Next: Sommerluft Festival auf dem Sonnendeck

Es gibt ein neues Festival in der Stadt!

Und darüber bin ich ganz schön froh. Denn das Sommerluft Festival findet zeitgleich mit dem Singoldsand Festival in Schwabmünchen statt, das ich die letzten beiden Jahre besucht habe. Dieses Jahr überzeugt mich persönlich das Line-up nur leider nicht. Was mich mehr oder weniger interessiert hab ich alles schon mal live gesehen. Bis auf FM Belfast und Balbina. Letztere kommt im Herbst für ein Clubkonzert nach Augsburg. Also rentiert es sich für mich noch weniger mit dem Zug durch die Gegend zu gondeln.

Da zieh ich diesmal eindeutig die Alternative namens Sommerluft Festival vor. Zwar ist es nur ein Ein-Tages-Festival (25.08.2017), aber dafür findet es auf dem Sonnendeck satt! Sand zwischen den Zehen, den Blick über Augsburgs Dächer schweifen lassen und Top-Musiker auf der Bühne. Mit am Start ist Xavier Darcy, der bestimmt wieder wie ein Tornado über die Stage fegt und alle mitreißt. Außerdem die Augburger Indiepopper Mary Lou, die schon seit einiger Zeit auf meiner Liste stehen, und die Singer-Songwriterin Henny Herz, die mich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz so begeistert. Aber vielleicht ändert sich das ja auf dem Festival. Und…last but not least: Mundhaarmonika! Ich denke, ihr erratet mittlerweile, warum ich dieses Festival fest in meinem Kalender platziert habe?!

Tickets gibt’s im Vorverkauf für 8 Euro auf dem Sonnendeck. Ich empfehle schnell zu sein ;) weitere Infos in der Facebook-Veranstaltung.

Folge mir auf Facebook und Instagram für erste Teaserbilder und wöchentliche Konzertvorschauen. Ich freue mich über deinen Besuch!

Modular Festival Zentrale 2016 #2 – Review

Das zweite Wochenende in der Festival Zentrale ist rum und überraschenderweise bin ich nach vier Abenden im Einsatz weniger kaputt als befürchtet.

Los ging es schon Mittwochabend mit der Ausstellungseröffnung von Dominik Schumacher. Bei Kunst bin ich ja immer etwas skeptisch. Wer weiß was einen da erwartet, denn als Kunst wird ja viel bezeichnet. Aber die Bilder fand ich wirklich toll. Die Verbindung des Rustikalen mit den finsteren Gesichtern…das hat was.

IMG_4431

IMG_4442

IMG_4447

Am Donnerstag folgte dann mit Xavier Darcy der Auftakt zum Konzertmarathon. Und Maaaaann – war das gut! Ich wusste ja schon vorher, dass seine Musik entgegen aller Singer-Songwriter-Vorurteile zu weitaus mehr taugt als zum Einschlafen, aber das hätte ich wirklich nicht erwartet: einen jungen, witzigen und frechen Kerl, der die ganze Zentrale zum Tanzen brachte. Seine Songs sind aber auch echte Ohrwürmer, egal ob Cape Of No Hope, Writing To Natalie oder Les Enfants De La Crise. Irgendwann riss es jeden mit und der obligatorische Zwei-Meter-Abstand zur Bühne wurde immer weniger. Danach musste ich mir unbedingt noch eine EP von ihm mitnehmen. Die läuft jetzt in Dauerschleife.

IMG_4470

IMG_4472

IMG_4474

IMG_4498

IMG_4507

IMG_4510

IMG_4526

IMG_4537

Am Freitag war mit Il Tempo Gigante ebenfalls ein Singer-Songwriter am Start und diesmal wurde es tatsächlich ruhiger. Am Anfang war es mir sogar fast zu ruhig. Als er dann aber anfing mehr zu loopen und auch andere Instrumente wie z. B. Glöckchen, Horn oder die Lap Slide Guitar (Danke Valentin – jetzt weiß ich endich, wie das Ding heißt) mitreinzubringen wurde es schon interessanter. In manchen Songs gab’s dann wirklich diese Momente, in denen ich mir dachte: Wow, verdammt – das ist echt genial! Der Arme war nur leider ganz schön angeschlagen und trank sogar auf der Bühne fast nur Tee. Bestimmt war er froh, dass das das letzte Konzert seiner Tour war und er danach endlich nach Hause konnte.

IMG_4546

IMG_4548

IMG_4553

IMG_4563

IMG_4564

IMG_4571

Es wurde Samstag und meine Vorfreude irgendwann so groß, dass ich an dem Abend schon gegen fünf Uhr in der Zentrale aufschlug. Ganze vier Stunden zu früh. Dumm nur, dass mir erst zwei Sekunden vorm Konzert auffiel, dass ich meine Speicherkarte Zuhause im Laptop vergessen hatte. So ein Mist! Zum Glück wohn ich nur zwei Straßen weiter. Trotzdem ärgerlich, denn so hab ich den Anfang verpasst. Doch der Rest war so genial, das hat sofort wieder alles gut gemacht. Wow, einfach nur wow. Martin saß mit dem Rücken zu uns, links und rechts von sich verschiedene Tasteninstrumente positioniert. Mal spielte er nur auf einem, mal auf zwei gleichzeitig. Eigentlich interessant, dass ich normalerweise überhaupt kein Fan von Electromusik bin. Da haben schon viele erfolglos versucht mich zu überzeugen. Aber wenn jemand sowas live spielt und man merkt, dass das vorher nicht mit fünf Klicks am PC zusammen gebastelt wurde, dann bin ich hin und weg. Teilweise hatten die verschiedenen Effekte und Sounds eine solche Wucht, das war der Wahnsinn. Immer wieder musste ich feststellen, wie mir besonders schöne Stellen wie durch geisterhand ein Lächeln auf die Lippen zauberten. Ich konnte einfach nicht anders. Schon verrückt, dass Musik so glücklich machen kann.

IMG_4576

IMG_4581

IMG_4589

IMG_4582

IMG_4592

Modular Festival Zentrale 2016 #2

Auf in die zweite Runde!

Und dieses Wochenende wird krass, denn es ist vollgepackt mit lauter guten Musikern. Doch kennt ihr das? Man freut sich auf etwas so richtig und trotzdem schwirrt einem der Kopf, weil man Bedenken hat, dass einem dafür die Energie fehlt und man am Ende vor lauter Schlafmangel wie ein Zombie daher kommt. So geht es zumindest mir gerade. Insgesamt ist das aber wohl jammern auf hohem Niveau, denn von den Möglichkeiten, die mir das Modular Festival dieses Jahr bietet, habe ich die letzten Jahre immer geträumt!

copy-20of-20-wys3459
Foto: Silvio Wyszengrad

Los ging es schon gestern mit der Ausstellungseröffnung von Dominik Schumacher. Kunst, Kunst, Kunst. Siebdrucke auf Holz, Zeichnungen, Eisenskulpturen und sogar Lampen. Das Ganze kann man noch bis zum Ende der Zentrale am 21. Mai bestaunen. Lohnt sich auf jeden Fall!

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1780500545514955/

Heute Abend wird dann Xavier Darcy auf der Bühne stehen. Gerade war er noch mit Startrampe unterwegs und ich freu mich schon riesig auf seine Musik. Sein Singer-Songwriter-Gitarren-Pop klingt nämlich entgegen aller Erwartungen nicht nach melancholischem Herzschmerz sondern nach irgendwas zwischen anklagend, fordernd, treibend und nach viel Power. (genial ist auch der oberste Kommentar unter dem Video ;))

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1058350484239752/

Am Freitag wird es mit Il Tempo Gigante aus Kopenhagen um einiges ruhiger und auch sphärischer. Rolf Hansen – wie er mit bürgerlichem Namen heißt – hat schon mal in Augsburg gespielt, damals bei einer Bedroomdisco, wo ich leider nicht dabei war. Aber den Bedoomdisco-Leuten kann man genauso wie den Modular-Leuten blindlings vertrauen, darum bin ich mir sicher, dass das toll wird. Hoffentlich bringt er auch dieses kleine Gitarrendingsda (weiß jemand wie das Intstrument heißt?) auf seinem Schoß mit.

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1808986782662602/

Und jetzt kommt’s. Freitag. Der absolute Oberknaller. Wieder so ein Ich-kipp-vom-Stuhl-Moment. MARTIN KOHLSTEDT! Ich flipp aus! Sein Bedroomdisco-Konzert vor einigen Monaten fand ich ja schon überragend und darum hoffe ich, dass er diesmal mit seinem Elektroset nach Augsburg kommt. Das wird fein. Martin ist nämlich ein Mensch mit so einer leicht verschrobenen, besonderen, aber super netten Art. Ich mag besondere Menschen.

Apropos Bedroomdisco und besondere Menschen und so: Matze Rossi (hat letztes Jahr im Rahmen eines Bedroomdisco-Konzerts in der Modular Zentrale gespielt) spielt am selben Abend in der Soho Stage und mich hat’s jetzt wochenlang fast zerrissen, weil ich nicht wusste, für wen ich mich entscheiden soll. Die Wahl fiel nun letzten Endes doch auf Martin Kohlstedt. Sorry, Matze!

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/957180857714194