – im Sternbild des Löwen liegt. Hab ich schon mal erwähnt, dass mein Sternzeichen Löwe ist? Ich bin absolut keine abergläubische Hexen-Voodoo-Tante. Aber die Zeichen sprechen eindeutig für dieses Konzert.

Tickets bekommt ihr im Vorverkauf für 13,90 Euro bei Eventim, eurem Ticketdealer des Vertrauens oder im Weissen Lamm (dort wie immer am günstigsten); Abendkasse 15,- Euro.

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Lieblingssong: #zweiraumsilke – Maria De La Tinder

#zweiraumsilke – ein etwas sperriger Bandname über dessen Bedeutung man nur rätseln kann. Die Band kommt aus dem Raum Nürnberg, Fürth, Erlangen und macht Musik in Richtung funkig, jazzigen Hip-Hop. Früher fand ich ja Jazz echt furchtbar. Mittlerweile allerdings…kann ich ihm auch ab und zu was abgewinnen. Wenn auch noch in versteckter Form und in ein Hip-Hop-Gewand eingewebt wie hier. #zweiraumsilke stehen insgesamt zu elft auf der Bühne! Für eine so junge Band sicherlich eine Herausforderung. Zum einen weil man in Anfangszeiten ja eher auf kleinen Bühnen spielt und da mit zehn Mann und einer Frau der Platz ganz schön eng sein muss. Zum anderen stell ich mir Proben chaotisch vor und wie schafft man es da überhaupt einen Song fertig zu kriegen bei so vielen Köpfen und Meinungen?

Entdeckt hab ich die Band irgendwie, irgendwo durch Zufall. Ich weiß es gar nicht mehr. Vielleicht war es auf Instagram. Von ihrem Sound war ich aber so hingerissen, dass sie mir nicht mehr aus dem Kopf gingen. Das lag mit Sicherheit auch zu einem Großteil an ihrem fantastischen Stop-Motion-Musikvideo zu Maria De La Tinder, das mittlerweile sogar einen Preis gewonnen hat.

Mein Traum wäre ja, #zweiraumsilke dieses Jahr auf einem Festival zu sehen. Und so abwegig wäre das gar nicht mal. Nach ihrem erfolgreichen Crowdfunding zur ersten EP, die im Mai erscheinen wird, steht ein langer Festivalsommer bevor. Und wenn #zweiraumsilke mal nicht auf Kissenbergen Skateboard fahren, dann hoffentlich mit ordentlichem von Trompeten, Saxophonen und Klarinetten erzeugtem Rückenwind von Festival zu Festival.

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